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Biomaps 2019

Bodenfruchtbarkeit

Foto: © BIO AUSTRIA
Foto: © BIO AUSTRIA

Die Erde ist ungefähr 12.000 Kilometer dick. Auf dieser gewaltigen Masse ist die fruchtbare Schicht von ca. 30 cm verschwindend dünn und doch wäre ohne sie das Leben auf der Erde undenkbar.

Für die Landwirtschaft ist die natürliche Bodenfruchtbarkeit der zentrale Erfolgsfaktor. Nur durch fruchtbare Boden können nachhaltig gute Erträge und eine hohe Pflanzengesundheit erzielt werden. Sie liefern keine Höchst- sondern Optimalerträge für den jeweiligen Standort.

Ein fruchtbarer Boden ist durch hohe Humusgehalte, einen hohen Besatz an Bodenlebewesen sowie eine gute Krümelstruktur gekennzeichnet, was den Pflanzen optimale Wachstumsbedingungen verschafft. Um die Bodenfruchtbarkeit in der Landwirtschaft zu erhalten bzw. zu fördern, ist eine verantwortungsvolle Bewirtschaftungsweise durch den Menschen erforderlich. Darin liegt die Chance und gleichzeitig die Herausforderung für die Landwirtschaft begründet.

Ein gesunder fruchtbarer Boden ist das zentrale Anliegen im biologischen Landbau und das Kapital jedes Biobauern.

Förderung der Bodenfruchtbarkeit in der Praxis

  • regelmäßige Zufuhr von großen Mengen an abgestorbener pflanzlicher Biomasse, insbesondere Erntereste
  • Grünbrache
  • erhöhte organische Düngung, insbesondere mit gut verrottetem Mist oder Kompost
  • Vermeidung von Schwarzbrache
  • Wechsel zwischen Flach- und Tiefwurzlern als Haupt- oder Zwischenfrucht
  • standortgerechte Fruchtfolgen mit möglichst vielen standortangepassten Kulturarten und Sorten
  • mehrjähriger Feldfutterbau mit Leguminosen-Grasgemenge
  • Untersaaten
  • möglichst lange Bodenbedeckung durch Anbau von Zwischen- und Nachfrüchten
  • bodenschonendere Bearbeitungssysteme
  • geringere Bearbeitungsintensität
  • leichtere Ernte- und Transportfahrzeuge
  • Vermeidung des Befahrens und Bearbeitens bei zu feuchtem Zustand
  • Einsatz von (basisch wirkendem) Steinmehl
  •  eventuell Kalkung

Umfassende Informationen gibt das Beratungsblatt “Grundlagen der Bodenfruchtbarkeit”
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