7. Weltweiter Klimastreik

Am Freitag, dem 19. März fand unter dem Motto #NoMoreEmptyPromises der 7. Weltklimastreik statt. In über 50 Ländern gab es laut Fridays for Future mehr als 1.000 Kundgebungen, um gegen die verfehlte Klimapolitik zu protestieren.

Auch in mehreren Städten Österreichs fanden Aktionen statt. In Wien wurde zum Beispiel rund um den Ring eine 3 Kilometer lange Menschenkette gebildet – alles unter Einhaltung der durch Covid-19 erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen wie dem Tragen von Mund-Nasenschutz und ausreichend Abstand. Mit dabei BIO AUSTRIA.

Mund-Nasen-Klimaschutz

Die Coronakrise hat das Thema Klimawandel in der medialen Berichterstattung der letzten Monate ziemlich verdrängt. Auch die Politik hat sich weltweit nicht gerade durch die Umsetzung relevanter Maßnahmen, die zu einer Wende in der Klimakrise führen könnten, hervorgetan. Doch es bleibt uns nicht mehr viel Zeit. Wenn wir so weiter machen wie bisher, wird im globalen Mittel ein Temperaturanstieg von 5 Grad Celsius bis Mitte des Jahrhunderts erreicht werden, mit Konsequenzen, die wir uns noch gar nicht vorstellen können.

Klimakrise jetzt stoppen

Selbst bei einem Anstieg um „nur“ 1,5 Grad – wie in den Klimazielen von Paris festgehalten – werden wir mit unliebsamen Folgen zu rechnen haben. Doch nur wenn wir diese Grenze ernsthaft einhalten, können wir eine Phase der unkontrollierbaren, ständigen Erderwärmung verhindern, die unzählige Menschenleben kosten würde.

Wir müssen heute handeln, deshalb unterstützt BIO AUSTRIA auch die Forderung von Fridays for Future nach einer Begrenzung der globalen Erderwärmung auf maximal 1,5 Grad und war bei der Kundgebung dabei.

Landwirtschaft und Klima

Einerseits ist die Landwirtschaft selbst von den Klimaveränderungen betroffen, etwa durch das Zunehmen von Wetterextremen wie Starkregen oder Dürreperioden. Diese können zu Missernten bis hin zu völligen Ernteausfällen führen und bedrohen letztlich unsere Versorgung mit Lebensmitteln.

Andererseits ist die Landwirtschaft auch Mitverursacher der Krise und laut David Nelles und Christian Serrer für rund 59 Prozent der Lachgas-Emissionen verantwortlich. In synthetischen Düngemitteln sind Stickstoff-Verbindungen enthalten, die sich auf den Feldern durch Bakterien teilweise zersetzen. Dadurch wird Lachgas (N2O) freigesetzt, das rund 300 Mal schädlicher auf das Klima wirkt als CO2. Dass es auch anderes geht, zeigt zum Beispiel die Bio-Landwirtschaft. Sie kommt ohne den Einsatz von Kunstdüngern und chemisch-synthetischen Pestiziden aus. Dadurch könnten laut Berechnungen die N2O-Emissionen pro Hektar um rund 40 Prozent reduziert werden, nämlich von 10,52 kg/ha auf 6,42kg N2O /ha.

Zudem fördern Biobäuerinnen und Biobauern durch Maßnahmen wie geeignete Fruchtfolge, Gründüngung etc. das Bodenleben, das für den Aufbau gesunder Böden unerlässlich ist. In gesunden, humusreichen Böden wird CO2 gespeichert statt in die Atmosphäre zu gelangen, diese CO2 Senken schützen also unser Klima.

Quellen

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Landwirtschaft und Klima

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