Der Hahn, die Henne und das Ei- Neue Entwicklung am Eiersektor

© Herbert Lugitsch u. Söhne GEs.mbH.
© Herbert Lugitsch u. Söhne GEs.mbH.

Unter großem Medieninteresse startete heuer das Projekt „Der Hahn, die Henne und das Ei“. Dieses Projekt der Bio-Eierbranche garantiert, dass neben den Junghennen für die Eiererzeugung auch deren Brüder aufgezogen werden – und dies unter Bio-Bedingungen.

Bis dato war es so, dass alle männlichen Legeküken sofort nach dem Schlupf getötet wurden, da sie keinen wirtschaftlichen Nutzen erbringen. Dies galt sowohl für die konventionelle als auch biologische Eierbranche. So wurden allein in Österreich jährlich rund 6 Millionen Küken getötet. Diese Vorgehensweise wurde schon seit längerem von mehreren Seiten stark kritisiert, weshalb man schon seit Jahren verschiedenen Lösungsansätzen nachging.

Eine Branchenlösung für alle Bioküken

Letztendlich entschied man sich in Österreich für die Ausmast der männlichen Küken herkömmlicher Legehennen-Linien (Lohmann Sandy und Lohmann Brown). Deren Aufzucht ist zwar wirtschaftlich nicht lukrativ, allerdings ist ein Ausgleich über den Eierverkauf möglich, weil die gesamte Bio-Eierbranche (inkl. Verarbeiter und Lebensmitteleinzelhandel) sich gemeinsam auf das Projekt Der Hahn, „die Henne und das Ei“ geeinigt hat, wodurch ein Umschichten der Kosten, die mit der Hahnenmast verbunden sind, möglich wird. Durch den Verkauf des Hähnchenfleisches wird nur ein Teil der Kosten abgedeckt. Die restliche Summe muss über den Verkauf der Eier bzw. durch Anhebung des Junghennenpreises abgedeckt werden.

Im Detail passiert dies indem der Preis für die Bio-Junghennen um rund 5 Euro erhöht und gleichzeitig jener für Bio-Eier im Lebensmitteleinzelhandel in ganz Österreich um 2 ct je Stück angehoben wird. Das bedeutet, dass jeder einzelne Konsument mit seiner Kaufentscheidung bewusst das Töten der männlichen Küken verhindern kann. Das Bruderhahn- Projekt wird tatsächlich sehr gut angenommen. So konnte der Bio-Eiersektor eine große Absatzsteigerung nach dem Projektstart verzeichnen und auch die Bruderhähne verkaufen sich derzeit laut Handel sehr gut.

Eierpreis muss für Kostendeckung steigen

Diese Entwicklung hat auch Auswirkungen für die Legehennenhalter Bauern, die alle Eier an eine Packstelle abliefern, werden keinen Unterschied merken, denn die Packstelle übernimmt die Kosten für die Junghenne und behält sich je abgelieferten Ei jene 2 ct ein, die über die Preissteigerung im LEH eingenommen werden. Werden allerdings nur die halben Eier an die Packstelle geliefert, dann übernimmt die Packstelle auch nur die Kosten für die Hälfte der Junghennen. Die restlichen Kosten müssen über den Verkauf der Eier an den Endkonsumenten eingenommen werden. Werden alle Eier direkt vermarktet, müssen demzufolge die gesamten Kosten über den Eierverkauf abgedeckt werden. Wir sind überzeugt, dass vor allem Direktvermarkter im Verkaufsgespräch mit ihrem Konsumenten die Möglichkeit für die Bewerbung des Bruderhahnes gut umsetzen können. Zur Unterstützung organisiert BIO AUSTRIA für seine Mitgliedbestriebe eine Sammelbestellung für diverses Werbematerial.

Sammelbestellung für „Der Hahn, die Henne und das Ei“-Werbemittel:

Alle Legehennenhalter haben die Möglichkeit über das BIO AUSTRIA Büro Werbemittel zum Thema „Der Hahn, die Henne und das EI“zu bestellen. Mithilfe dieser Unterlagen kann gezielt auf das weltweit einzigartige Projekt, der Aufzucht der Hahnenküken in der Bio-Eierbranche, hingewiesen werden. Das Werbematerial ist ebenso hilfreich im Kundengespräch.

Weitere Infos zum Bruderhahn gibt’s unter: http://www.bio-austria.at/der-hahn-die-henne-und-das-ei/

Die Werbemittel beinhalten:

  • Postkarte/Flyer (Maße: ca. 10 x 15 cm)
  • Einlagezettel für Eierkartons (Maße: ca. 7 x 10 cm)
  • Plakat für Hofladen/Verkaufsstand (Maße: A3)

Die genauen Kosten für das Werbematerial können erst nach euren Nennungen bekannt gegeben werden. Durch die gemeinsame Bestellung
können allerdings die Kosten für den einzelnen Betrieb stark reduziert werden.
BESTELLUNG ERFOLGT UNTER:
0463/5850-5411 oder .