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Projekt Intensivweide zur Ampfersanierung – Zwischenbilanz

Foto: © Bio Ernte Steiermark

Das Bio-Institut vom LFZ Raumberg – Gumpenstein betreut zusammen mit BIO AUSTRIA das Projekt Weide-Ampfer. In der Steiermark wurden 2009 sechs Bio Ernte Steiermark Betriebe von der Grünlandberatung betreut.

Projektinhalt
Eine stark ampferbelastete Fläche wird die gesamte Vegetationszeit über intensiv beweidet, sodass eine durchschnittliche Wuchshöhe von 5 bis 8 cm nicht überschritten wird. Ein zeitiger Austrieb ist dabei Voraussetzung für das Gelingen: Sobald die Flächen ergrünen, müssen die Tiere auf die Weide um sich einerseits an die Futterumstellung zu gewöhnen und andererseits die Gräser beim Bestocken zu fördern. Zusätzlich wird 3 mal im Jahr mit Wiesenrispengras (je 5 kg/ha) nachgesät, einem ausdauernden trittresistenden Gras. Dichte Pflanzenbestände sind die Voraussetzung für Ampferfreiheit!

Es steht mittlerweile fest, dass eine gezielte Weideführung den Ampferbesatz reduzieren kann. Im Praxisversuch wird nun erhoben, welche Voraussetzungen für den Erfolg vorliegen müssen. Es gibt etwa noch offene Fragen nach der optimalen Weidedauer (1 bis 2 Jahre), Wuchshöhe, Nachsaat, Bodenbeschaffenheit u.s.w.

Umsetzung auf den Projektflächen
Die Projektflächen liegen in unterschiedlichen Bezirken der Steiermark: Graz, Weiz, Judenburg, Liezen und Voitsberg. Je nach Klimagegebenheit verschiebt sich der Weidebeginn. So beginnt der Austrieb in Graz Mitte März (LFS Alt-Grottenhof) und in Admont - Buchau erst Ende April. Die Aufwuchshöhe soll konstant bei 5 bis 8 cm bleiben, dazu sind regelmäßige Wuchshöhenmessungen mit der Deckelmethode notwendig, um die Tieranzahl oder das Flächenausmaß anzupassen.

Erste Erfahrungen
Es hat sich gezeigt, dass die gesäte Wiesenrispe im ersten Jahr noch nicht sichtbar ist, Keimlinge sind jedoch anzutreffen. Stark zugenommen haben Weißklee und Englisches Raygras, auch im Berggebiet. Insgesamt waren die Bestände im Herbst dichter als im Frühjahr und ausgewachsene Ampferpflanzen merklich geschwächt. Die Anzahl an Ampferpflanzen konnte auf allen Flächen reduziert werden, jedoch treten viele Herbstkeimlinge auf, die im folgenden Jahr wieder stark verbissen werden müssen. Alle Projektbetriebe waren sich einig, dass ein Jahr alleine nicht ausreicht, um den Ampfer entscheidend zu verdrängen, aber bereits deutliche Verbesserungen zu erkennen sind. Wichtig ist, die auswachsenden Ampferpflanzen stehen zu lassen, denn nur dann erschöpfen sie sich und sterben ab. Die entstehenden Kindel (Nebentriebe) werden bei entsprechendem Weidedruck von den Tieren verbissen. Frühjahrskeimlinge wachsen nur dann vollständig auf, wenn es entsprechende Weidepausen gibt oder ein Mähschnitt eingeschoben wird.

Daten Weideprojekt 2009 zum Download:

Nähere Infos:
Bio Ernte Steiermark
DI Wolfgang Angeringer
M +43(0)676/842 214 413
E wolfgang.angeringer@ernte.at

Downloads


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