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Keine Angst vor der Ackerdistel!

Foto: © Andreas Sarg

Die Ackerdistel ist der Schrecken vieler Biobauern. Das muss nicht sein, doch sollte man über die Pflanze und ihre Eigenschaften Bescheid wissen.

Man sollte sich über die Ursachen der Verdistelung im Klaren sein und die Auswirkung der bisherigen Bewirtschaftung auf den Boden sowie die Standorteigenschaften des Ackers gut kennen.

Artikel BIO AUSTRIA Zeitung, 3/09 S 30 bis 33, Keine Angst vor der Ackerdistel!

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In stark verdistelten tiefgründigen Ackerflächen mit 50 bis 80 Trieben je m2 wurde eine unterirdische Wurzelmasse von bis zu 80 t Frischmasse je ha festgestellt. Damit werden der hohe Nährstoff- und Wasserbedarf der Ackerdistel verständlich.
Ideale Verhältnisse zur langjährigen Überdauerung in Ackerflächen findet die Ackerdistel an Grundstücksgrenzen.
Die Vermehrung und Verbreitung erfolgt meist über Wurzelteilstücke. Selbst kleine Stücke können mit den Bodenbearbeitungsgeräten leicht innerhalb, aber auch von einem zum nächsten Acker verbracht.
Die horizontal wachsenden Seitenwurzeln können sich unter günstigen Bedingungen zwei bis drei Meter pro Jahr ausbreiten, unter optimalen Verhältnissen wie zum Beispiel im Auboden wurden schon bis zu zehn Meter gemessen.
Werden diese zum Beispiel durch Hacken zerstört, kann die Ackerdistel aus den Brutknospen von dicken Seitenwurzeln viele neue Sproßtriebe bilden, um ihre Überlebenschance zu verbessern.

Die Ackerdistel in ihre Schranken verweisen
In den von der Bio Forschung Austria durchgeführten Versuchen zur Distelregulierung hat sich herausgestellt, dass eine kostengünstige und nachhaltige Bekämpfung der Ackerdistel über Entzug von Licht, Wasser und/oder Nährstoffen durch Kulturpflanzen erfolgt. Dies sind zum Beispiel folgende Maßnahmen:

  • Anbau von zwei- bis dreijähriger Luzerne an Standorten mit begrenzten Wasservorräten
  • Anbau von Mais, Zuckkerrübe und Hanf auf Standorten mit ausreichend Wasservorräten
  • Anbau von Winterwicke oder Wintererbse
  • Geprüftes gesundes Saatgut, günstige Anbautermine und sorgfältige Saatbettbereitung sind für die Hauptkulturen, Stoppelbegrünungen und Grünbrachen gleichermaßen notwendig

Welche Maßnahmen setzten Sie zur Regulierung?

Bitte charakterisieren Sie kurz Ihre Böden.

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