Futtermittel-Richtlinien

Was darf gefüttert werden? – der BIO AUSTRIA Standard

Der BIO AUSTRIA – Standard sorgt für höchste Sicherheit bei der Herkunft sowie der GVO- und Pestizidfreiheit der Futtermittel. Bei der Fütterung ist unbedingt auf BIO AUSTRIA – zertifiziertes Futter zu achten.

Durch den boomenden Bio-Markt sind in den letzten Jahren die Produktion und Vertriebstrukturen von Bio-Futtermitteln stark gewachsen. Der gesetzliche Mindeststandard bietet teilweise nicht ausreichend Sicherheit im Bezug auf eine Verschleppung von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) beziehungsweise bei Vermischung mit konventioneller Ware.
Die Gesamtbetriebsumstellung, wie sie bei Mitgliedsbetrieben von BIO AUSTRIA selbstverständlich ist, wird seit 2009 im Futtermittelbereich auch bei Kooperationspartnern verlangt. Das heißt , dass nur mehr in reinen Bio-Mischfutterwerken BIO AUSTRIA-Futter produziert werden darf. Der BIO AUSTRIA-Qualitätsstandard für Ackerfrüchte und Futtermittel hat das Ziel, Transparenz und Sicherheit in den Bio-Futtermittelmarkt zu bringen. Der gesamte Warenfluss zwischen Futterproduzenten, Bio-Landwirten und Handel inklusive der Mengenbewegungen, dem Versorgungsgrad, der Preisgestaltung und Qualitätsüberprüfungen kann somit für alle Beteiligen transparent gestaltet und dargestellt werden.

Zulässige Futtermittel für BIO AUSTRIA – Betriebe

Die beste und sicherste Informationsquelle, welche Futtermittel von BIO AUSTRIA-Betrieben eingesetzt werden können, ist der Betriebsmittelkatalog für die biologische Landwirtschaft in Österreich. In diesem Katalog, der jährlich im Frühjahr erscheint, sind alle für BIO AUSTRIA-Betriebe zulässigen Futtermittel speziell gekennzeichnet mit BIO AUSTRIA: erlaubt.

Auch im Web können Sie prüfen, ob ein Futtermittel in BIO AUSTRIA-Betrieben eingesetzt werden darf:
siehe www.infoxgen.com

Downloads:
Fütterung Wiederkäuer:
zum Downloadcenter

Fütterung Schweine und Geflügel:
zum Downloadcenter
Betriebseigene Bio-Futtermittel

Zukaufsfuttermittel

Inländische biologische Einzelfuttermittel
Bio- und Umstellungsware (lose) von österreichischen Biobauern und zertifizierten Händlern sind für alle BIO AUSTRIA – Betriebe zulässig.

Mischfuttermittel und Konzentrate
All jene die im aktuellen Betriebsmittelkatalog mit dem Vermerk BIO AUSTRIA: erlaubt angeführt sind.

Nicht biologische Futtermittel

Nicht biologische Futtermittel sind bis auf wenige Ausnahmen verboten.

  • Konventionelle Kräuter, Gewürze und Melassen* die ohne chemische Lösungsmittel produziert oder aufbereitet werden, bis zu einem maximalen Anteil von 1% der Futterration.
  • Folgende Eiweißfuttermittel, die in biologischer Qualität nicht oder nicht ausreichend erhältlich sind, können im Ausmaß von 5 % der landwirtschaftlich erzeugten Komponenten für Schweine und Geflügel: Maiskleber* (nur für Geflügel); Rapskuchen*, Sonnenblumenkuchen, Leinkuchen, Kürbiskernkuchen; Kartoffeleiweiß*; Bierhefe*; Erzeugnisse aus Milch bzw. Milchprodukten mit Ausnahme von Topfen und Sauermilch

*Bestätigung vom Händler über inländische Herkunft oder „Zusicherungserklärung“ zur Einhaltung des Gentechnikverbotes

Futtermittelimport

Genehmigt werden Importe von:

Futtermittelrohstoffen, die von Biobauern aus dem benachbarten Ausland produziert wurden und die ebenfalls Mitglied bei einem registrierten Verband (Bioland, Demeter, Bio-Suisse, …) sind.
Futtermittelrohstoffen von Nicht-Verbandsbauern nur dann, wenn eine entsprechende Multipestizidanalyse gemäß BIO AUSTRIA – Qualitätsstandard vorliegt.
Ausländische Misch- und Mineralfuttermittel, die im aktuellen Betriebsmittelkatalog als BIO AUSTRIA – taugliche Futtermittel (BIO AUSTRIA: erlaubt) gekennzeichnet sind.
Zum Formular Futtermittelimport

Rückfragehinweis:
BeraterInnen in den BIO AUSTRIA-Landesbüros
zu den BeraterInnen
oder
DI Doris Hofer
BIO AUSTRIA Qualitätssicherung Landwirtschaft
T 0732/65 48 84-262

Leitfaden zur BIO AUSTRIA-Richtlinie “Kraftfutteroptimierung bei Rindern”

In der Delegiertenversammlung am 27. April 2010 wurde die Richtlinie zur Kraftfutteroptimierung beschlossen.

BIO AUSTRIA versucht mit dieser Richtlinie der Kritik der Intensivierung und Konventionalisierung in der Bio-Rinderhaltung entgegen zu treten und den Kraftfuttereinsatz zu optimieren; für die meisten Mitglieder ist damit 2010 niedergeschrieben worden, was schon lange umgesetzt wurde.
zum Downloadcenter

Als Hilfe zur Berechnung können Sie nachstehende Tabelle verwenden:
zum Rechner