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Beikrautregulierung

Foto: © BIO AUSTRIA
Foto: © BIO AUSTRIA

Grünlandbeikräuter

Ähnlich wie auf dem Acker sind auch auf dem Grünland bestimmte Kräuter, die zur natürlichen Artenausstattung unseres Grünlandes zählen, durch bestimmte Bewirtschaftungsmaßnahmen zu Unkräutern „herangezüchtet“ worden.
Um die Beikräuter regulieren zu können, ist es wichtig ihre Ansprüche, Biologie und Vermehrung zu kennen.

Ein Beikraut mit wesentlicher Bedeutzung ist der Stumpflättrige Ampfer!

Biologie und Bedeutung des Ampfers

– typischer Lichtkeimer; wenn die Grünlandnarbe lückig ist, hat er beste Keimbedingungen
– liebt schwere, staunasse und verdichtete Böden
– mag Böden mit hoher Stickstoffversorgung
– Samen bleiben bis zu 50 Jahre keimfähig im Boden, ebenso in Gülle und Mist
– bildet mächtige Wurzelstöcke als Reservestoffspeicher und ein großes Samenpotenzial von bis zu 20.000/Pflanze aus

Vorbeugende und direkte Ampferregulierungsmaßnahmen, die zu einer dichten Grasnarbe führen wie

– kein Befahren bei nassem Boden
– keine ätzenden Wirtschaftsdünger, Gülle soll aufbereitet werden und in kleinen Mengen ausgebracht werden.
– mäßige Düngung, maximal 15 m3 Gülle/Gabe
– höherer Schnitt, mindestens 5 cm bis 7 cm
– vielseitige Nutzung, Wechsel zwischen Schnitt und Beweidung
– Wechsel zwischen frühem und spätem Schnitt
– Ausbringen von Nachsaaten zur Verbesserung der Artenvielfalt und Narbendichte
– bei Einzelpflanzen: Ausstechen des Wurzelstocks und Entfernen der Pflanzen vom Feld;beim Stechen darauf achten, dass mindestens 10 cm der Wurzellänge – ausgegraben werden, weil die Wurzel unterhalb von 10 cm keine Erneuerungsknospen mehr hat.Das Aussamen des Ampfers muss verhindert werden!
– Stellen, an denen Ampfer ausgestochen wurde, müssen nachgesät werden.
– Nachmähen: etwa zwei Wochen nach dem 1. und 2. Schnitt die Ampferstöcke mit der Sense tief herausmähen und liegenlassen.
– Weidewirtschaft genau planen: genügend große Koppeln, 3 ar/Kuh sind für eine schonende Narbenbehandlung Voraussetzung. Die Weideführung mit Koppeleinteilung erfolgt nach dem Grundsatz: kurze Freßzeit, lange Weideruhe!
– Förderung des Ampferblattkäfers