Der Boden und sein Biobauer

Familie Brader-Schalhas mit einer BIO AUSTRIA Schautafel
© BIO AUSTRIA / M.Brader-Schalhas

Rund 140 BesucherInnen folgten der Einladung zum Vortrag „Der Boden und sein Biobauer“ am 24. August nach Reinsberg auf den Biohof „Grafenöd“ von Familie Prüller.

Der lebendige, gesunde Boden als Voraussetzung für gesunde Pflanzen, gesunde Tiere und damit auch für gesunde Lebensmittel war Kernthema des Abends.
Der Referent Sepp Braun, Biobauer und Bodenexperte aus Freising bei München gab sein Wissen sehr anschaulich weiter:
Er erläuterte die 3 Säulen der Bodenfruchtbarkeit: Bodenphysik, Bodenchemie und Bodenbiologie und betonte die Wichtigkeit einer ganzjährigen Bodenbedeckung sowie des Boden-Gefüges durch die Wurzeln zur Stabilisierung des Bodens.
Sepp Braun betreibt eine Minimal-Bodenbearbeitung, achtet auf 40 % Kleegras in der Fruchtfolge und Mischfruchtanbau mit Flach-, Tief- und Mitteltiefwurzlern, sowie auf eine Verringerung der Achslasten auf unter 5 Tonnen.
Er wies auf die Bedeutung des Aufschlusses der Mineralstoffe durch Bodentiere und Wurzelausscheidungen hin. Seit 2008 beschäftigt er sich mit Agroforst am eigenen Betrieb.
Auch der Regenwurm wurde gebührend erwähnt: rund 600 Regenwürmer pro m2 tummeln sich am Biolandhof Braun und produzieren rund 80 t Regenwurmhumus im Jahr. Sie graben 1440 m Röhren mit einem Volumen von 43.000 cm3 pro Quadratmeter!

Poldi Adelsberger, Sprecherin der BioRegion Eisenstraße und Vorstandsmitglied bei Bio Austria NÖ und Wien freute sich über das große Interesse: „Ein lebendiger Boden ist die Grundlage für gesunde Lebensmittel. Mit Sepp Braun konnten wir einen Experten gewinnen, der weiß, wovon er spricht – sein Wissen basiert auf genauen Beobachtungen der Natur und einer engen Verknüpfung mit der Forschung.“

Die Veranstaltung wurde von der BioRegion Eisenstraße in Kooperation mit Bio Austria NÖ und Wien organisiert.

Am Bild:
Otto Gasselich – Obmann Bio Austria NÖ und Wien, Leonie Prüller, Sepp Braun, Nikolaus und Eva Prüller, Poldi Adelsberger (vlnr)