Ziel des Aktionsprogramms ist es, innerhalb der EU die Spitzenposition im Bio-Landbau beizubehalten und weiter auszubauen. Konkret soll bis 2010 der Anteil der biologisch bewirtschafteten Fläche von derzeit ca. 15 Prozent auf 20 Prozent gesteigert werden.
BIO AUSTRIA setzt Impulse
BIO AUSTRIA hat sich in den letzten Monaten massiv für die Weiterentwicklung des Bio-Standortes Österreich eingesetzt. Ein zentraler Baustein ist das Bio-Aktionsprogramm des Lebensministeriums, in dem bestehende und neue Initiativen gebündelt werden. Weitere Bestrebungen von Seiten des Handels und der Wirtschaft müssen folgen, um vermehrte Anreize für die Umstellung auf biologische Landwirtschaft zu bieten.
Bio vereint Handelsriesen am Podium
Premiere auf Einladung von BIO AUSTRIA und dem Lebensministerium: Erstmals gab es eine gemeinsame Pressekonferenz mit den Spitzen von Rewe, Spar und Hofer, sowie Bundesminister Pröll, Obmann Rudi Vierbauch, Bundesrat Martin Preineder von der Landwirtschaftskammer Österreich. Dabei wurde das Bio-Aktionsprogramm vorgestellt. Die Spitzen des österreichischen Handels präsentierten ihre Einschätzungen des Bio-Marktes und stellten Initiativen ihrer Unternehmen vor.
Das neue Bio-Aktionsprogramm
Im Programm werden bereits bewährte Maßnahmen in den Bereichen Vermarktung, Forschung, Beratung, Bildung und Öffentlichkeitsarbeit fortgesetzt.
Um Österreichs Landwirtschaft Gentechnik-frei zu halten, sollen weiterhin alle verfügbaren Mittel ausgeschöpft werden. Die Bio-Akademie in Lednice wird weiter unterstützt und der interdisziplinäre Austausch „Bio-Forschung in der Praxis“ soll zur jährlichen Einrichtung werden.
Programm bietet neue Impulse
Investitionsoffensive für Bio-Betriebe:
- Die Anträge für Investitionsförderungen von Bio-Betrieben sollen rasch umgesetzt und nach Möglichkeit mit dem maximal möglichen Fördersatz genehmigt werden – so will es Bundesminister Pröll gemeinsam mit den Ländern umsetzen.
- Der Bio-Bonus von plus 5 Prozent für Stallbauten soll verlängert und bis 2013 gewährt werden (bisher bis 2010 beschränkt).
- Die Förderung von Maschinen für den Obst und Gemüsebau ist Schwerpunkt in der Maßnahme „Modernisierung von landwirtschaftlichen Betrieben“.
Zusätzliche Berater für zentrale Produktionsbereiche:
- Zusätzliche Berater sind für die zentralen Produktionsbereiche verfügbar.
- Diese unterstützen Landwirte bei der Umstellung auf Bio.
- Und beraten bestehende Betriebe bei Investitionen.
- Die Beratung erfolgt in Zusammenarbeit von BIO AUSTRIA und den Landwirtschaftskammern.
Erhöhung des Kontrollkostenzuschusses
- Der sogenannte „Kontrollkostenzuschuss“ wird erhöht. (Reduktion der Degression auf 5 Prozent).
- Es herrscht Einigkeit über vereinfachte Förderabwicklung.
Weiterentwicklung ÖPUL
In das Monitoring und die Weiterentwicklung des österreichischen Agrar-Umweltprogramms – kein Bestandteil des Bio-Aktionsprogramms – ist BIO AUSTRIA über den Begleitausschuss eingebunden.
Auftrag für weiteres Engagement
„Das Bio-Aktionsprogramm kann einen zusätzlichen Impuls für die Ökologisierung der österreichischen Landwirtschaft setzen. Sein Erfolg wird vom Engagement jedes einzelnen Akteurs abhängen“, sagte Rudi Vierbauch, Obmann von BIO AUSTRIA, im Rahmen der Pressekonferenz zu seinen Mitrednern am Pult und allen beteiligten Institutionen.
Aktionsprogramm zum Downloaden:
Am Bild zu sehen: v.l.n.r.: Dr. Gerhard Drexel, Spar, Bundesminister DI Josef Pröll, Mag. Werner Wutscher, Rewe, Armin Burger, Hofer, BIO AUSTRIA Obmann Rudi Vierbauch, Bundesrat Martin Preineder, Landwirtschaftskammer Österreich.