Wanderlust?

Kleine, feine Bio-Genusswanderung: Rund um St. Michael ob Bleiburg erwandert man sich die Kulturlandschaft unterhalb der Petzen und die Biobauernhöfe der Region.

Wanderung

Ausgangspunkt ist der Bahnhof in St. Michael ob Bleiburg. Über die Wallfahrtskirche St. Katharina am Kogel erwandert man sich die Kulturlandschaft unterhalb der Petzen und die Biobauernhöfe der Region. Biokulinarik und Bioschmankerl laden zum Genießen ein: am Weg liegen das Gŝeft direkt in St. Michael mit Bioprodukten aus dem Alpe-Adria-Raum, der Biohof der Familie Tschaitschmann in Pirkdorf mit Selbstbedienungsladen und der Naturhof Saat und Tat mit seinem Hofladen (Achtung Öffnungszeiten!) in Traundorf. Zurück geht es entlang der Industriegebäude des Filterwerkes Richtung Bahnhof – vorbei an den Biohöfen Flödl und Jernej in Tscherberg. Haltmachen und Kraft tanken sollte man unbedingt an der großen Linde zwischen Pirkdorf und Traundorf. In der Aufbahrungshalle direkt in St. Michael findet sich ein Werk des Künstlers Valentin Oman, das man durch die verglasten Pforten bestaunen kann.

  • Radtour als Alternative
    Nach St. Katharina am Kogel führt nur ein Fußweg. Lässt man das Rad in Tscherberg stehen und erwandert sich den Kogel, eignet sich die Strecke auch als ansprechende gemütliche Radtour.
  • Anfahrt
    Ab Klagenfurt bzw. Wolfsberg fährt die S-Bahn im Stundentakt. Die Wanderung beginnt an der Ausstiegsstelle Bahnhof St. Michael ob Bleiburg.

Bio Austria Betriebe am Weg

Biohof ŠOTOR

Bio-Hühnerbauer Martin Jernej vlg. Šotor aus Tscherberg hat sich mit vielen innovativen Ideen in der Region einen Namen gemacht. Sein neuestes Produkt ‚PIPILETS – Biodünger‘ stammt von den am Betrieb gehaltenen Masthühnern. Tomaten, Kartoffeln, Aubergine sowie viele Obstbäume und auch Büsche lieben den Dünger aus Hühnerkot und bedanken sich mit geschmacksstarken Früchten und einer ertragreichen Ernte. Die Hühner selbst vermarktet der engagierte Bauer, der auch Messner von St. Katharina am Kogel ist, über den Handel, die Pipilets gibt es im Zadruga-Markt.

Gŝeft – Bioregionalladen und Cafe

Bio, regional, saisonal – das sind die drei Schlagworte, die das Ende Oktober 2020 eröffnete Gšeft in St. Michael ob Bleiburg zu seinem Credo erhoben hat. Hinter der Idee stehen Architekt Gottfried Prasenc, der das Gebäude (ehem. Posojilnica Bank) erworben und im Erdgeschoss das Lokal eingerichtet hat, Jutta Riedl, Gastronom Tomaz Moschitz und Štefan Merkač.

Ein Hauch mediterraner Gastlichkeit empfängt einen sobald man das liebevoll gestaltete Innere betritt: Weine, Säfte und andere Genussmittel der Alpe Adria Region fallen einem ins Auge. Den Schwerpunkt bildet aber ein großes Biolebensmittelangebot aus der unmittelbaren Region für jeden Geschmack. Das Sortiment reicht von grundversorgenden Lebensmitteln bis zu erlesenen Spezialitäten. Gesundheitsbewusste finden ein umfangreiches Heilkräutersortiment vor. Eine erlesene Geschenkeauswahl gibt es für jede Brieftasche. 

Gŝeft
St.Michael ob Bleiburg 26, 9143
+43 664 4229323

www.gseft.at

Biohof Tschaitschmann/Pepis Hofladen

Mit seinen Eltern und Ehefrau Carina bewirtschaftet Klaus Tschaitschmann einen Ackerbaubetrieb in Pirkdorf. Und weil zu einer intakten Kreislaufwirtschaft für ihn auch immer die Viehzucht gehört, betriebt er seit Jahren auch einen Schweinezuchtbetrieb mit angeschlossener Mast. „Ich will authentisch sein und mit gutem Beispiel vorangehen, was heimische und gesunde Lebensmittel angeht“, begründet er sein Engagement in der Direktvermarktung, das durch die Eröffnung eines SB-Hofladens im Jahr 2020 seinen vorläufigen Höhepunkt fand. Neben den hauseigenen Fleisch- und Wurstspezialitäten und Brot, gibt es auch eine kleine Auswahl von Grundnahrungsmitteln umliegender Biohöfe. In unmittelbarer Nähe von „Pepis Hofladen“ befindet sich gut einsehbar der Schweinestall mit den Ausläufen. Dass diese sich buchstäblich sauwohl fühlen, ist offensichtlich. Der Platz ist nicht zufällig gewählt: „Geht zu eurem Bauern und redet mit ihm“, rät Klaus Tschaitschmann allen Kunden und natürlich gibt auch er gerne Auskunft über seinen Hof.

Pepis Hofladen ist ein SB-Laden rund um die Uhr geöffnet, vor allem Fleischliebhaber kommen auf ihre Kosten.

Klaus und Carina Tschaitschmann
Pirkdorf 38, 9143 Feistritz ob Bleiburg
+43 664 6202723

Naturhof Saat und Tat mit angeschlossenem Hofladen

Unter dem Motto Saat&Tat bewirtschaften Daniela Petschnig und Marian Tomažej ihren Hof mitten in der Ortschaft Traundorf. Die beengte Dorflage hat das Paar auch dazu bewogen, die Tierhaltung aufzugeben und sich der Produktion von Gemüseraritäten und Kräutern zu widmen. Die farbenprächtige Vielfalt lässt sich vor und im kleinen Hofladen der Familie bewundern. Kommt man mit Daniela ins Gespräch, wird schnell klar, dass es der jungen Biobäuerin vor allem auch darum geht, das Bewusstsein für reichhaltige und hochwertige Ernährung zu schärfen, und so bekommt man mit dem Einkauf auch gleich viele Tipps zur Zubereitung der wertvollen Bioprodukte. Wer sich vom Wissen der ausgebildeten Ernährungsexpertin inspirieren lassen will, kann auch diverse Workshops buchen. Dazu gibt es eine eigene Schauküche im alten Wohnhaus der Tomažejs, das liebevoll zu einem Begegnungsort umgebaut wurde. Kräuter, Gemüse und Getreide werden am Hof etwa zu wunderbarem Brot oder herrlich duftenden Kräutersalzen veredelt. Im Hofladen gibt es regionale Gemüseraritäten, Getreideprodukte und Brot.

Marian Tomažej
+43 650 970 58 77

www.saatundtat.at

Sehenswürdigkeiten

Filialkirche St. Katharina am Kogel

Auf einem 70 m hohen pyramidenförmigen Kogel steht die Kirche der hl. Katharina. Von hier aus ist ein schöner Ausblick über das ganze Jauntal, was auch schon in uralter Zeit zur Ansiedlung anlockte. Auch jetzt sind noch Spuren von uralten Gräbern vorhanden, aus denen man schließen kann, dass hier schon 400 Jahre vor Christi Geburt eine Siedlung mit Befestigung vorhanden war. In den Urkunden wird diese Filialkirche erst im Jahre 1530 genannt. Im Jahre 1796 schlug ein Blitz in die Kirche ein und sie fiel dem Brand vollständig zum Opfer. Erst nach einem halben Jahrhundert kam es zum Wiederaufbau, der volle sieben Jahre dauerte. Im Jahre 1858 hat sie dann der Fürstbischof Anton Martin Slomšek konsekriert. Das Gebäude ist gemischt gotisch und barock. Das Innere der Kirche ist leider nicht frei zugänglich. Quelle: www.feistritz-bleiburg.gv.at

Aufbahrungshalle mit Fresken von Valentin Oman Aufbahrungshalle

Durch die Glasportale ist ein Blick auf die Fresken möglich. Das Bauwerk wurde 2003 errichtet.