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Weide Eingriffe
Biomaps 2019

Ansprechpersonen – Weide und Eingriffe

Information zu Weide und Eingriffe

In den letzten Tagen haben alle Bio-Betriebe mit Rindern, Schafen, Ziegen und Pferden in Österreich ein gemeinsames Schreiben von den zuständigen Behörden (BMASGK und BMNT), BIO AUSTRIA und der Landwirtschaftskammer Österreich erhalten. Darin wurde über Änderungen in der Umsetzung der EU-Bio-Verordnung informiert, die zum Teil bereits ab dem kommenden Jahr einzuhalten sein werden.

Grund für die Änderungen ist eine Überprüfung der Europäischen Kommission im Jahr 2017, im Zuge derer in einigen Teilbereichen eine aus Sicht der europäischen Behörden unzureichende Umsetzung der Vorgaben der EU-Bio-Verordnung festgestellt wurde.
Seitdem wurde zwischen den europäischen und nationalen Behörden über die Auslegung der Bestimmungen verhandelt. Im September 2019 hat die Kommission nun eine letztmalige Aufforderung zur Änderung der beanstandeten Regelungen an die Behörden in Österreich übermittelt. Ohne die Durchführung der geforderten Anpassungen bezüglich der Umsetzung der EU-Bio-Verordnung hätten sich relevante Konsequenzen auf die Auszahlungen der Bio-Prämie im Rahmen des Agrarumweltprogramms ÖPUL ergeben können.

Zahlreiche Betriebe sind nun innerhalb sehr kurzer Frist mit zum Teil umfangreichen Änderungen konfrontiert, was für die Betroffenen eine enorme Herausforderung darstellt. Zudem sind zur Zeit noch nicht alle Informationen über Details zur Umsetzung bekannt. Es ist daher nur allzu verständlich, dass zahlreiche Bäuerinnen und Bauern nun verunsichert sind.

BIO AUSTRIA wird seine Mitgliedsbetriebe selbstverständlich mit allen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten dabei unterstützen, die Herausforderungen zu bewältigen und sich weiterhin für eine praxistaugliche Umsetzung und die Berücksichtigung betrieblicher Gegebenheiten einsetzen.

Unsere BeraterInnen werden alle BetriebsleiterInnen, die sich an sie wenden, nach Kräften unterstützen und gemeinsam mit ihnen versuchen, eine Lösung für die individuellen Problemstellungen zu finden. Die Kontaktdaten der einzelnen BeraterInnen finden Sie am Ende des Beitrags. Ebenso werden Bildungsmaßnahmen erarbeitet, in denen die notwendigen Informationen vermittelt werden.

Im Folgenden eine Übersicht über jene Anpassungsnotwendigkeiten, die ab 2020 jedenfalls umzusetzen sein werden:

1. Weidehaltung

Die Berechnung des verpflichtenden Weideausmaßes für Bio-Raufutterverzehrer wird sich ändern: Die Entfernung und Erreichbarkeit der Weide kann nicht mehr als Kriterium für die Berechnung der weidefähigen Fläche berücksichtigt werden. Und die Ackerfläche wird mit 20 Prozent in die weidefähigen Flächen miteinbezogen.

Nähere Details zur Umsetzung sind derzeit noch in Verhandlung. Wir raten in jedem Fall dazu, bis zum 16. Dezember im Rahmen des Herbstantrags von der ÖPUL-Maßnahme Tierschutz-Weide Gebrauch zu machen, welche eine Abgeltung der mit der Weide verbundenen Mehraufwände sicherstellt.

2. Eingriffe bei Nutztieren

Alle Eingriffe bei Nutztieren, etwa das Entfernen der Hornknospen bzw. das Enthornen von Kälbern und Kitzen oder das Kupieren des Schwanzes bei Zuchtlämmern, dürfen ab 1.1.2020 nur mehr nach behördlicher Ausnahmegenehmigung für den jeweiligen Betrieb unter Angabe zwingender Gründe (Hygienebedingungen, Sicherheit, Gesundheits-Verbesserung) vorgenommen werden. Für andere als die oben genannten Eingriffe ist bereits jetzt ein Einzelantrag an die zuständige Behörde zu stellen. Für die Verkleinerung der Eckzähne bei Ferkeln und Schnäbelstutzen werden ab 2020 grundsätzlich keine Genehmigungen mehr erteilt, ebenso für das Kupieren von Schwänzen bei anderen Schafen als weiblichen Lämmern und bei anderen Tierarten.

Die operative Kastration ist nicht Teil der Regelungen, für die zukünftig die Notwendigkeit einer behördlichen Genehmigung besteht.

3. Auslaufüberdachung Wiederkäuer

Der verpflichtende Freigeländezugang hat schon bisher bei allen Tierkategorien bestanden. Auch für Jungtiere darf künftig der Auslauf nicht zu 100% überdacht sein. Damit müssen nun auch Haltungssysteme für Kälber, Lämmer bzw. Kitze ab 1. Jänner 2020 so gestaltet sein, dass maximal 90% überdacht sind. Ab 1.1.2021 sollen für Neubauten maximal 75% Überdachung gelten. Welche Vorschriften für bereits bestehende Bauten ab 1.1.2021 gelten werden und allfällige Übergangsbestimmungen sind derzeit noch offen.

Sobald der Verband weitere Informationen zu Detailregelungen und zur weiteren Vorgehensweise durch die Behörden erhält, werden wir diese umgehend an die Mitgliedsbetriebe weitergeben.

Es wird geraten, mit einer Beraterin oder einem Berater Kontakt aufzunehmen, besonders falls Unsicherheit über die Möglichkeit zur Umsetzung auf dem Betrieb besteht.

Unsere Beraterinnen und Berater:

Oberösterreich

© BIO AUSTRIA

Stefan Rudlstorfer

LK-Bio-Berater OÖ, Landwirtschaft

Beratung Grünland, Wiederkäuer

T: +43 50 69 02-14 49

Auf der Gugl 3/4, A-4021 Linz

© BIO AUSTRIA

DI Joachim Mandl

LK-Bio-Berater OÖ, Landwirtschaft

Beratung Grünland, Feldfutter, Obst, Gemüse

T: +43 50 69 02-14 27


Niederösterreich

© BIO AUSTRIA / Weinfranz Portrait Aigner Marina

DI Marina Aigner

BIO AUSTRIA NÖ und Wien, Landwirtschaft

Beratung Grünland und Regionalbetreuung Waldviertel

M: +43 676 842214-352

Matthias Corvinusstraße 8/UG, A-3100 St. Pölten

© Wein Franz

DI Agnes Scheucher

BIO AUSTRIA NÖ und Wien, Landwirtschaft

Regionalbetreuung Mostviertel, Beratung

M: +43 676 842214-342

Matthias Corvinusstraße 8/UG, A-3100 St. Pölten


Salzburg

© Promegger

Franz Promegger

BIO AUSTRIA Salzburg, Landwirtschaft

Beratung

T: +43 662 870 571-316

F: +43 662 870 571-320

M: +43 676 842 214 392

Schwarzstraße 19, 5020 Salzburg


Kärnten

© Krivograd Peter Portrait DI Johanna Fasching

DI Johanna Fasching

BIO AUSTRIA Kärnten, Landwirtschaft

Wiederkäuerhaltung und Grünland

T: +43 463 5850-5418

F: +43 463 5850-5419

M: +43 676 835 554 91

Museumgasse 5, A-9020 Klagenfurt


Burgenland

© BIO AUSTRIA Burgenland

Franz Traudtner

BIO AUSTRIA Burgenland, Obmann, Landwirtschaft

Beratung Ackerbau, Betriebliche Standortbestimmung, Bildungs- und Beratungskoordination

T: +43 2612 436 42-13

F: +43 2612 436 42-40

M: +43 676 842 214 301

A-7350 Oberpullendorf, Hauptstraße 7


Steiermark

© Bio Ernte Steiermark

Isabella Hiebaum, MSc

Bio Ernte Steiermark , Landwirtschaft

Bio-Rindfleischkoordination, Bio-Beratung

T: +43 316 8050-7141

F: +43 316 8050-7140

M: +43 676 842214 406

Krottendorferstraße 79, A-8052 Graz

© Bio Ernte Steiermark

Ing. Georg Neumann

Bio Zentrum Steiermark, Landwirtschaft

Beratung, Grünland, Rinder in Mur- und Mürztal

T: +43 3572 82142-4710

F: +43 3572 82142-4751

M: +43 676 842214 403

Frauengasse 19, A-8750 Judenburg

© Bio Ernte Steiermark

DI Wolfgang Angeringer

Bio Zentrum Steiermark, Landwirtschaft

Beratung, Grünland, Rinder

T: +43 3572 82142-4719

F: +43 3572 82142-4751

M: +43 676 842214 413

Frauengasse 19, A-8750 Judenburg

© Bio Ernte Steiermark

DI Hermann Trinker

Bio Zentrum Steiermark, Landwirtschaft

Beratung, Grünland, Rinderhaltung im Bezirk Liezen

T: +43 3612 22531-5125

F: +43 3612 22531-5151

M: + 43 664 602 596 5125

Nikolaus Dumba Straße, A-8940 Liezen


Tirol

@ Tobias Lienhart

Tobias Lienhart, B.Sc.

BIO AUSTRIA Tirol

Beratung & Bildung, Partnerbetreuung

T: +43 512 572993-12

F: +43 512 572993-20

M: +43 676 842 214 427

Wilhelm-Greil-Straße 9, A-6020 Innsbruck

© Christina Ritter Portrait Christina Ritter

Ing. Christina Ritter

BIO AUSTRIA Tirol, Obfrau

Beratung & Bildung

F: +43 512 572993-20

M: +43 676 6293604

Wilhelm-Greil-Straße 9, A-6020 Innsbruck


Vorarlberg

©BIO AUSTRIA

Manuel Kirisits-Steinparzer, MSc

BIO AUSTRIA Vorarlberg, Geschäftsführung

T: +43 5574 44 777-720

F: +43 5574 44 777-44

M: +43 676 842 214 441

Montfortstraße 11/7, A-6900 Bregenz