RollAMA Motivanalyse Bio
Das Marktforschungsinstitut keyQuest hat im Auftrag der AMA–Agrarmarkt Austria im Rahmen der RollAMA eine Motivanalyse zum Thema Biolebensmittel erhoben.
Befragungszeitraum war April 2010, und die Inhalte bezogen sich auf Kaufmotive, die Einstellung zu Bioprodukten und Änderungen im Einkaufsverhalten von Biolebensmitteln.
Kaufmotiv Nr. 1: Gesundheit
Der Begriff „Bio“ wird nach wie vor am stärksten mit „Gesundheit“ und „keine Spritzmittel“ assoziiert. „Teuer und hoher Preis“ ist das häufigste Argument, Bio nicht zu kaufen. „Gentechnikfreiheit“ und „umweltfreundlich“ oder „artgerechte Tierhaltung“ werden nur zu einem geringen Prozentsatz vordergründig mit „Bio“ in Verbindung gebracht.
Erwartung an die Qualität ist sehr hoch
Qualitätsunterschiede zwischen konventionellen und biologischen Lebensmitteln werden von den KonsumentInnen erwartet und auch von 45 % der Befragten mit „sehr großen Qualitätsunterschieden“ beantwortet.
Die Ursache für den gestiegenen Konsum von Bioprodukten liegt mehrheitlich beim „größeren Angebot/besserer Auswahl“ und „mehr Augenmerk auf gesunde Ernährung“.
Nach Einschätzung der Biokäufer profitieren vom höheren Preis der Biolebensmittel hauptsächlich die Handelsketten und Verarbeiter und nicht die Biobauern.
Zukünftig wird neben der biologischen Qualität die Regionalität ein starkes Kaufargument sein.
Was bringt die Zukunft?
Die mangelnde Preisakzeptanz, die Glaubwürdigkeit von Bio und die schlechte Entwicklung der Haushaltseinkommen können den Bioabsatz belasten. Bio hat insgesamt ein sehr gutes Image, der Anteil der absoluten Bio–Verweigerer ist sehr gering und wird weiter abnehmen, da auch Personen, die keine Bioprodukte kaufen eine überraschend positive Einstellung zu Bio haben. Und das Hauptmotiv „Gesundheit“ wird auch in Zukunft nicht an Bedeutung verlieren.
Weiterführende Informationen zum Downloaden:
DI Ernst Trettler,
BIO AUSTRIA – Burgenland