Richtlinien

Welche Richtlinien für BIO AUSTRIA Betriebe relevant sind, lesen Sie auf dieser Seite. Erfahrungsgemäß gibt es in der Praxis immer wieder Fragen hinsichtlich der Umsetzung. Hierfür stehen Ihnen die Bio-Beraterinnen und Bio-Berater in den Bundesländern jederzeit gerne zur Verfügung. Nutzen Sie das Angebot einer raschen und kompetenten Beratung!

Bio Austria Produktionsrichtlinien

Der BIO AUSTRIA Standard ist ein Ausdruck des Qualitätsbewusstseins und des Qualitätsverständnisses der BIO AUSTRIA Bäuerinnen und Bauern, der BIO AUSTRIA Produkte von Mitbewerbern abhebt und unverwechselbar macht. Die BIO AUSTRIA Produktionsrichtlinien spiegeln diesen Standard wieder! Im Richtlinienheft sind die Produktionsrichtlinien von BIO AUSTRIA nachzulesen.

Im Richtlinienheft sind die Vorgaben von BIO AUSTRIA und alle zusätzlich wesentlichen gesetzlichen Vorgaben, wie die EU-Bio-Verordnung, das Tierschutzgesetz oder die Richtlinie Biologische Produktion des Bundesministerium für Gesundheit (BMG) zusammengefasst. Das Richtlinienheft soll eine Stütze sein, als pragmatischer Helfer zur Seite stehen und Sicherheit verleihen, in einem klar definierten Rahmen agieren zu können.


Wie eine BIO AUSTRIA Richtlinie entsteht

Hinter jeder BIO AUSTRIA Richtlinie steht ein Prozess, bei dem Bäuerinnen und Bauern, Berater und Experten eingebunden sind.

Die BIO AUSTRIA Richtlinien stehen für das Qualitätsbewusstsein und das Qualitätsverständnis der BIO AUSTRIA Bäuerinnen und BIO AUSTRIA Bauern. Unsere Mitglieder sind bestrebt, die Produktionsmethoden der biologischen Landwirtschaft weiterzuentwickeln immer auf Basis eines gelebten bäuerlichen Selbstverständnisses.

Breite Diskussion

Wie entstehen nun eigentlich Richtlinien? Zunächst diskutieren in bundesweiten Arbeitsgruppen betroffene Bäuerinnen und Bauern sowie Berater und gegebenenfalls auch externe Experten Themen, die über den gesetzlichen Bio-Standard hinausgehen, und erarbeiten Positionen dazu. Daraus können erste Richtlinienentwürfe formuliert werden, die wiederum auf mehreren Ebenen diskutiert, weiterentwickelt und gegebenenfalls auch verworfen werden: im Bundesvorstand, in den Landesverbänden und mit betroffenen Bäuerinnen und Bauern. Erst danach werden Richtlinienentwürfe verfasst, die den Delegierten, das sind gewählte BIO AUSTRIA Bäuerinnen und BIO AUSTRIA Bauern aus ganz Österreich, zur Entscheidung vorgelegt werden.
Die Abstimmung über Richtlinien erfolgt jeweils bei der BIO AUSTRIA Delegiertenversammlung im Herbst.


Richtlinienvergleich BIO AUSTRIA mit EU-Bio-Verordnung

Bio Austria Betriebe halten über den gesetzlichen Standard noch eine Reihe weiterer Richtlinien ein. Einen Überblick dazu gibt  das Dokument im Download.


Bio Austria Richtlinie Zukaufsregelung Dünger

Für BIO AUSTRIA Betriebe kommt neben der Düngeregelung laut EU-Bio-Verordnung und nationalen Vorgaben wie dem Aktionsprogramm Nitrat auch die Zukaufsregelung gemäß BIO AUSTRIA Richtlinie zum Tragen.


Bio Austria Fütterungsvorschriften

Der Bio Austria Standard sorgt für höchste Sicherheit bei der Herkunft sowie der GVO- und Pestizidfreiheit der Futtermittel. Bei der Fütterung ist unbedingt auf BIO AUSTRIA zertifiziertes Futter zu achten.

Die Gesamtbetriebsumstellung, wie sie bei Mitgliedsbetrieben von BIO AUSTRIA selbstverständlich ist, wird seit 2009 im Futtermittelbereich auch bei Kooperationspartnern verlangt. Das heißt , dass nur mehr in reinen Bio-Mischfutterwerken BIO AUSTRIA Futter produziert werden darf.

Der BIO AUSTRIA Qualitätsstandard für Ackerfrüchte und Futtermittel hat das Ziel, Transparenz und Sicherheit in den Bio-Futtermittelmarkt zu bringen. Der gesamte Warenfluss zwischen Futterproduzenten, Bio-Landwirten und Handel inklusive der Mengenbewegungen, dem Versorgungsgrad, der Preisgestaltung und Qualitätsüberprüfungen kann somit für alle Beteiligen transparent gestaltet und dargestellt werden.


Begrenzung Kraftfuttereinsatz bei Rindern

Bio Austria regelt den Kraftfuttereinsatz bei Rindern und versucht mit dieser Richtlinie der Intensivierung in der Bio-Rinderhaltung entgegen zu treten und den Kraftfuttereinsatz zu optimieren. Für die meisten Mitglieder ist in dieser Richtlinie niedergeschrieben worden, was vom Grundverständnis in der Bio-Landwirtschaft umgesetzt wird, nämlich dass Rinder vorrangig mit Grund- und Rauhfutter gefüttert werden.


Allgemeine Bio-Rechtsvorschriften

Europäische und nationale Bio-Bestimmungen

Ausführliche Informationen über alle nationalen sowie europaweit geltenden Bio-Bestimmungen finden Sie auf der Homepage des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz.


EU-Bio-Verordnung

Die EU-Bio-Verordnung regelt den Bio-Landbau in der Europäischen Union. Sie regelt die Produktion, die Verarbeitung, die Kontrolle und den Import von Bio-Produkten. Die EU-Bio-Verordnungen 834/2007 und 889/2008 sind für Erzeuger und Verarbeiter von Bio-Lebensmitteln verpflichtend einzuhalten.


EU-Qualitätsregelungen-Durchführungsgesetz, EU-QuaDG

Mit 1. Jänner 2016 trat in Österreich das Bundesgesetz zur Durchführung des Unionsrechts auf dem Gebiet der biologischen Produktion, geschützten Herkunftsangaben und traditionellen Spezialitäten – EU-Qualitätsregelungen-Durchführungsgesetz, EU-QuaDG; BGBl. I 130/2015 – in Kraft. Das Gesetz dient unter anderem der Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 834/2007 über die ökologische/biologische Produktion und die Kennzeichnung von ökologischen/biologischen Erzeugnissen.

Publikationen des Kontrollausschusses gem. § 5 EU-QuaDG

Beim Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz ist zur Koordinierung der Behörden und Kontrollstellen gemäß § 5 EU-QuaDG im Bereich der Qualitätsregelungen ein Kontrollausschuss eingerichtet. Von diesem ausgearbeitete und genehmigte Richtlinien, Handbücher, Kontrollpläne und Maßnahmenkataloge sind auf dieser Homepage veröffentlicht.

Beirat für die biologische Produktion

Mit Inkrafttreten des EU-Qualitätsregelungen-Durchführungsgesetz (EU-QuaDG) wurde ein Beirat für die biologische Produktion (Biobeirat) eingerichtet. Zu den Aufgaben des Biobeirats zählen gemäß § 13 Abs. 9 EU-QuaDG die Beratung der Bundesministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz sowie die Erarbeitung von Richtlinienvorschlägen, welche als Richtlinien des BMASGK auf der Homepage veröffentlicht werden.

Der Richtlinien Beirat regelt jene Bereiche der biologischen Landwirtschaft, die noch nicht in der EU-Bio-Verordnung definiert sind. Dazu zählen Regelungen zur Bio-Kaninchenhaltung, zur Bio-Gemeinschaftsverpflegung und Bio-Gastronomie, zur Haltung von Bio-Gatterwild, zur Produktion von Bio-Kosmetika und zur Erzeugung von Bio-Heimtierfuttermitteln.


Erlässe im Bereich der biologischen Landwirtschaft

Zahlreiche Erlässe dienen zur notwendigen Klarstellung und Auslegung der Bio-Vorschriften als Handlungsanweisung für Bio-Unternehmer.


Tierschutzgesetz

Kalbinnen auf der Weide
© BIO AUSTRIA

Die Bio-Tierhaltung ist in Österreich in den Bio-Richtlinien und durch das österreichische Tierschutzgesetz geregelt. BIO AUSTRIA hat diese Bestimmungen auch in sein Richtlinienheft eingearbeitet.
Das Tierschutzgesetz 2005 und die dazugehörigen Tierhalteverordnungen finden Sie nachstehend als Download bzw. auf der Seite der Kommunikationsplattform Verbrauchergesundheit:

Des weiteren werden Handbücher und Checklisten für die Umsetzung Tierschutzgesetz bereit gestellt.