Bio Austria-Schweinehalterinnen schauen auf’s Tierwohl

© BIO AUSTRIA / Wlcek
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Der BIO AUSTRIA Leitfaden „Tierwohl Schwein“ wurde zu Jahresbeginn erstmals verschickt. 45 Bio-Betriebe schauten sich daraufhin ihre Schweine genauer an und schickten ausgefüllte Erhebungsbögen retour.

Die Schweinehalter und -halterinnen, die den Erhebungsbogen ausfüllten, bilden die Breite des BIO AUSTRIA-Verbands ab: Die Hälfte der Betriebe sind Mastbetriebe, etwa ein Drittel kombinieren Mast und Zucht, 16 Prozent sind Ferkelerzeuger und zwei Betriebe haben zusätzlich zu Zuchtsauen und Mastschweinen noch Jungsauen genannt.

Von klein bis groß

Auch in der Betriebsgröße lässt sich die Bandbreite der Bio-Schweinehaltung erkennen. Es schickten sowohl Betriebe mit „nur“ einer Zuchtsau als auch einer mit 150 Zuchtsauen den Erhebungsbogen zurück. Die Anzahl der Mastplätze reicht von einem bis zu 250 Mastplätzen. Etwa ein Drittel der Antworten wurde bei der Auswertung „kleinen“ Schweinebetrieben (1-20 Mastschweine bzw. 1-10 Zuchtsauen), etwa 40 Prozent „mittleren“ (21-80 MS, 11-25 ZS) und ein Viertel „großen“ Betrieben (ab 81 MS, ab 26 ZS) zugerechnet.

Interessant für eigenen Betrieb

Nachdem so unterschiedliche Betriebe den Erhebungsbogen beantwortet haben, sagt eine Zusammenfassung über alle hinweg wenig aus. Nur einzelne Themen des Leitfadens ragen heraus. So gab es zum Beispiel keinen einzigen Bio-Betrieb, dessen Aufzuchtferkel Ohrenbeißen zeigen. Umso interessanter sind daher die Erkenntnisse, die man aus dem Erhebungsbogen für seinen eigenen Betrieb ziehen kann: Soll ich meine Zuchtsauen anders füttern, weil mehr als zehn Prozent zu mager sind? Wo kann ich zusätzliche Tränken anbieten, nachdem ich die empfohlene Anzahl nicht erreiche? Oder: Sollte ich mir einen Bolzenschussapparat für Nottötungen zulegen?
Einschulung nutzen!

Anhand der Antworten zeigte sich, dass auch „einfache“ Erhebungsbögen manchmal recht kniffelig sein können. So füllten einige Betriebe den Bereich „Ernährungszustand der Sauen“ aus, obwohl sie nur Mäster sind. Oder: Manch Ferkelerzeuger gab die Anzahl an Mastschweinen mit veränderten Schwänzen an. Und die Hälfte der „großen“ Mäster konnte nichts zur Lungengesundheit ihrer Schweine sagen. Meine Empfehlungen daher: Nutze die BIO AUSTRIA Seminarangebote zur Einschulung in den Tierwohl-Leitfaden im kommenden Bildungswinter!

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