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Weide Eingriffe

Haltung

Foto: © BIO AUSTRIA/Edler

Rinder halten

Obwohl das Rind schon lange domestiziert ist, unterscheidet es sich in seinen Verhaltensweisen kaum von seinen wild lebenden Stammformen.

Es ist daher ein großes Anliegen der Bio-Landwirtschaft auf die arteigenen Bedürfnisse bestmöglich einzugehen.

Eine tiergerechte Rinderhaltung setzt voraus, dass die Tiere ausreichend Bewegungsfreiheit haben. Es muss genügend Platz angeboten werden, damit die Tiere alle erforderlichen Positionen zum Ausruhen beziehungsweise Schlafen einnehmen können. Die Rinder müssen artgemäß gefüttert werden. Sozialkontakte in einer möglichst stabilen Herdenstruktur sind weitere Vorrausetzungen. Die Rinder sind vor ungünstigen Witterungsverhältnissen, Verletzungen, Parasitenbefall, Krankheiten und Verhaltensstörungen zu schützen.
Die Laufstallhaltung ist eine sehr artgerechte Form der Rinderhaltung. Eine Ausnahme von der Laufstallhaltung ist seit dem Jahr 2013 nur mehr für Kleinbetriebe möglich. Diese Ställe müssen aber mindestens 24 TGI-Punkte (Tiergerechtheitsindex) erreichen, um den Richtlinien zu entsprechen, das heißt z.B. das die Rinder auch im Winter Zugang zum Auslauf haben. Als Kleinbetrieb gilt ein Betrieb mit Milchvieh- und Mutterkühen und Nachzucht mit maximal 35 Rinder-Großvieheinheiten.

Das BIO AUSTRIA-Beratungsblatt – Checkliste Rinderhaltung am Bio-Betrieb gibt Ihnen einen guten Überblick über die aktuellen Regelungen in den Bereichen Haltung, Fütterung, Zucht, Krankheitsbekämpfung und Zukauf – (Download nur für Mitglieder).
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