Bewusste Auswahl der Lebensmittel in Großküchen trägt zum Klimaschutz beiDas für den Österreichischen Klimaschutzpreis nominierte Projekt SUKI bestätigt: Bio und regional und saisonal ist optimal. Wien (OTS) – „Mehr als 20% der ÖsterreicherInnen verpflegen sich außer Haus, mit steigender Tendenz. 48% - 82% der CO2-Emissionen der im Projekt SUKI untersuchten Großküchen entfallen auf die für die Produktion der Lebensmittel eingesetzte Energie. Der größte Anteil der CO2-Emissionen entfällt in den österreichischen Küchen mit etwa 60%-70% auf Fleisch. Mit einer Reduktion des Fleischeinsatzes und der verstärkten Verwendung von biologischen, regionalen und saisonalen Lebensmitteln kann eine Großküche ihre CO2-Emissionen wesentlich reduzieren.Die Ergebnisse des Projekts SUKI (Sustainable Kitchen) zeigen sowohl Großküchen, Gastronomiebetrieben, als auch privaten Haushalten einen Weg zu einer klimaschonenden und gesunden Ernährung“, fasst DI Diederik de Neef von der RMA (Ressourcen Management Agentur) die Ergebnisse des für den Österreichischen Klimaschutzpreis nominierten Projekts zusammen. Claus Holler, verantwortlich für Gemeinschaftsverpflegung bei BIO AUSTRIA: „Erstmals liegen sämtliche klimarelevante Daten der gesamten Produktionskette vom Feld bis auf den Teller vor – eine wichtige Hilfe bei der Sensibilisierung von EntscheidungsträgerInnen und der Entwicklung von nachhaltigen, klimarelevanten Maßnahmen. SUKI belegt: Bio und regional und saisonal ist optimal“. MR DI Alois Posch, Abteilungsleiter der Abteilung II/7 -Biologische Landwirtschaft und Benachteiligte Gebiete- ergänzt: „Die Biologische Landwirtschaft ist wegen ihrer Umweltleistungen ein wichtiges Element der Kyoto-, Biodiversitäts- und Nachhaltigkeitsstrategie und spielt eine Schlüsselrolle bei der Senkung klimarelevanter Emissionen in Österreich. Nicht nur die Landwirtschaft selbst, auch KonsumentInnen und ihr Verhalten spielen hierbei eine zentrale Rolle. Die Gemeinschaftsverpflegung mit täglich 1,5 Mio. produzierten Speisen ist ein wichtiger Hebel zur Erreichung unserer Ziele“.
Bio und regional und saisonal ist optimal Neben der Herkunft und der landwirtschaftlichen Produktionsmethode beeinflusst auch der Verarbeitungsgrad die CO2-Emissionen: Je höher verarbeitet, umso höher die Emissionen. Daher sollten die Küchen möglichst viele Speisen frisch zubereiten. So hat z.B. Convenient-Kartoffelpüree deutlich höhere CO2-Emissionswerte als frisch zubereitetes Kartoffelpüree.
Handbuch für Großküchen Maßnahmen zur CO2-Einsparung leisten die Großküchen nicht nur einen Beitrag zum Klimaschutz, sie beeinflussen durch ihre Vorbildwirkung das Ernährungsverhalten der KonsumentInnen und forcieren dadurch gesunde und nachhaltige Ernährung. Kinder in Kindergärten und Schulen, PatientInnen in Krankenanstalten und ältere Personen in Pensionistenwohnheimen als wichtige KundInnen von Großküchen setzen einen besonders verantwortungsvollen Umgang bei der Zusammenstellung der Ernährung voraus.
SUKI – nominiert für den Österreichischen Klimaschutzpreis
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