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Kannibalismus bei Ferkeln

Foto: © BIO AUSTRIA

Manche Ferkel- oder Mastpartien fallen auf, weil sie so nervös und „überspannt“ sind. Sie beginnen manchmal, an den Schwänzen anderer Tiere herumzukauen. Dadurch können auch schwere Verletzungen entstehen. Wie bekommt man dieses Problem in den Griff?

Unbedingt müssen als erster Schritt die Bedingungen in der Tierhaltung geprüft und verbessert werden, dazu zählen:

  • Rationsüberprüfung und Rationsoptimierung
  • Überprüfung und Instandsetzung der Wasserversorgung
  • Überprüfung und Verbesserung der Fütterungstechnik
  • Überbelegung abbauen
  • bei Bedarf Räudebehandlung
  • Herausnahme beißender Tiere

Darüber hinaus kann es trotzdem vorkommen, dass die Tiere nach wie vor gerne an Ohren oder Schwänzen anderer Tiere beißen.
Hier könnte der Einsatz von bitter schmeckenden Ölen oder Auszügen helfen.

  • Bitterorangeöl: wird mit Wasser soweit verdünnt, dass noch ein eindeutig bitterer Geschmack bleibt und auf verletzten Schwänze aufgesprüht.
  • Tinktura Amara : ist ein alkoholischer Auszug aus verschiedenen bitteren Kräutern u.a. Enzianwurzel, er wird mit Wasser etwas verdünnet und aufgesprüht.

Beide Produkte sind in der Apotheke erhältlich.

Wie bekommen Sie das Problem des Kannibalismus in den Griff?
Welche zusätzlichen Maßnahmen treffen Sie, um die Ferkel vom Schwanzbeißen abzuhalten?
Welche Ideen haben Sie dazu?


Kommentare zu diesem Artikel
21.01.2010 Mag. Manfred Wurzer
Kannibalismus

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