Pressemeldung – Generalversammlung

Bio noch nicht da, wo es sein könnte!

Generalversammlung der Genossenschaft BIO Vorarlberg und Jahreshauptversammlung des Anbauverbandes BIO AUSTRIA Vorarlberg am 25.04.2019

• Stiftung fördert Biolandwirtschaft in Vorarlberg
• Vermarktung: Erstes Vorarlberger Biobier mit Vorarlberger Braugerste
• Vorarlberg hat geringsten Anteil an Bio-Betrieben
• Gesellschaft will regionale Bio-Lebensmittel

Stiftung fördert Biolandwirtschaft in Vorarlberg

Die private Stiftung „Üsa Bodo“ bringt gemeinsam mit der neuen Genossenschaft „die Landgenossen“ Bewegung in die Vorarlberger Bio-Landwirtschaft: Ziel ist es, die Vorarlberger Landwirtschaft biologischer zu gestalten. Im vergangenen Jahr bekamen landwirtschaftliche Betriebe, die auf biologischen Landbau umstellten, eine zusätzliche Prämie von € 300 pro Hektar. Die Genossenschaft sucht derzeit Biobetriebe für die weitere Zusammenarbeit. Aktuell fördert die Stiftung den Einsatz von Vorarlberger Bio-Fleisch und Bio-Feldfrüchte in der Gemeinschaftsverpflegung. Weitere Maßnahmen zur „Biologisierung“ der Vorarlberger Landwirtschaft und der Lebensmittelwertschöpfungskette sind geplant.

Vermarktung: Erstes Vorarlberger Biobier mit Vorarlberger Braugerste

Die Genossenschaft BIO Vorarlberg hat gemeinsam mit der Brauerei Fohrenburg sieben BIO AUSTRIA Betriebe gewinnen können, die im Jahr 2018 knappe 8 Hektar Bio-Braugetreide anbauten. Die Biobäuerinnen und Biobauern bekamen einen der höchsten Getreidepreise innerhalb der EU für das Urprodukt Bio-Gerste. Das Fohrenburger Braumeister Hofbier in regionaler Bio-Qualität ist seit Kurzem im Handel und in ausgewählten Gastronomiebetrieben erhältlich.

Vorarlberg hat geringsten Anteil an Bio-Betrieben

Alle anderen Bundesländer wirtschaften biologischer als Vorarlberg. Der Anteil an Biobetrieben und biologisch bewirtschafteter Fläche ist in Vorarlberg im österreichischen Vergleich am geringsten. Maßnahmen um die Landwirtschaft biologischer auszurichten fördert das Land Vorarlberg durch die Zuschüsse bei den Kontrollkosten, der Umstellung und der Bioberatung. Der Einsatz macht sich bezahlt, im Jahr 2018 gab es mehr Umstellungsberatungen und erfolgreiche Umstellungen auf „bio“ als in den Vorjahren. Die Rahmenbedingungen für eine ökologischere Landwirtschaft in Vorarlberg sind gestellt. Um aber in der biologischen Landwirtschaft zur Spitze in Österreich zu gehören, braucht es einen breiten Konsens zwischen allen beteiligten Akteuren entlang der Wertschöpfungskette und verpflichtende Bio-Vorgaben vonseiten der Politik.

Gesellschaft will regionale Bio-Lebensmittel

Regionale Bio Lebensmittel liegen im Trend. Laut Erhebung der RollAMA wird die Bedeutung von biologischen Lebensmitteln regionaler Herkunft noch wichtiger. Einer Studie der HBLFA Raumberg-Gumpenstein aus dem Jahr 2018 zufolge schätzen Jugendliche Bio-Lebensmittel besonders: 60% wollen in Zukunft mehr „bio“ konsumieren und 81% befürworten einen weiteren Bio-Ausbau in Österreich. Immer größere Teile der Gesellschaft wollen Verantwortung für eigenes Handeln übernehmen und wünschen sich ein dementsprechendes Lebensmittelsystem.

Kontakt:

BIO Vorarlberg & BIO AUSTRIA Vorarlberg
Montfortstraße 11/7
A-6900 Bregenz
T:+43-5574/44 777

&
www.biovorarlberg.at & www.bio-austria.at

 

Wir schauen aufs Ganze Die Biobäuerinnen und Biobauern