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US-Studie zur Gefährlichkeit von Pestiziden und Nitraten

Foto: © Pixelio.de

Eine neue, in dem renommierten Journal Acta Paediatrica publizierte Studie belegt, dass durch Agrochemikalien verseuchtes Trinkwasser in Zusammenhang mit Geburtsdefekten steht.

Durch Agrochemikalien verseuchtes Trinkwasser steht in Zusammenhang mit Geburtsdefekten.

Obwohl die in dem renommierten Journal Acta Paediatrica publizierte Studie keine direkte Ursache-Wirkungs-Beziehung zeigt, erlauben die Ergebnisse doch einen Zusammenhang zwischen Fehlbildungen und Umweltgiften herzustellen. In der US-Studie wurden 30 Millionen Kinder, die zwischen 1996 und 2002 geboren wurden, untersucht. Dabei zeigte sich, dass bei jenen Kindern, die zwischen April und Juni gezeugt wurden, gehäuft Fehlbildungen wie u.a. Lippenspalte, Down Syndrom und offener Rücken auftraten. Da in den Monaten April bis Juni in den Oberflächengewässern die höchsten Konzentrationen an Nitraten und Pestiziden (z.B. für das Herbizid Atrazin) gemessen werden, vermuten die Autoren der Studie einen direkten Zusammenhang mit den Fehlbildungen. Dieser Zusammenhang hat sich auch dann bestätigt, wenn andere Risikofaktoren für Fehlbildungen, wie höheres Alter der Mutter, Rauchen und Alkoholkonsum sowie Diabetes berücksichtigt wurden. Dass Nitrate und Pestizide Fehlbildungen verursachen können, gilt als gesichert.

Obwohl Atrazin in Europa schon mehrere Jahre verboten ist, kann das Herbizid noch immer im Grundwasser nachgewiesen werden.

Agrichemicals in surface water and birth defects in the United States

Dokument zum Download:

Literatur: Winchester PD, Hskins J, Ying J: Agrichemicals in surface water and birth defects in the United States. Acta Paediatrica, Vol. 98:664-669, 2009

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Claus Holler



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