In den letzten Jahren stieg die Nachfrage an Schweinefleisch von dem Lebensmitteleinzelhandel. Gleichzeitig entwickelte sich ein kontinuierliches Angebot an Mastschweinen.
Wenn auch Sie an einem Einstieg in die Bio-Schweineerzeugung interessiert sind werden Sie gerne von den Bio-Beratern in den Bundesländern unterstützt. Neben de Erzeugung sind die Bio-Berater auch bestens über die Marktentwicklung informiert.
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Inhalt:
Schweine im biologischen Landbau
Umstellung auf biologische Schweinehaltung
Haltungssysteme für Zuchtschweine
Haltungssysteme für Ferkel
Haltungssysteme für Mastschweine
Schweinefütterung
Genetik und Tiergesundheit
Tierzukauf
Vermarktung
Beratungsblätter
Schweine im biologischen Landbau
Schweine sind typische Allesfresser und darauf spezialisiert, weit verstreute und schwer zu gewinnende Nahrung aufzunehmen. Auch satt gefütterte Schweine beschäftigen sich 2/3 der Aktivitätszeit mit der Futtersuche und -aufnahme. Schweine sind vor allem in der Morgen- und Abenddämmerung aktiv.
Der Geruchssinn ist bei Schweinen außerordentlich ausgeprägt, daher orientieren sie sich in ihrer Umgebung über das Riechen. Schweine sind weiters sehr reinliche Tiere, sie trennen Kotplatz und Liegeplatz. Eine gute Lüftung und verschiedene Buchtenbereiche sind daher in der Haltung besonders wichtig.
Schweine, im besonderen jene mit einer rosa Hautfarbe, sind sonnenempfindlich. Bio-Schweine benötigen daher im Auslauf einen Sonnenschutz. Sie fühlen sich zwischen +5 und +25 °C am wohlsten. Sie können nicht schwitzen und brauchen daher bei höheren Temperaturen Möglichkeiten zum Abkühlen. Ruhende Schweine haben das Bedürfnis nach engem Körperkontakt, daher sollten Liegeflächen knapp bemessen werden.
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Umstellung auf biologische Schweinehaltung
Allgemeine Informationen zum Thema Umstellung finden Sie auf unser Homepage.
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Bei gleichzeitiger Umstellung des Gesamtbetriebes, Flächen und Schweinehaltung, beträgt die Umstellungsfrist für Schweine 24 Monate. Ab Kontrollvertragsabschluss werden alle für Bio-Betriebe verbotenen Futtermittel wie zum Beispiel Sojaextraktionsschrot verkauft. Betriebseigene konventionelle Futtermittel dürfen gefüttert werden.
Für Bio-Betriebe grundsätzlich nicht erlaubte Eingriffe, wie Schwanz kupieren und Zähne schleifen, dürfen nicht mehr durchgeführt werden, auch wenn die Ferkel innerhalb der Umstellungszeit konventionell verkauft werden.
Die Umstellungszeit für die Erzeugung von Bio-Mastschweinen kann verkürzt werden. Nähere Informationen dazu erhalten Sie bei Ihrem Bio-Berater oder bei Ihrer Bio-Kontrollstelle.
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Haltungssystem für Zuchtschweine
Die Gruppenhaltung leerer und tragender Sauen entspricht dem natürlichen Sozialerhalten der Tiere. Gut bewährt haben sich Mehrraumbuchten für vier bis acht Sauen. Säugende Sauen müssen in der biologischen Landwirtschaft einen Auslauf ins Freie haben. Die Säugezeit beträgt mindestens 40 Tage.
Eines der am weitesten entwickelten Systeme der Abferkelbuchten ist das System FAT(2)
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Artikel BIO AUSTRIA Bauerntage 2008, Was unter FAT-Buchten (alles) verstanden wird
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Artikel BIO AUSTRIA Bauerntage 2007, Ist Gruppensäugen für meinen Betrieb geeignet?
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Artikel BIO AUSTRIA Bauerntage 2007, 170 Bio-Sauen erfolgreich betreuen
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Beratungsblatt Bio-Abferkelbuchten Systeme und Aufstallungsdetails
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Der Artikel: Die Gruppenhaltung ferkelführender Sauen im Bio-Landbau wird in der Praxis oft sehr kontroversiell diskutiert.
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Haltungssysteme für Ferkel
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Artikel BIO AUSTRIA Bauerntage 2008, Stallumbau für Ferkelzucht – kostengünstig und funktional
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Artikel BIO AUSTRIA Bauerntage 2007, Produktionsrhythmus in der Bio-Ferkelerzeugung – (wie) geht das?
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Haltungssysteme für Mastschweine
Bei der Gestaltung von Schweinebuchten geht es darum Liege-, Bewegungs-, Kot- und Fressgangbereich an das arttypische Verhalten der Schweine anzupassen. Die Liegefläche ist eingestreut.
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Artikel BIO AUSTRIA Bauerntage 2007, Kostengünstig statt billig – mögliche Mastställe im Neubau
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Artikel BIO AUSTRIA Bauerntage 2008, Mein neuer Maststall für Großgruppen
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Artikel BIO AUSTRIA Bauerntage 2007, Wie sich mein neuer Bio-Maststall bewährt hat
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Schweinefütterung
Die Fütterung spielt eine entscheidende Rolle bei der Erzeugung von hochwertigem Bio-Schweinefleisch. Zu Beginn des tierischen Wachstums werden die Muskeln aufgebaut, daher ist in dieser Zeit die Versorgung mit ausreichend hochwertigem Eiweiß erforderlich. Fütterungsfehler während dieser Periode können danach nicht mehr korrigiert werden. Die Futterrationen am Ende der Mastperiode dürfen nicht zu energiereich sein, da sonst die Speckauflage zu dick wird und der Magerfleischanteil sinkt.
Die Fütterung unterscheidet sich wesentlich von der konventionellen, vor allem aufgrund des Verbotes von Soja-Extraktionsschrot. Die Gestaltung der Futterrationen richtet sich unter anderem auch nach der Fruchtfolge am Bio-Betrieb. Bio-Schweine werden mit Rationen auf Basis von Getreide oder auch CCM kombiniert mit Körnerleguminosen und Ölkuchen gefüttert. Es ist sehr wichtig die Nährstoffgehalte der Rationen zu kennen. Die Angaben für konventionelle Futterkomponenten können nicht immer 1:1 auf die biologische Landwirtschaft übertragen werden, daher sollten Futtermittelanalysen regelmäßig durchgeführt werden.
Das Futtermittellabor Rosenau ist eine Serviceeinrichtung der NÖ Landes-Landwirtschaftskammer, die 1978 errichtet wurde. Ziel war es, für niederösterreichische Landwirte – im Hinblick auf eine tier- und leistungsgerechte, sowie wirtschaftliche und umweltgerechte Nutztierhaltung – kostengünstige und rasche Futteranalysen durchführen zu können.
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www.futtermittellabor.at
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Qualitätserzeugung von Bio-Schweinefleisch; Wichtige Schritte beachten!
Zum Beratungsblatt
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Das Institut für Tierernährung der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft bietet als Download eine „Fütterungsfibel Ökologische Schweinehaltung.“ Dokument zum Download:
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Betriebe, die ihre Mastschweine in BIO AUSTRIA - Vermarktungsprojekte liefern, achten auf die Projektvorgaben in der Fütterung
Zu den Projektrichtlinien
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Es dürfen nur jene Fertigfutter- und Mineralstoffmischungen verwendet werden, die im Betriebsmittelkatalog für biologische Landwirtschaft mit dem Vermerk Projekt gekennzeichnet sind.
Zum Betriebsmittelkatalog
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Ab 1.1.2012 wird in der Schweineerzeugung nur 100% Bio-Futter eingesetzt
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Literatur:
Ökologische Schweine- und Geflügelfütterung, Zollitsch/ Wagner/ Wlcek
Österreichischer Agrarverlag, ISBN-13: 9783704019158
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Tiergesundheit Schweine
Die Vorgaben für die Haltung der Bio-Schweine, wie zum Beispiel der Auslauf, wirken sich günstig auf die Tiergesundheit aus. Frische Luft und Sonneneinstrahlung beeinflussen das Immunsystem positiv. Eine vorbeugende Behandlung mit Antibiotika ist nicht erlaubt.
Prinzipiell dürfen alle Medikamente, die in Österreich zugelassen sind, auf Bio-Betrieben verabreicht werden. Bei einer Behandlung muss die am Medikament angegebene Wartezeit verdoppelt werden. Ist keine Wartezeit angegeben, so sind mindestens 48 Stunden einzuhalten. Bei Ferkeln für die Mast darf nur eine Behandlung pro Lebenszyklus, das heißt eine Behandlung, erfolgen, um als Bio-Tier zu gelten. Zuchtsauen dürfen maximal drei Mal pro Jahr behandelt werden.
Eingriffe
Schwanz kupieren ist nicht erlaubt. Zähne dürfen nur in begründeten Ausnahmefällen gekürzt werden.
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Das Lehr- und Forschungszentrum Raumberg-Gumpenstein beschäftigt sich im Referat Tiergesundheit Schwein mit der Weiterentwicklung der Bio-Schweinehaltung. Forschungsbereiche sind die Verbesserung der Fleischqualität mit 100% Bio-Fütterung und die Erhaltung der Tiergesundheit durch Präventivmaßnahmen. In der Außenstelle Wels-Thalheim gibt es einen Bio-Versuchsstall.
Zum Lehr- und Forschungsentrum Raumberg-Gumpenstein
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Der Bio-Schweineproduktion widmen sich weiters die landwirtschaftlichen Fachschulen Grottenhof in der Steiermark und Edelhof in Niederösterreich.
Zur landwirtschaftlichen
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Artikel BIO AUSTRIA 2008 Bauerntage, Eisengabe an Ferkel – ein Versuchsbericht Checkliste Ferkeldurchfall
Dokument zum Download:
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Das LFI Österreich bietet eine Broschüre zum Thema „Parasiten“ als Download an:
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Tierzukauf
Grundsätzlich werden Bio-Tiere zugekauft.
Ferkel für die Mast werden ausschließlich als Bio-Tiere zugekauft.
Ausnahmen für konventionellen Tierzukauf gibt es nur für weibliche Tiere zur Bestandesergänzung. Werden Ferkel für die Jungsauenaufzucht zugekauft, müssen diese weniger als 35 kg wiegen. Konventionelle Jungsauen dürfen nur im Unmfang von 20% des Bestandes an Tieren, die älter als sechs Monate sind, zugekauft werden. Die Überprüfung durch die zuständige Bio-Kontrollstelle erfolgt im Rahmen der jährlichen Vor-Ort-Kontrolle. Eine Erhöhung des Prozentsatzes auf max. 40% ist nur nach Genehmigung durch die zuständige Lebensmittelbehörde möglich.
Zuchteber dürfen konventionell zugekauft werden.
Angebote an Bio-Ferkeln und Jungsauen finden Sie in der Bio-Börse von BIO AUSTRIA:
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www.bio-boerse.at
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Vermarktung
Die „Bioschwein Austria“ ist ein wichtiger Partner in der Vermarktung von Mastschweinen. Durch sie konnten die Preise in den letzten Jahren stetig angehoben werden. Der Verein vermittelt auch einen Großteil der Ferkel von den Zuchtbetrieben an die Mastbetriebe.
Sie erreichen die Bio-Schwein Austria GmbH unter:
T 07213/200 77
F 07213/200 77 77
E bioschwein.austria@bio-austria.at
Einen Überblick über die aktuelle Situation am Bio-Schweinemarkt gibt das regelmäßig erscheinende Bio-Schweine-Infofax.
Zum Bio-Schweine-Infofax
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Beratungsblätter
Schweine-Infofax
Checkliste Schweine
Qualitätserzeugung Bio-Schweinefleisch
Stallbau für die Bio-Tierhaltung Schweine
Bio-Abferkelbuchten Systeme und Aufstallungsdetails
Beratungsblatt Schweinerasse Turopolje
Beratungsblatt Schweinerasse Mangalitza
Checkliste Ferkeldurchfall
Verfütterung von Soja an Schweinen
Sauen- und Mastkarte
Rationierung von Schweinemastfutter
Schrotfeinheit und Siebanalyse
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