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Sie befinden sich hier: KONSUMENTEN Was ist Bio? Gentechnik Kleine Chronologie der Grünen Gentechnik

Kleine Chronologie der Grünen Gentechnik

Foto: © BIO AUSTRIA

Die geschichtliche Chronologie der Grünen Gentechnik ist letztendlich auch eine Chronologie des Widerstandes von Konsumentinnen und Konsumenten.

  • 1953 entschlüsseln die Wissenschafter James Watson und Francis Crick die DNA und setzen damit den Grundstein für alle weiteren Entwicklungen in der Gentechnologie.
  • 1972 wird das erste Bakterium gentechnisch verändert
  • 1986 werden die ersten Versuche mit gentechnisch veränderten Pflanzen durchgeführt
  • 1994 beginnt in den USA die Kommerzialisierung gentechnisch veränderter (transgener) Pflanzen. Die sogenannte „Anti-Matsch-Tomate“ soll den KonsumentInnen Appetit auf Gentechnik machen. Die transgene Tomate ist allerdings ein Flop und wird wieder vom Markt genommen.
  • Im Jahr 1996 wird in den USA erstmals gentechnisch veränderte Soja geerntet und auch in die EU exportiert. Heute importiert Österreich ca. 600.000 Tonnen Soja pro Jahr zur Herstellung konventioneller Futtermittel. Die Soja ist dabei zu durchschnittlich 80 % genmanipuliert.
  • 1997 unterschreiben mehr als 1,2 Millionen ÖsterreicherInnen das Gentechnik-Volksbegehren und unterstützen damit die Forderung nach Gentechnik-freie Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion sowie gegen Patente auf Leben.
  • 1997 erlässt Österreich das erste nationale Verbot für den Gentechnik-Mais BT176, der EU-weit bereits zugelassen war. Es folgen drei weitere für die Maissorten MON810 und T25, sowie den Raps GT73.
  • 1999 tritt auf Grund vieler nationaler Verbote von auf EU-Ebene zugelassenen Gentech-Pflanzen das sogenannte „Moratorium“ in Kraft: Einige Mitgliedstaaten – darunter auch Österreich – blockieren die Neuzulassung von Gentech-Pflanzen.
  • 2003 treten neue EU-Verordnungen über die Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit von genmanipulierten Lebens- und Futtermitteln in Kraft. Damit werden einige Lücken geschlossen, z. B. müssen in Zukunft auch Öle aus genmanipulierten Samen gekennzeichnet werden. In der Folge fällt das EU-Moratorium auf Neuzulassungen.
  • 2005 und 2006 versucht die EU-Kommission die nationalen Importverbote Österreichs auszuhebeln, Österreich bekommt jedoch beide Male von der Mehrheit der EU Mitgliedsstaaten die Unterstützung. Die Verbote bleiben aufrecht.
  • 2006, 10 Jahre nach dem Beginn der Kommerzialisierung von genmanipulierten Pflanzen, werden weltweit auf ca. 100 Mio. Hektar genmanipulierte Pflanzen angebaut. Das sind 100 Mio. Hektar zuviel, aber die Details trüben die Erfolgsstory der Gentechnik-Industrie: Es gelingt kaum neue Gentechnik-Pflanzen zu etablieren und der Großteil des Gentechnik-Anbaus findet nach wie vor in einigen wenigen Staaten statt.


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