Nyeleni Forum 2011 in Krems
BIO AUSTRIA nimmt am ersten Europäischen Forum für Ernährungssouveränität vom 16. – 21. August teil.
Nyeleni
Das Forum wurde 2007 von Ibrahima Coulibaly, Bauer in Mali, ins Leben gerufen und fand erstmals im Dorf Nyeleni statt. Gestern hat Coulibaly das erste Europäische Forum in Krems eröffnet und die Symbole für Fruchtbarkeit und Produktivität - Erde, Samen und Wasser - an eine Vertreterin der europäischen Bauernschaft, Geneviève Savigny, übergeben.
Rund 600 Bauern, Bäuerinnen, KonsumentInnen sowie MitarbeiterInnen von umwelt- und entwicklungspolitischen NGOs und GewerkschafterInnen aus mehr als 30 europäischen Ländern werden bis Sonntag, dem 21. August die Gelegenheit nützen, Erfahrungen auszutauschen und Netzwerke zu bilden. Gemeinsam werden Vorschläge zum Schutz kleiner, regionaler Kreisläufe und nachhaltiger Produktionsmethoden erarbeitet und präsentiert.
Ziele
Ziel des Nyeleni Forums 2011 ist die Versorgung aller Menschen mit gesunden Lebensmitteln, der Schutz der natürlichen Ressourcen und der Fortbestand von Millionen kleinbäuerlichen Betrieben in Europa. Das Konzept der Ernährungssouveränität stellt eine Alternative für ein zukunftsfähiges Landwirtschafts- und Ernährungssystem dar, das sich nicht vorrangig an Konzern- und Profitinteressen und am Ziel der globalen Wettbewerbsfähigkeit orientieren darf. Die Delegierten in Krems arbeiten daher auch daran, wie Ernährungssouveränität in der neuen GAP verankert werden kann.
Markt der Ideen
Freitag von 16 - 22 Uhr ist der Pfarrplatz Krems ein offener Marktplatz für alle, ein Raum, der die Inhalte des Nyeleni Europe Forums für Ernährungssouveränität wiedergibt und Platz schafft für Ideen, Diskussion und Erfahrungsaustausch rund um
Kernthemen wie Ernährung und Landwirtschaft. Gemeinsam mit anderen Organisationen und Initiativen präsentiert auch BIO AUSTRIA ihre Anliegen und lädt die BesucherInnen ein, sich zu informieren, mitzumachen und mitzudenken.
Ergänzt wird das Programm durch kulinarische und musikalische Spezialitäten sowie
Straßentheater, Filme und Ausstellungen.
Filmvorführungen
Freitag im Pfarrsaal
- 18:00 Uhr"Zukunft säen – Vielfalt ernten! Saatgut bleibt Gemeingut"Ella von der Haide, 35 Min, 2010, deutsch mit englischen Untertiteln
Saatgut ist unser aller Lebensgrundlage. Monopolisierung und geistige Eigentumsrechte führen zu Abhängigkeiten und dem Verlust der lebendigen Vielfalt an Kulturpflanzen - weltweit. Der Film ist im Rahmen der gleichnamigen Tagung im März 2010 in Graz entstanden.
- 19:00 Uhr„Was essen wir 2020?"45 min, 2010, deutsch
Eine Gruppe junger Personen, hauptsächlich bestehend aus Studierenden in Wien, zog im Sommer 2010 für drei Wochen mit Traktor, Theaterwagen und Fahrrädern durch Oberösterreich und bot Spektakuläres zum Thema „Was essen wir 2020". Der Film erzählt von ihrer Reise.
- 20:00 Uhr„Hühnerwahnsinn - Wie Europas Exporte Afrika schaden"Marcello Farragi, 28 Min, 2006, deutsch
Europas Hühnerüberschüsse als Fast Food für Afrika: Zu Dumpingpreisen wird in Mittel- und Zentralafrika gefrorenes Hühnerfleisch angeboten.
- 21:00 Uhr„Essen fassen. Ein Dokumentarfilm Überlebensmittel"Liesa Kovacs et al., 30 Min, 2008, deutsch
Einerseits existiert (in Österreich) massiver Überfluss, auf der anderen Seite ein eindeutiger Mangel. Nicht nur die private Wegwerfmentalität vieler, auch die Politik der Supermärkte und GroßhändlerInnen macht die krassen Unterschiede deutlich.
Nähers unter:
http://www.nyelenieurope2011.net






