Auftakt zum Projekt „Bio-Region Mühlviertel“"Menschen, die Mühlviertel hören, müssen an Bio denken!" Dieses ehrgeizige Ziel haben sich die sieben Mühlviertler LEADER-Regionen und die EUREGIO gesetzt: das Mühlviertel soll als international anerkannte Bio-Region positioniert werden. Der offizielle Startschuss für das Projekt „Entwicklung zur Bio-Region Mühlviertel“fiel am Montag in Reichenau bei einer Auftaktveranstaltung im Roadlhof. Es kamen 260 Interessierte Personen aus Landwirtschaft, Wirtschaft und Gewerbe, Tourismus und Gastronomie. „ Früher wurde Bio belächelt, heute ist es anerkannt und gefragt. Als Wiege des Bio-Landbaus wollen wir das Mühlviertel nach innen und außen als Bio-Region positionieren. Das Mühlviertel soll mit biologischer Landwirtschaft, biologischen Lebensmitteln und biologischer Gastronomie identifiziert werden “, so LAbg. Gabriele Lackner-Strauss. Auf dem Weg zur Bio-Region steht jetzt ein dynamischer Entwicklungsprozess, an dem sich Biobauern, Verarbeitungsbetriebe, Schulen und Institutionen aktiv beteiligen sollen. Zudem sollen Konsumenten eingebunden werden, um eine Bewusstseinsbildung in der breiten Bevölkerung zu erreichen. Dazu wurde auch gleich vor Ort aufgerufen. Jeder Besucher im Roadlhof wurde eingeladen, aufzuschreiben, was die Bio-Region seiner Meinung nach zur erfolgreichen Entwicklung braucht. Aus den Antworten entsteht ein erster Arbeitsauftrag an die Projektträger. BIO AUSTRIA Oberösterreich ist in den Gremien mit DI Susanne Maier und Vorstandsmitglied Johann Aufreiter vertreten. „ Unsere Vision ist ein geschlossener Auftritt als Bio-Region Mühlviertel nach innen und außen. Das Mühlviertel soll international als Bio-Kompetenzzentrum anerkannt werden . Ein wichtiger Aspekt der Bio-Region Mühlviertel ist es, die Veredelung und Verarbeitung von Mühlviertler Produkten in unserer Region zu forcieren und damit die Wertschöpfung in der Region zu halten “, sagt Projektleiter Breitenfellner. Langfristig soll ein biologisches Netzwerk aufgebaut werden – unter Einbindung der Akteure vor Ort. „ Für die Umsetzung des Projekts brauchen wir eine langfristig geeignete Organisationsstruktur. Diese soll im Laufe des Entwicklungsprozesses erarbeitet werden “, erklärt Breitenfellner. Als Motivation zur Arbeit an der Bio-Region hielt LAbg. Ing. Josef Ober, Obmann des Vulkanlandes in der Steiermark einen Vortrag über die Entwicklung seiner Region. Das Vulkanland hat es durch Hartnäckigkeit und Ideenreichtum geschafft, von einer aussterbenden zu einer auflebenden Region zu werden: „ Die Menschen wünschen sich Zukunftsfähigkeit für ihr Lebensumfeld. Dazu braucht es ein starkes Profil. Mit der Bio-Region kann dieses Profil geschaffen und etabliert werden “, so Josef Ober. Im nächsten Schritt werden Biobauern, Wirtschaftstreibende, Touristiker und Konsumenten im September und Oktober zu Bio-Thementagen in den Teilregionen eingeladen. Dort können die Betroffenen selbst definieren, was eine Bio-Region für sie ist und welche Kriterien man in Zukunft für diesen Begriff anwenden soll. Anhand dieser Erkenntnisse und Erfahrungen wird ein Konzept für den Weg zur Bio-Region erstellt. Termine für die Bio-Thementage in den Regionen, zu denen auch Sie herzlich eingeladen sind: Donau-Böhmerwald:4.10.2010 HansBergLand: 21.9.2010 Mühlviertler Alm: 6.10.2010 Mühlviertler Kernland: 15.9.2010 Sterngartl- Gusental:16.9.2010 Strudengau: 5.10. 2010 Urfahr West: 22.9.2010
Projektfolder zum Download:
Am Bild zu sehen: Manfred Huber, Mühlviertler Alm Bio-Fleisch und Hans Aufreiter BIO Austria Vorstand bei der Podiumsdiskussion (vor 260 interessiertenTeilnehmerInnen am Roadlhof)
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