Die Bio-Heuregion blüht auf!Honigbienen haben mit allen anderen Blüten bestäubenden Insekten eine entscheidende Funktion im Ökosystem. Bis zu 90 verschiedene Obst- und Gemüsearten sind auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen. Nach einem reichen Blütenangebot im Frühjahr setzt etwa Mitte Mai eine regelrechte Nahrungsknappheit ein. Durch Silagewirtschaft und beikrautfreie Ackerkulturen ist das Angebot an Nektar und Pollen während der Sommermonate praktisch verschwunden. Mancherorts berichten Imker, dass nur eine Zufütterung mit Zuckerlösung das Verhungern der Bienen verhindert. Zudem sind schlecht ernährte Bienen anfällig für Krankheiten, die z. B. durch die Varroamilbe übertragen werden.
Bio-Landbau in Kombination mit Heuwirtschaft, bietet die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Bienenhaltung. Genau hier setzt ein Projekt im oberösterreichisch-salzburgischen Grenzgebiet an. Unter dem Titel „Die Bio-Heuregion blüht auf“ soll das Netzwerk zwischen Mensch und Tier, Natur und Tourismus sowie Produzenten und Konsumenten noch enger geknüpft werden. Der Landwirt übernimmt dabei die Rolle des aktiven Naturentwicklers, der durch gezielte Naturschutzmaßnahmen einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung und Förderung der Biodiversität leistet.
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