Rechnet sich meine Bio-Schweinemast?

© BIO AUSTRIA

Damit der Betriebszweig „Bio-Mast“ langfristig wirtschaftlich ist, reicht ein hoher Basispreis bei weitem nicht aus. Aber nur wer weiß, wo er das Geld liegen lässt, kann Änderungen vornehmen. Hiermit lade ich alle interessierten Bio-Mäster dazu ein, einen Arbeitskreis zu gründen!

Neben dem Erlös spielen in der Bio-Schweinemast viele andere Faktoren eine wichtige Rolle, ob sich dieser Betriebszweig rechnet. Das sind neben den Futterkosten je Kilogramm vor allem der Futterverbrauch je Kilogramm Zuwachs und die Höhe der Verluste. Zu schwer gemästete Schweine gehen aber auch ins Geld.

„Wer schreibt, der bleibt“

Die Kosten eines Kilogramms Universalmastmischung sind ja nicht schwierig zu berechnen. Aber: Wie viel davon haben meine Schweine gefressen? Noch genauer: Wie viel Fleisch haben sie damit angesetzt? Welche Mischung wurde also als Einstreu verschwendet? Und: Wie lange standen diese Schweine im Stall? Solche harten Fakten und Zahlen entscheiden am Einzelbetrieb über den Erfolg.

Wer macht es wie besser?

Daneben ist interessant, unter welchen Bedingungen andere Bio-Betriebe auch in schwierigen Jahren Gewinne machen. Haben sie eine besondere Fütterungstechnik? Wie vermeiden sie Tierverluste? Was machen sie besser und könnte ich das auch machen?

Arbeitskreis macht Arbeit und bringt Wissen

Natürlich muss man Daten sammeln und aufbereiten, um daraus etwas ablesen zu können. Die meisten sind aber schon vorhanden, müssen nur sortiert und in der Gruppe vereinheitlicht werden. Die Arbeit wird allerdings belohnt mit einem guten Überblick, wo man steht, und mit Vergleichen verschiedener Jahre. Nicht zuletzt bringt der Vergleich mit Anderen die eigenen Schwachstellen ans Licht.

Voraussetzungen für eine Teilnahme

Wer an einem Arbeitskreis teilnehmen möchte, muss folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Aufzeichnungen von biologischen Leistungsdaten sowie betriebswirtschaftlichen Daten in elektronischer Form
  • Bereitstellung dieser Daten einmal jährlich
  • Mitgliedsbeitrag von EUR 90,– pro Jahr (NÖ: 72,–)
  • Wahl eines/r Arbeitsgruppen-Leiters/Leiterin
  • Teilnahme an zumindest drei AK-Treffen im Jahr.

Die Gruppe schweigt

Klar dabei ist, dass die untereinander gezeigten Leistungs- und Betriebswirtschaftsdaten sensibel sind und die Gruppe nicht verlassen dürfen. Offenheit nach innen und Geschlossenheit nach außen sind Grundvoraussetzung! Eine Veröffentlichung von Einzeldaten erfolgt grundsätzlich nicht, jede teilnehmende Person bekommt nur seine eigenen Daten schriftlich zurück. Für den Fördergeber – das BMLFUW – werden nur Durchschnittsdaten aus der Gruppe einsehbar. Aus allen Arbeitskreisen Österreichs wird jährlich eine Broschüre erstellt, die nur in Druckform, nicht aber über das Internet, zu haben ist.

Interessierte bitte melden!

Welcher Mäster sich nun vorstellen kann, in einem Arbeitskreis dabei zu sein, der meldet sich bitte bei mir. Gerne erkläre ich Details auch noch am Telefon!

Kontakt:
Dr. Sonja Wlcek
T +43 2742 908 33-252
M +43 676 842 214 252
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