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Nachlese BIO AUSTRIA-Bauerntage: Vielfältige Information – vielfältiger Erfahrungsaustausch

Beginn:

29.01.2019, 10:00

Ende:

31.01.2019, 17:00

Veranstaltungsort

Bildungshaus Schloss Puchberg
Puchberg 1
4600 Wels
www.schlosspuchberg.at
© BIO AUSTRIA/Pock

Von 29. bis 31. Jänner 2019 fanden im Bildungshaus Schloss Puchberg die BIO AUSTRIA-Bauerntage zum 15. Mal statt. Beiträge zum Nachlesen finden BIO AUSTRIA-Mitglieder hier im Login-Bereich.

Das waren die Bauerntage 2019

Unter dem Motto “Wie viel Vielfalt braucht Bio” fanden die BIO AUSTRIA-Bauerntage 2019 bereits zum 15. Mal im Bildungshaus Schloss Puchberg statt.

Die Eröffnung der Bauerntage wurde von BIO AUSTRIA-Obfrau Gertraud Grabmann und Oberösterreichs Agrarlandesrat Max Hiegelsberger vorgenommen.

Anschließend hielt Dr. Karin Stein-Bachinger, vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung in ihrem Vortrag ein leidenschaftliches “Plädoyer für die Biodiversität” und verwies auf die Bedeutung der Landwirtschaft für funktionierende Ökosysteme. Sie verwies dabei auf den unter anderem bewirtschaftungsbedingten Rückgang des natürlichen Lebensraumes für zahlreiche Arten und verwies dabei auf den drastischen Rückgang an Feldvögeln und Insekten in den vergangenen Jahrzehnten. Die biologische Landwirtschaft wirke sich nachweislich signifikant positiv auf die Artenvielfalt aus, so die Agrarwissenschafterin. Dennoch gebe es auch in der Bio-Landwirtschaft noch Potenzial zur Steigerung der Biodiversitäts-Leistungen.

Podiumsdiskussion zur GAP-Positionierung Österreichs

Anschließend diskutierten Obfrau Gertraud Grabmann, Franz Reisecker, Vizepräsident des europäischen Bauernverbandes Copa sowie Präsident der Landwirtschaftkammer OÖ, Univ. Prof. Dr. Jochen Kantelhardt von der Universität für Bodenkultur in Wien, und Mag. Gerald Pfiffinger, Geschäftsführer des Umweltdachverbandes, in einer Podiumsdiskussion zum Thema “Zukunft Bio-Landwirtschaft – Positionierung Österreichs in der neuen GAP (Gemeinsame Agrarpolitik)”.

Gertraud Grabmann und Franz Reisecker kritisierten die geplanten Kürzungen des EU-Agrarbudgets.

Mehr Mittel für Leistungen der Landwirtschaft für Umwelt und Gesellschaft

Für den Plan der Kommission, die Entscheidungen über die Mittelverwendung den Mitgliedsstaaten zu überlassen, fanden sowohl die BIO AUSTRIA-Obfrau als auch Copa-Vizepräsident Reisecker deutliche Worte. Grabmann betonte: “Die Verantwortung für den Schutz der natürlichen Ressourcen abzugeben, ist nicht Sinn einer gemeinsamen Agrarpolitik. Und es ist auch nicht zielführend, denn nicht alle Staaten werden dem Thema ökologischer Nachhaltigkeit so große Bedeutung beimessen, wie Österreich dies bisher macht.” Reisecker meinte, dass einige neue Ansätze im Kommissions-Vorschlag interessant seien, aber die Ziele einheitlich von der EU vorgegeben werden müssten. Ansonsten, konstatierten sowohl Grabmann als auch Reisecker, seien Wettbewerbsverzerrungen vorprogrammiert.

Beibehaltung der Kofinanzierung von Agrar-Umweltmaßnahmen wesentlich

Auch Prof. Kantelhardt schlug in dieselbe Kerbe und betonte, dass die EU-Mittel zielgerichtet sein müssten, gerade im Rahmen der Agrar-Umweltmaßnahmen. “Wenn wir in eine Nationalisierung der Agrarpolitik gehen, ist das – ganz abgesehen von der grundsätzlichen Frage, ob dies im Sinne einer gemeinsamen Agrarpolitik ist – auch für Bauern in Österreich ein ganz schwerer weg.” Die Grundvoraussetzungen in den Mitgliedsstaaten dürften nicht zu unterschiedlich sein. Die Beibehaltung der Kofinanzierung von Agrar-Umweltmaßnahmen sei jedenfalls wesentlich. Insgesamt sei aus agrarökonomischer Sicht im Rahmen des GAP-Vorschlags “wesentlich mehr möglich” gewesen.

Umweltdachverbands-Geschäftsführer Pfiffinger sprach sich im Rahmen der Diskussion für eine Mindestsumme in der GAP für Umweltleistungen aus. Leistungen der Bäuerinnen und Bauern für die Umwelt und den Artenschutz sollten jedenfalls abgegolten werden. Auf nationaler Ebene sieht Pfiffinger die Notwendigkeit, die UBB-Maßnahmen in der nächsten Periode auch für Bio-Betriebe zugänglich zu machen und abzugelten.

Der Markt alleine kann Nachhaltigkeit nicht sicherstellen

Abschließend hob Grabmann in Bezug auf die Rolle der Politik und des Marktes an der Ökologisierung der Landwirtschaft insgesamt, und der Weiterentwicklung von Bio-Landwirtschaft im Besonderen hervor: “Die Politik kann wesentliche Maßnahmen unterstützten, um den Markt zu entwickeln, vor allem, indem sogenannte öffentliche Güter aus öffentlichen Geldern bezahlt werden” erläuterte Grabmann. Bei öffentlichen Gütern handelt es sich um Leistungen der Landwirtschaft für die Gesellschaft, wie etwa Schutz von Wasser und Biodiversität sowie Klimaschutz, die eine nachhaltige Landwirtschat erbringen muss, die aber über den Preis der Lebensmittel nicht abgegolten werden. “Der Markt alleine kann Nachhaltigkeit nicht sicherstellen, die Politik ist hier ganz klar in der Verantwortung”, so die BIO AUSTRIA-Obfrau abschließend.

Nachlese Tagungsbeiträge

Hier können Sie alle Tagungsbeiträge der jeweiligen Fachtage, die von den ReferentInnen und Referenten zur Verfügung gestellt wurden, nachlesen. Weitere Berichte finden Sie in den kommenden Wochen in der BIO AUSTRIA-Mitgliederzeitung und in den jeweiligen BIO AUSTRIA-Infos.

zur Nachlese

 

 

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