Bio Austria gibt Richtpreise für Futtergetreide „von Bio-Bauer zu Bio-Bauer“ bekannt

© Couleur / Pixabay
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Preisstabilität bei Richtpreisen – Bio Austria blickt positiv in die Zukunft

Alljährlich vor der Getreideernte erhebt der Vorstand von Bio Austria im Auftrag seiner Mitgliedsbetriebe gemeinsam mit VertreterInnen von Ackerbäuerinnen und Ackerbauern sowie Bäuerinnen und Bauern aus dem Veredelungsbereich ein angemessenes Preisband für den Futtergetreidehandel. Dieses soll maßgeblicher Anhaltspunkt für den Handel von Futtergetreide von Bio Austria Bauer zu Bio Austria Bauer sein. Es handelt sich dabei um eine rechtlich unverbindliche Orientierungshilfe zur leichteren Einschätzung des Marktes.

„Bei den heurigen Gesprächen und in den daraus resultierenden Richtpreisen im Bereich Futtermittel hat die insgesamt positive Situation am Bio-Markt Niederschlag gefunden. Die aktuellen Aussichten sind gut, wir sehen den kommenden Monaten positiv entgegen“, betonte Bio Austria Obfrau Gertraud Grabmann nach den Gesprächen, die gestern, Dienstag, in Linz abgehalten wurde.

Die Herausforderungen im vergangenen Jahr konnten durch die hohe Nachfrage im europaweit wachsenden Markt bewältigt werden. Die aus den aktuellen Richtpreisen ersichtliche Preisstabilität ist unter anderem in der aktuell guten und weiterhin als positiv eingeschätzten Absatzentwicklung begründet. So wird etwa ein markanter Anstieg des Bedarfs im Veredelungsbereich erwartet.

Aktuell werden für unten angeführte Bio-Ackerfrüchte folgende rechtlich unverbindliche Richtpreise als angemessen im Vertriebsweg zwischen Bio Austria Bauern erkannt:

Bio-Futtergerste Euro 280,–
Bio-Futterweizen Euro 295,–
Bio-Futtertritikale Euro 260,–
Bio-Futterroggen Euro 230,–
Bio-Futterhafer Euro 260,–
Bio-Futtererbse Euro 470,–
Bio-Platterbse Euro 470,–
Bio-Lupine Euro 490,–
Bio-Ackerbohne Euro 470,–

Diesen Richtpreisen liegen folgende Annahmen zugrunde: Preise in €/t von Bauer zu Bauer, Ware entspricht dem Bio Austria Standard, ohne Berücksichtigung von Transportkosten, gerechnet für 25 t, exkl. USt., ohne Aspiration, ab Hof, feldfallend mit 2% Besatz, 14% Feuchte, alles darüber hinaus wird in Abzug gebracht.

Bio Austria weist darauf hin, dass Bio-Bäuerinnen und Bio-Bauern die nicht nach Bio Austria Richtlinien produzieren, in der Produktion aufgrund der weniger strengen Auflagen, wie etwa geringere Beschränkungen im Bereich des Zukaufs von Stickstoff-Dünger, einen Kostenvorteil von rund 30 Euro/Tonne haben. Diese Tatsache soll beim Handel von Bio-Bauer zu Bio-Bauer in Bezug auf die genannten Richtpreise berücksichtigt werden. Eine weitere Differenzierung besteht naturgemäß bei Ware von Umstellungsbetrieben. Laut EU-Bio-Verordnung darf maximal 30 Prozent Umstellerware im Biofutter eingemischt werden. Aufgrund der zahlreichen Neueinsteiger in den Bio-Ackerbau in den vergangenen Jahren ist nach wie vor eine große Menge an Umstellerware vorhanden. Für Bio Austria – Futtergetreide-Umstellerware wird daher im Handel von Bio-Bauer zu Bio-Bauer ein Preisabschlag von 50 Euro/Tonne empfohlen.

Abschließend verweist Bio Austria darauf, dass verkaufende Bio-Betriebe, sollten sie keinem Bio-Verband angehören, vor dem Handel mit der Ware die Zulassung derselben bei Bio Austria zu beantragen haben.

Über Bio Austria:
Bio Austria ist das Netzwerk der österreichischen Biobäuerinnen und Biobauern. Als größter Bio-Verband in Europa repräsentiert Bio Austria die österreichische Bio-Landwirtschaft und vertritt die Interessen der Biobäuerinnen und Biobauern – mit 13.500 Mitgliedern und mehr als 400 Partnerunternehmen in der Wirtschaft. Nähere Informationen unter www.bio-austria.at

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