Bio Austria-Bauerntage: 1150 Teilnehmer/innen und 100 Referenten/innen

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Tierwohl-Leitfäden zur Selbstevaluierung präsentiert – Grabmann zu Bio-Neueinstiegen: Positiver Impuls für Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft.

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Wels (OTS) – Mit 1150 angemeldeten Teilnehmerinnen und Teilnehmern verzeichnen die BIO AUSTRIA-Bauerntage bei ihrer zwölften Ausgabe einen bisher unerreicht großen Publikumszuspruch und unterstreichen damit ihren Stellenwert als größte Weiterbildungsveranstaltung der biologischen Landwirtschaft in Österreich. Einhundert Referentinnen und Referenten werden heuer ihr Wissen und ihre Erfahrung mit den Besucherinnen und Besuchern teilen. „Bei der Auswahl der Referenten ist uns der Mix aus Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft und Forschung, Wirtschaft, Beratung und landwirtschaftlicher Praxis wichtig. Das ist maßgeblich, denn eine Weiterentwicklung der Bio-Landwirtschaft kann nur aus einer gedeihlichen, kontinuierlichen Zusammenarbeit all dieser Bereiche erfolgen“, betonte BIO AUSTRIA Obfrau Gertraud Grabmann heute, Dienstag, bei einer Pressekonferenz im Bildungshaus Schloss Puchberg bei Wels anlässlich des Beginns der BIO AUSTRIA-Bauerntage 2016.

Grabmann präsentierte bei der Pressekonferenz gemeinsam mit Christa Gröss, Leiterin Fachbereich Landwirtschaft bei BIO AUSTRIA, neu ausgearbeitete Broschüren zum Thema Tierwohl. „BIO AUSTRIA hat in Zusammenarbeit mit Expertinnen und Experten aus der Wissenschaft und Bäuerinnen und Bauern einen praxistauglichen Leitfaden für das Tierwohl entwickelt, mit dessen Hilfe anhand von tierbezogenen Indikatoren die aktuelle Situation am Betrieb von den Bäuerinnen und Bauern selbst rasch eingeschätzt werden kann. Diese Indikatoren zeigen, ob das jeweilige Haltungssystem den Bedürfnissen der Tiere entspricht“, erläuterte Gröss.
„Die Biolandwirtschaft ist mit dem Thema Tierwohl seit je her verbunden, ist Vorreiter auf diesem Gebiet. Dennoch sind wir kontinuierlich gefordert, neue Erkenntnisse aus der Forschung auf unseren Betrieben umzusetzen und uns auch in diesem Bereich weiterzuentwickeln. Mit den Leitfäden geben wir unseren Bäuerinnen und Bauern ein Werkzeug in die Hand, das ihnen hilft, in strukturierter, praxistauglicher und effizienter Form ihre Tiere zu beobachten und deren Wohl zu beurteilen“, betonte Grabmann.

Thema der Pressekonferenz war auch die hohe Zahl der Neueinstiege in die Bio-Landwirtschaft. Beinahe 2000 Betriebe haben im Rahmen des Herbstantrags 2015 einen Antrag zum Einstieg in die Maßnahme „Biologische Wirtschaftsweise“ im Rahmen des ÖPUL gestellt. „Damit werden wir einen beachtlichen Zuwachs von zehn Prozent bei der Anzahl der Bio-Betriebe erreichen. Die Biolandwirtschaft wird für immer mehr Bäuerinnen und Bauern die Bewirtschaftungsweise ihrer Wahl, das ist erfreulich und zeichnet den Weg, den die Landwirtschaft in Zukunft verstärkt gehen wird“, so die BIO AUSTRIA Obfrau, die auch betonte:

„Wir begrüßen alle Neueinsteiger in die ökologische Landwirtschaft und stehen als Verband gerne als Ansprechpartner für alle Fragen zur Verfügung.“ Für die Politik gelte es nun, mit dieser großen Zahl an Neueinsteigern verantwortungsvoll umzugehen und dies als positiven Impuls für eine weitere nachhaltige Gestaltung der Landwirtschaft zu nutzen, so Grabmann. Abschließend verwies die Obfrau auf die Notwendigkeit, den Anstieg in der Lebensmittel-Erzeugung kontinuierlich durch die Entwicklung von Absatzmöglichkeiten zu begleiten.

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  • Markus Leithner MSc.

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