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VN Biogarten-Bericht vom 3.5. - Von Liebes- oder Pradiesäpfeln

Foto © BIO AUSTRIA

(von BIO AUSTRIA, Hanni Lins)
Tomaten schmecken und lassen sich gut im heimischen Garten anpflanzen.......

Bericht
Tomaten stammen aus Mittel- und Südamerika und kamen im 16. Jahrhundert mit den spanischen Eroberern nach Europa. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts hielten sie Einzug in unsere Gärten und wurden schnell zu einem beliebten Gemüse. Tomaten enthalten viel Vitamin C, Mineralsalze sowie natürliche Fruchtsäuren. Sie gehören zu den Nachtschattengewächsen und sind mit Kartoffeln und Paprika verwandt.

Anbau
Tomaten lieben als einziges Gemüse einen Stammplatz, das heißt, sie gedeihen am besten, wenn sie jedes Jahr am gleichen Platz wachsen dürfen. Sie entwickeln sich gut und gesund, wenn sie mit ihren eigenen Abfällen gedüngt werden.
Tomaten sind sonnen- und lichthungrig und durstig, stellen hohe Temperaturansprüche, an Böden sind sie nicht so wählerisch. Grundsätzlich sind alle Gartenböden für den Anbau geeignet. Empfindlich reagieren Tomaten auf stauende Nässe.
Aufgrund ihres erstaunlichen Formen- und Farbenreichtums haben sie sich zur Symbolpflanze der Sortenvielfalt entwickelt. Sie haben die Wahl zwischen Salattomaten, Cocktailtomaten, Fleisch- und Saucentomaten und auch Wildtomaten: rote, violette, gelbe, grün gestreifte, orange, braunrote, gelbe, weißgelbe und dunkelrosa Früchte, kleine runde, große herzförmige, flachrunde, breitovale, birnenförmige, dickliche und längliche Formen. Man kann unter bunten Namen wie Dattelwein, Green Zebra, Goldene Königin, Zuckertraube, Gelbe Johannisbeere, Ochsenherz, White Beauty, Lilac, Yellow Submarine und viele mehr wählen. BIO Bäuerin Daniela Kohler aus Buch hat rund 40 verschiedene Sorten angesät.
Im Garten empfiehlt es sich, die Tomaten erst nach den Eisheiligen auszupflanzen. Die Pflanzen möglichst tief (bis zum ersten Blattpaar) einsetzen und gut einwässern. Pflanzenabstände im Freiland circa 100 x 50 Zentimeter, im Gewächshaus 75 x 50 Zentimeter. Hier gilt es, auf das Fruchtzeichen nach Maria Thun zu warten, ab besten auch in der günstigen Pflanzzeit.
Paradeiser sind sehr wärmebedürftig, brauchen einen warmen, sonnigen Standort. Sie sind sehr frostempfindlich. Sie sind Starkzehrer, lieben einen gut mit Mist und Kompost gedüngten Boden. Auch Brennessel- und Beinwelljauchen im Hauptwuchs Juni bis Juli fördern ein gesundes und kräftiges Wachstum. Achtung beim Gießen - nur beim Anpflanzen und die erste Zeit bis zum guten Anwurzeln brauchen die Tomaten regelmäßig Wasser. Die Pflanzen bilden ein sehr großes Wurzelsystem, wenn sie sich nach Wasser in der Erde richten müssen. Bei zu wenig Wasser neigen die Früchte zum Platzen.

Stützen
Sehr verbreitet und auch einfach ist das Aufziehen mit Schnüren. Diese werden am Fuß der Pflanze befestigt. Achten Sie auf eine dicke Schnur, damit sich die Pflanzen daran gut festhalten können. Wichtig bei Tomaten ist das "Ausgeizen". Damit die Triebe nicht zu groß werden, geizen Sie nur bei trockenem Wetter aus, am besten morgens, dann trocknen die Wunden tagsüber gut ab. Achten Sie besonders darauf, den Haupttrieb nicht zu verletzen.
Daniela Kohler macht das idealerweise beim Zeichen Frucht und mindestens alle zehn Tage einmal, um ein optimales Wachstum zu erzielen. Zu einer idealen Luftzirkulation ist auch das Entblättern erforderlich. Hier werden die untersten Blätter entfernt, sofern sie auf dem Boden aufliegen. Zur Pflege gehört unbedingt auch ein regelmäßiges Mulchen mit Stroh oder Grasschnitt.

Veröffentlicht
BIO AUSTRIA Vorarlberg
T 05574/53753-16
E ruth.wechner@bio-austria.at



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