Bio-Kontrolle
|
|
Foto: © BLE, Bonn,Thomas Stepahn
|
Biobauern, Verarbeiter, Lieferanten und Händler von Bio-Produkten: Alle sind eingebunden in ein einzigartiges Kontrollsystem.
Kontrolle am Bio-Betrieb
Am Bio-Betrieb werden artgemäße Tierhaltung und biologischer Pflanzenbau kontrolliert.
Fachlich ausgebildete Kontrolleure sorgen dafür, dass zum Beispiel
- Gemüse nicht mit chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln in Berührung kommt
- das Saatgut aus biologischer Landwirtschaft stammt
- keine leicht löslichen mineralischen Dünger in den Boden gelangen
- Tiere regelmäßigen Auslauf ins Freie und Weidegang haben
- Nur biologisches Futter eingesetzt wird
Kontrolle in Verarbeitungsbetrieben und bei Lieferanten
Eine sogenannte "Warenfluss-Kontrolle" im Bereich der Ein- und Ausgänge sorgt dafür, dass es bei den Rohstoffen zu keinen wundersamen Vermehrungen kommt.
So muss die versiegelte Lagerung von biologischen Produkten gewährleistet sein und die Verarbeitung getrennt von konventioneller Ware erfolgen.
Sämtliche Roh- und Zusatzstoffe werden auf ihre Gentechnikfreiheit hin kontrolliert. Synthetische Farbstoffe, Geschmacksverstärker, künstliche Aromen, Stabilisatoren oder synthetische Süßstoffe sind bei der Verarbeitung von Bio-Lebensmittel strikt verboten.
Kontrolle im Handel
Im Handel sind all jene, die biologische Waren aufbereiten und verarbeiten kontrollpflichtig.
Einzelhändler, die bereits verpackte und etikettierte Ware verkaufen, sind nicht kontrollpflichtig.
Mindestens jährlich wird kontrolliert
Die Kontrolle erfolgt mindestens einmal jährlich auf allen Bio-Betrieben.
Verstöße gegen die Richtlinien werden – je nach Schwere des Vergehens – geahndet. Die Sanktionen reichen von einer einfachen Verwarnung bis hin zur Aberkennung des Bio-Status.