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PRESSE
Bio ist bessere Qualität mit mehr VerantwortungIn Österreich arbeiten 20.102 Biobäuerinnen und Biobauern auf einer Fläche von 383.756 Hektar an der Ökologisierung der österreichischen Landwirtschaft und der Produktion von hochqualitativen Bio-Lebensmitteln. Das entspricht 14,5 % der Landwirtschaftsbetriebe und 16,3 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche in Österreich. Bio-Lebensmittel zeichnen sich dadurch aus, dass sie ohne Einsatz von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln produziert werden, dass sie bei Vergleichsproben mit konventionellen Lebensmitteln deutlich weniger Nitratrückstände aufweisen und dass sie nahezu frei von künstlichen Aromen, Farbstoffen und Geschmacksverstärkern sind. BIO AUSTRIA veröffentlichte im Frühjahr 2009 eine Broschüre „Bio-Landbau: Basis für gesunde Lebensmittel“, die die gesundheitsfördernden Faktoren von Bio-Lebensmitteln ausführlich beschreibt:
Bio-Lebensmittel punkten demnach durch ihre streng kontrollierte und garantierte Qualität und gerade angesichts der laufenden Diskussion über Lebensmittelimitate mit ihrer Natürlichkeit und Echtheit. Darüber hinaus bildet der CSR-Wert (Corporate Social Responsibility) für die Bio-KonsumentInnen einen wichtigen Mehrwert bei ihrer Kaufentscheidung. Das betrifft u.a. die Bedeutung der Bio-Landwirtschaft für die Region und das Lebensmittelhandwerk sowie für die Umwelt und den Klimaschutz. Die heute veröffentlichte britische Studie, wonach Bio-Lebensmittel im Vergleich mit konventionellen Nahrungsmitteln weder gesünder noch ernährungstechnisch besser abschneiden, hat den möglichen Einfluss von Lebensmittelverunreinigungen wie Pestizide und Fungizide sowie den Einfluss von Umweltfaktoren auf die Gesundheit in der landwirtschaftlichen Produktionsmethodik definitiv ausgeschlossen. Demgegenüber hat selbst die Europäische Kommission bereits 2006 festgestellt, dass „der langfristige Einsatz von Pestiziden zu schweren Störungen des Immunsystems, Krebs, sexueller Disfunktion, Unfruchtbarkeit, Fehlgeburten, Schäden am Nervensystem und der genetischen Substanz führen kann.“ Der Fokus der Zusammenfassung der Studie lag auf dem Einfluss einzelner Lebensmittelinhaltsstoffe auf die Gesundheit. Zusammenhänge des Einflusses der gesamten Ernährung auf die Gesundheit inklusive der landwirtschaftlichen Produktion wurden nicht untersucht. Was in der Studie demnach fehlt, ist die Darstellung des Zusammenhangs von Produktqualität und Prozessqualität. Bio-Lebensmittel erfüllen in beiden Bereichen höchste Ansprüche. Die Schaffung, Bearbeitung und Erhaltung von Lebensräumen in der landwirtschaftlichen Produktion haben einen direkten Einfluss auf die Gesundheit. Das gilt insbesondere für die Mehrwertleistungen der Bio-Landwirtschaft im Bereich Bodenschutz, Schutz des Trinkwassers, Förderung der Arten- und Sortenvielfalt, Klimaschutzleistungen, und die artgerechte Tierhaltung. „Wenn über Gesundheit eines Lebensmittels diskutiert wird, muss auch die Produktionsseite betrachtet werden, die sehr wohl gesundheitsrelevante Auswirkungen auf Mensch und Umwelt hat, gerade auch was den Einsatz von Pestiziden am Acker und am Feld anlangt. Gerade hier wäre es wünschenswert, Studien mit ähnlich hohen Ansprüchen durchzuführen, wie sie in der publizierten Analyse vorgeben sind: beispielsweise Auswirkungen von Pestiziden und Pestizidcocktails auf Produktqualität oder auch die Auswirkungen von GVO in Lebensmitteln auf den menschlichen Organismus “, so Claus Holler, BIO AUSTRIA Gesundheits- und Ernährungsexperte.
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