Solartrockner für Kräuter

Foto: © BIO AUSTRIA
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Energie sparen wo immer es geht, ist die Devise von Eduard Hötzer aus Tamsweg im Lungau. Dies setzt er auf seinem Betrieb in allen Sparten um.

Für seinen Solarkräutertrockner erhielt er den dritten Preis des BIO AUSTRIA Fuchs 2010. Überzeugt hat die Jury vor allem die Summe der Einzelaspekte, die der Erfinder in seinem Solartrockner integriert hat.

Auf vielen Höfen werden Kräuter mit teuren Elektrogeräten getrocknet. Das war für Eduard Hötzer Grund genug, ein energiesparendes Beispiel entgegenzustellen. Sein Kräutertrockner ist daher ganz anders aufgebaut: Drei Seiten des Trockners bestehen aus schwarz lackierten Kupferblechen, darüber sind im Abstand von 10 cm Plastikplatten angebracht. Die auf die Seiten auftreffenden Sonnenstrahlen sorgen für die Erwärmung der Platten, die Wärme wird nach innen abgegeben und sorgt dort für die Trocknung der Kräuter. Im Inneren des Trockners befindet sich ein – selbstverständlich mit Photovoltaik betriebener – kleiner Lüfter. Dieser sorgt untertags für die Umwälzung der Luft.
Im unteren Drittel des Trockners liegen Ackersteine. Diese werden am Tag bei Sonnenschein erwärmt und geben in der Nacht, wenn keine Sonne mehr scheint, die Wärme langsam ab. Auf diese Weise bleibt es auch in der Nacht im Trockner warm.

Der Kräutertrockner läuft schon gut 10 Jahre zu voller Zufriedenheit des Erfinders. Die Idee kann auch für viele andere Bauern interessant sein und ganz einfach nachgebaut werden. Die Herstellung ist nicht teuer, der Aufbau des Trockner ist zum Beispiel auf einer Europalette möglich. Auch die Ackersteine sind auf fast jedem Bauernhof zu finden.

Elisabeth Pöckl, BIO AUSTRIA