Hühner sind Allesfresser, sie beschäftigen sich etwa 35 % des Tages mit der Nahrungsaufnahme. Der Schnabel ist ein hoch spezialisiertes Greif- und Tastorgan, das daher nicht kupiert werden darf.
Eine besondere Form der Körperpflege ist das Sand- und Sonnenbaden. Ein optimales Komfortverhalten ist daher nur im Freien möglich.
Der Stall ist in Ruhe- und Aktivitätsbereiche zu gliedern. Er muss ausreichend Tageslicht und Sonne bieten. Das Stallklima muss staub- und schadstoffarm sein. Die Tiere sind vor krankmachenden Bedingungen, Verletzungen und Beutegreifern zu schützen.
Das Ausruhen der Hühner erfolgt stehend oder liegend. Sie bevorzugen Sitzstangen in unterschiedlichen Höhen.
Die Gruppengröße der Tiere muss überschaubar sein.
Die Richtlinien für die Haltung von Geflügel und im Besonderen für die Haltung von Freilandmasthühnern, die Haltung von Truthühnern und die Aufzucht von Junghennen finden Sie in den BIO AUSTRIA Richtlinien.
Zu den BIO AUSTRIA - Richtlinien
Inhalt:
Umstellung auf biologische Geflügelhaltung
Haltungssysteme für Legehennen
Haltungssysteme für Mastgeflügel
Fütterung
Tierzukauf
Geflügelrassen
Vermarktung
Beratungsblätter
Umstellung auf biologische Geflügelhaltung
Grundsätzliche Informationen zur Umstellung Ihres Betriebes finden Sie unter LINK Umstellung.
Werden Flächen und Tiere gemeinsam umgestellt, so beträgt die Umstellungszeit ab Kontrollvertragsabschluss mindestens 24 Monate. Eine Verkürzung der Umstellungszeit kann möglich sein,. Diese Möglichkeit ist bei einem Einstieg in die Bio-Geflügelerzeugung oft von Bedeutung. Die zuständige Kontrollstelle prüft ob die Voraussetzungen dafür eingehalten werden.
In den Bundesländern werden Sie von den Bio-Beratern bei der Umstellung in die Bio-Geflügelerzeugung unterstützt.
Zu den BeraterInnen - Geflügelhaltung
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Haltungssysteme für Legehennen
Die Freilandhaltung ist die Haltungsform für Legehennen in die biologische Landwirtschaft. Pro Quadratmeter Stallgrundfläche dürfen nicht mehr als 6 Hennen gehalten werden. Zusätzlich muss jeder Henne mindestens 10 m² begrünter Auslauf tagsüber uneingeschränkt zur Verfügung stehen.
Der Stallboden ist mindestens zu 1/3 mit Stroh oder ähnlichem Material bedeckt, um den Hühnern eine weiche und wärmedämmende Unterlage zu schaffen, in der sie scharren können. Um den Kot der Tiere aufzufangen, muss ein „Kotkasten“ eingerichtet werden. Dies ist ein Kotsammelplatz, der sich vor allem unter den Sitzstangen befindet.
Damit die Hennen ausreichend Rückzugsmöglichkeiten bei der Eiablage finden, muss für 8 Tiere mindestens ein Nest vorhanden sein, bei Gruppennestern mindestens 120 cm²/Henne.
Damit alle Hühner gleichzeitig sitzen beziehungsweise schlafen können, werden mindestens 18 cm Sitzstangen/Henne in unterschiedlichen Höhen angeboten.
Je 15 Hennen steht ein Tränkenippel und am Rundtrog oder der Futterrinne mindestens 3 cm zur Verfügung.
Ausreichendes Tageslicht fällt durch genügend große Fenster in den Stall ein. Für einen ungehinderten Auslauf ins Freie sind je 100 m² Stallgrundfläche mindestens 4 m Ausflugklappen vorhanden.
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Haltungssysteme für Mastgeflügel
Bio-Mastgeflügel wird in traditioneller Auslaufhaltung gehalten. Maximal 10 Tiere bezeihungsweise 21 kg Lebendgewicht dürfen pro Quadratmeter Stallgrundfläche gehalten werden. Die Auslaufflächen betragen 4 m²/Masthuhn und Perlhuhn, 10 m² bei Pute und 15 m² bei der Gans.
In der Bio-Geflügelmast werden langsam wachsende Rassen verwendet. Beim Einsatz konventioneller Linien gelten Mindestschlachtalter.
Mindestschlachtalter für Mastgeflügel aus Biologischer Landwirtschaft bei Verwendung intensiver Mastlinien:
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Tiere
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Masthühner
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Kapaune
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Peking-Enten
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weibliche Flugenten
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Masttage
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81
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150
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49
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70
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Tiere
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männl. Flugenten
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Mulard-Enten
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Perlhühner
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Truthühner, Gänse
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84
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92
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94
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140
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Mastgeflügel hat stets Zugang zu Auslaufflächen, wenn dies die klimatischen Bedingungen, die Bodenbeschaffenheit und der physiologische Zustand der Tiere erlauben. Diese Möglichkeit besteht zumindest 1/3 des Lebens. Wassergeflügel hat zusätzlich Zugang zu einem fließenden Gewässer, Teich oder See.
Geflügelställe dürfen nicht größer sein als: 4800 Mast- oder Junghühner, 3000 Legehennen, 5200 Perlhühner, 4000 weibliche Flug- oder Pekingenten, 3200 männliche Flug-, Peking- oder sonstige Enten, 2500 Gänse oder Truthühner.
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Fütterung
Hennen stellen höchste Ansprüche an Gehalt, Wertigkeit und Verdaulichkeit des Futters, daher werden betriebseigene Futtermischungen laufend auf die Inhaltsstoffe hin untersucht.
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Betriebe, die ihre Eier beziehungsweise Masthühner in BIO AUSTRIA - Vermarktungsprojekte liefern, achten auf die jeweiligen Vorgaben in der Fütterung.
Zu den Fütterungsvorschriften
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Es dürfen nur jene Fertigfutter- und Mineralstoffmischungen verwendet werden, die im Betriebsmittelkatalog für biologische Landwirtschaft angeführt sind.
Zum Betriebsmittelkatalog
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Artikel BIO AUSTRIA Zeitung 3/06, S 32 bis 33, Mit Energiedichte Proteinversorgung steuern!
Dokument zum Download:
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Mit Heilpflanzen und Ergänzungsfuttermitteln kann die Gesundheit des Federviehs gefördert und ihre Leistung verbessert werden. Artikel BIO AUSTRIA Zeitung 3/06, S 30 bis 31, Kräuter für´s Huhn!
Dokument zum Download:
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Literatur:
Ökologische Schweine- und Geflügelfütterung, Zollitsch/ Wagner/ Wlcek
Österreichischer Agrarverlag, ISBN-13: 9783704019158
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Tierzukauf
Grundsätzlich sind Bio-Tiere zuzukaufen. Kücken für die Mast sind ausschließlich Bio-Tiere.
Ausnahmen für konventionellen Tierzukauf gibt es bei Kücken für Legehennen. Diese sind bei einem Zukauf nicht älter als drei Tage. Auch Junghennen sind grundsätzlich als Bio-Tiere zuzukaufen. Konventionelle Junghennen dürfen nur in Ausnahmefällen nach Genehmigung der Lebensmittelbehörde zugekauft werden. Diese sind beim Zukauf nicht älter als 18 Wochen und die Fütterung entspricht ab dem Alter von 3 Tagen den Bio-Richtlinien.
Kücken für anderes Mast-Geflügel wie beispielsweise Puten, Enten oder Gänse dürfen konventionell zugekauft werden. Sie sind nicht älter als drei Tage. Eine Genehmigung erfolgt im Zuge der jährlichen Vor-Ort-Kontrolle.
Die Umstellungszeit von Geflügel für die Eiererzeugung beträgt sechs Wochen. Die Umstellungszeit von Geflügel zur Fleischerzeugung beträgt 10 Wochen.
Adressen von Junghennenanbietern finden Sie im Beratungsblatt.
Zum Beratungsblatt
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Geflügelrassen
Die Bio-Berater geben Ihnen Auskunft, welche Rassen sich für die biologische Landwirtschaft eignen.
Zu den BeraterInnen
Viele Bio-Betriebe, vor allem mit kleinen Beständen, haben auch Interesse gefährdete Geflügelrassen zu halten und so deren Fortbestand zu sichern. Der Verein „Arche Austria“ befasst sich intensiv mit der Erhaltung seltener Rassen und vermittelt auch Tiere.
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www.arche-austria.at
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Vermarktung
Nutzen Sie als Direktvermarkter die Möglichkeit Ihr Angebot in das Bio-Maps (BIO AUSTRIA Produktdatenbank für Konsumenten) zu stellen.
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www.biomaps.at
Zur Selbstwartung-Login-Bereich BIO AUSTRIA
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Beratungsblätter
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