Gewinnspiel: BIO. In jedem Körnchen die Wahrheit
zum Inhalt | zum Menü
Tirol Niederösterreich und Wien Niederösterreich und Wien Burgenland Oberösterreich Steiermark Kärnten Salzburg Tirol Vorarlberg

Portal Menu


Schriftgröe normal Schriftgröe größer Schriftgröe groß
Sie befinden sich hier: Oberösterreich Presse Oberösterreich

Klimaveranstaltung von BIO AUSTRIA OÖ: Biolandbau leistet wichtigen Beitrag zum Klimaschutz

Foto: © BIO AUSTRIA

„Nachhaltigkeit und Energieeffizienz: Der Schlüssel für die Zukunft“ hieß die Klimaveranstaltung, zu der BIO AUSTRIA OÖ am 11.Oktober 2011 einlud. 80 BIO AUSTRIA Mitgliedsbetriebe sind bereits Klimarettungspartner und erbringen zusätzlich zur klimaschonenden Art der Landbewirtschaftung noch zusätzliche Leistungen va. bei
erneuerbaren Energiequellen.

Erster Vortragender war Wolfgang Neumann, Gründer des Energy Globe. Sein Ansatz zum Thema Energieeffizienz ist, Lösungen aufzuzeigen und nicht mit Verboten zu arbeiten. Am von ihm gegründeten Energy Globe Award beteiligen sich in der Zwischenzeit weltweit 115 Staaten mit unterschiedlichsten Energieprojekten. Lösungsansätze sind lt. Neumann Energieeffizienz-Verbesserungen in allen Bereichen – ohne wesentlichen Verzicht! Nach Neumann bedeutet die Verwendung vorhandener Technologien eine Komfortverbesserung, nicht Askese. Als einfaches Beispiel nennt er die Isolierung alter Häuser, die nicht nur Energie spart, sondern nachweislich auch das Wohlbefinden und die Gesundheit positiv beeinflusst. Die „richtige Energie“ hängt laut Neumann in jedem Fall mit der Sonne zusammen, aktuelles Problem dabei ist im Moment die Speicherung. Von den geplanten Klimazielen der EU in der Agenda 2020 sind erst 10 % umgesetzt, Neumann sieht für die nächsten Jahre also dringenden Handlungsbedarf, damit Europa diese Ziele annähernd erreichen kann. Sämtliche Lösungsansätze im Bereich Energie sind nach Neumann global zu sehen, isolierte Betrachtungen führen oft zu sozialen Katastrophen oder neuen Umweltbelastungen.
Herr Neumann wies am Ende seines Vortrages auf ein Onlineportal hin, in dem Letztverbraucher am Computer unterschiedliche Energiekonzepte am eigenen Haus, für die eigenen Wohnung testen können.
W mehr lesen... www.energiespargemeinde.at

Bio-Landwirtschaft ist Klimaschutz – und mehr: Unter diesem Titel präsentierte Prof. Narodoslawsky von der TU in Graz seinen neuen Ökologischen Fußabdrucksrechner. Die Studie wurde von BIO AUSTRIA in Auftrag gegeben, finanziert und mit Beispielsbetrieben unterstützt. Bio-Landwirtschaft ist Klimaschutz, aber auch sie kann noch mehr tun, so Narodoslawsky. „Nachhaltigkeit ist Leben in begrenzter Unendlichkeit“. Innerhalb dieser Grenzen muss man nachhaltig agieren, damit die folgenden Generationen auch noch ein Auskommen haben.
Dafür gibt es 2 Konzepte: das der Bedürfnisse und das der Begrenzung. Landwirtschaft kümmert sich um Befriedigung von Bedürfnissen und sie tut das innerhalb ihrer begrenzten Ressourcen. Deshalb ist die Landwirtschaft für Narodoslawsky der Schlüsselsektor für Nachhaltigkeit - sie kann allerdings nicht die alleinige Lösung sein! Die Ressourcen dieser Welt sind begrenzt, ausser der Sonnenenergie, die über Fläche nutzbar ist. Daher ist das Maß des Fußabdrucks die Fläche. Der Fußabdrucksrechner der TU Graz bezieht den ganzen Lebenszyklus der Produkte ein, also auch die Vorleistungen wie Düngemittel und Futtermittel. Basis der Berechnungen sind die Standarddeckungsbeiträge. Am Beispiel Mais zeigt sich, daß Bio-Mais 6x weniger umweltbelastend ist als konventioneller Mais. Bio-Landbau ist bei allen überprüften Produkten um ein vielfaches besser im ökologischen
Druck: die Reduktion des ökologischen Drucks zwischen Bio-Produkten und konventionellen Produkten liegt je nach Produkt zwischen Faktor 2 und 13! Der Unterschied liegt va. in der Düngung und im Pflanzenschutz, die in der Produktion vom Energieeinsatz sehr aufwändig sind. In der biologischen Landwirtschaft ist der Maschineneinsatz der Bereich mit dem größten ökologischen Druck.
Bio-Landwirtschaft ist bereits Teil der Lösung beim Thema Klimaschutz, sie muss jetzt zusätzlich auf erneuerbare Energien setzen und mehr speicherbare Energie erzeugen. Ebenfalls nötig sind laut Narodoslawsky wirklich enge Kreisläufe gerade auch beim Vertrieb von den in der Bio-Landwirtschaft erzeugten Lebensmittel. Wobei Narodoslavsky klar darauf hinweist, daß das intensiv genutzte Argument der Regionalität zum Thema ökologischer Fußabdruck kaum einen wichtigen Beitrag leistet (Der Transport einer Bio-Tomate aus Spanien ist ökologisch sinnvoller als im Glashaus erzeugte „regionale“ konventionelle Tomate). Regionalität ist aber entscheidend wichtig, wenn es um die Nähe zwischen Konsumenten und Erzeuger geht.
Jeder Landwirt kann sich seinen Betrieb selbst ansehen – und entsprechende Veränderungen einleiten.
W mehr lesen... www.fussabdrucksrechner.at

Landesrat Rudi Anschober präsentierte als letzter Vortragender sein Buch „Das grüne Wirtschaftswunder“, das Möglichkeiten zu einer Energierevolution beschreibt. Damit sich die Erde nicht um mehr als „verträgliche“ 2% erwärmt, müssen 80% der aktuellen Emissionen eingespart werden. Trotz zahlloser Klimakonferenzen steigen die Emissionen aber nach wie vor. Wie kann eine so drastische Reduktion der Emissionen erreicht werden?
Landwirtschaft kann einen wesentlichen Beitrag leisten, die Reduktion von Fleischkonsum wurde in den letzten Wochen von Landesrat Anschober ebenfalls als eine Möglichkeit thematisiert. Erneuerbare Energieträger und weniger Energieverbrauch seien weitere Säulen, um Klimaziele zu erreichen. In OÖ wurden sehr engagierte Klimaziele in der Landesregierung beschlossen, die aktuell überprüft werden: so sinkt der Energiebedarf in OÖ beispielsweise 1,5 % pro Jahr. Kernziel ist, den Energieverbrauch in OÖ bis 2030 um 40% zu senken! Und obwohl die Trendumkehr von steigendem Energieverbrauch zu sinkenden Werten erreicht wurde ist hier noch viel Einsparungspotential offen. Informationsweitergabe an Endverbraucher, Industrie und Produktion ist dazu noch stärker nötig. Der Ausbau von erneuerbarer Energie ist eine weitere wichtige Säule. In OÖ haben wir bereits 36% erneuerbare Energiequellen, auch hier sollen zusätzliche Impulse gesetzt werden. Windenergie ist zB. in OÖ sehr schlecht ausgebaut, da durch die Zersiedelung viele Schutzzonen bestehen. Hier sind neue Lösungsansätze in Arbeit, die größere Windparks in OÖ zulassen. Auch Solarstromerzeugung ist sicher noch massiv ausbaubar, hier ist Österreich im Vergleich zu Nachbarländern stark im Rückstand. Erste Initiative ist das Projekt „Solarschulen“, bei dem die Schulen den eigenen Strom erzeugen und das Thema auch in den Unterricht integriert wird. Bürger-/innenkraftwerke sind ebenfalls in Planung, ebenso wie der Ausbau der Photovoltaik bei öffentlichen
Verwaltungsgebäuden. Auch Privaten soll das Anbringen von Photovoltaik erleichtert werden: mehr Information, bessere Förderungen und Entbürokratisierung der Anträge.

Rückfragehinweis:
BIO AUSTRIA OÖ
Mag. Sigrid Weissengruber
Auf der Gugl 3
4021 Linz
E sigrid.weissengruber@bio-austria.at

Dokument zum Download

Downloads


BIO AUSTRIA auf Twitter
BIO AUSTRIA auf Facebook
BIO AUSTRIA auf
Facebook und Twitter
© 2006 BIO AUSTRIA - Netzwerk der österreichischen Biobäuerinnen und Biobauern
Home | Sitemap | Impressum
BIO AUSTRIA - Oberösterreich, Auf der Gugl 3, A-4021 Linz, T +43(0)50/69 02-14 20, F +43(0)50/69 02-14 78, E oberoesterreich@bio-austria.at