Anzeige
Bio-Wissen testen Onlineschoolungstool Konsument
Biomaps

Bodenbearbeitung

Foto: © BIO AUSTRIA
Foto: © BIO AUSTRIA

Geeignete Geräte zur Bodenbearbeitung im biologischen Landbau

Die Grundbodenbearbeitung soll als eine nicht wendende Lockerung der Mittelkrume erfolgen. Die natürliche Schichtung des Bodens soll erhalten bleiben.

Der Bereich der Mittelkrume, das heißt der Bereich zwischen 10 bis 30 cm ist für die Pflanzenernährung sehr wichtig. Hier werden die meisten Nährstoffe von der Pflanze aufgenommen. Meist ist aber genau dieser Bereich verdichtet, daher muss bei Beginn der Umstellung die Mittelkrume gelockert werden. Sie schafft Platz für Luft, Wasser und Wurzeln.

Die meisten Pflüge erfüllen die Anforderung einer nicht wendenden Lockerung der Mittelkrume aus mehreren Gründen nicht.

Das Traktorrad, das auf der Pflugfurche fährt, verdichtet den Boden.
Die Erdbalken können durch die Fliehkräfte beim Drehen nicht genügend gelockert werden.
Das tiefe Pflügen zerstört die natürliche Schichtung des Bodenlebens. In den verschiedenen Bodenschichten leben Organismen, die an diese Bodentiefe angepasst sind. Die Organismen können nach dem Wenden ihre speziellen Aufgaben nicht mehr erfüllen.

Geräte für die Grundbodenbearbeitung

Wühlpflug: Pflug, bei dem die Streichbleche abgeschraubt werden, der Boden wird nicht mehr gewendet, er wird optimal gelockert.
Schichtengrubber: Dieser hat Flügelschare, der Boden kann in größerer Arbeitsbreite gelockert werden
Rotorgrubber: Kombination aus Tiefenlockerung (Schichtengrubber) und Saatbettbereitung mit einem Rotorgerät (Zinkenrotor, Kreiselegge)
2-Schichtenpflug: Er lockert krumentief und wendet nur den Oberboden.

Geräte für die Oberbodenbearbeitung
Die Oberbodenbearbeitung, das heißt die Bearbeitung des Bodens bis maximal 15 cm Tiefe zur Stoppelbearbeitung und Saatbettbereitung, wird auch im biologischen Landbau mit den üblichen Geräten durchgeführt. Hier steht die Schonung der Krümelgare im Vordergrund. Dabei gilt der Grundsatz, dass gezogene Geräte bodenschonender als Zapfwellengeräte sind, weil damit der Boden an seinen natürlichen Risslinien auseinanderbricht.
Zapfwellengeräte sollten immer mit niedriger Drehzahl gefahren und auf Stützrädern abgestützt werden, damit kein Bearbeitungshorizont entsteht.