Auslauf-Verschlussbügel für Ferkelauslauf

Foto: © BIO AUSTRIA
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Einfach und dabei genial ist die Idee von Josef Stadlbauer aus Wels, mit der er den zweiten Platz des BIO AUSTRIA Fuchs für sich entschied.

Dabei hätte er seine Erfindung selbst gar nicht eingereicht. Es war Dr. Werner Hagmüller – Tierarzt am Institut für biologische Landwirtschaft des LFZ Raumberg-Gumpenstein – der für seinen Mitarbeiter die Erfindung an BIO AUSTRIA geschickt hat. Er sah den Tüftlerpreis als ideale Gelegenheit, damit das Engagement und die Kreativität seines Mitarbeiters die entsprechende Beachtung fände. Und er sollte recht behalten, denn die Jury wertete Josef Stadlbauers Erfindung als die zweitbeste.

Josef Stadlbauer ist, gemeinsam mit seinen Kollegen, seit über zehn Jahren am LFZ Raumberg-Gumpenstein in der Außenstelle Wels für die Betreuung der verschiedenen am Versuchsbetrieb gehaltenen Tiere zuständig. Wenn gerade keine Tiere zu versorgen sind, dann bastelt er auch gerne in der Werkstatt, denn es gibt immer etwas zu Reparieren und Optimieren.

Auch 30 bis 40 Muttersauen und deren Ferkel werden an der Versuchsstation gehalten. Als besonders mühsam empfanden die Mitarbeiter immer das Ausmisten der Ferkelausläufe. Die Ausläufe der Ferkelbuchten sind in ihrer Ausführung länger als breit. Dadurch ergab sich beim Öffnen bzw. Schließen der Trenngitter immer das Problem, dass die Gitter alle einzeln geöffnet werden müssen, was viel Zeit kostete. Außerdem passierte es ständig, dass die Ferkel auskamen oder sich in den unterschiedlichen Buchten vermischten. Das war Josef Stadlbauer ein Dorn im Auge. Eine Lösung für das Problem musste her. Nach einigem Überlegen und Ausprobieren war diese gefunden – sie läuft inzwischen unter dem Namen „Welser Fangriegel“. Das Anschweißen eines Hakens an die Verschlussvorrichtung ermöglicht das Einhängen des ersten Trenngitters an das gegenüberliegende zweite Trenngitter. Dieses wiederum wird an das dritte Trenngitter eingehängt, bis hin zum letzten Gitter. So können alle Trenngitter in einem „Aufwaschen“ bis an die Stallwand geschoben werden, womit das Öffnen aller Trenngitter in Arbeitsrichtung in nur einem Arbeitsgang möglich ist. Gleichzeitig werden die Ferkel im Stall eingesperrt und können sich auch nicht vermischen. So ist das Ausmisten keine Hexerei mehr und in einem Bruchteil der Zeit erledigt, die davor notwendig war. Ebenso einfach geht das Aufstellen der Trenngitter nach der Arbeit – nur eben in umgekehrter Richtung.

Die Idee ist in der Umsetzung ganz einfach und mag für den einen oder anderen Bio-Schweinebauern eine große Erleichterung sein. Bei Fragen können Sie sich gerne am LFZ Raumberg Gumpenstein, Außenstelle Wels melden.
T 07242/47012

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Elisabeth Pöckl, BIO AUSTRIA