Kaltenberger Whisky und Tschin

Kaltenberger Whisky und Tschin, das gleichnamige Whiskyschwein und der Mühlviertel Riegel – das sind nur einige der Produkte vom Bio-Hof Thauerböck, die mit besonderem Regionalbezug erzeugt und ausgelobt werden.

Eine große Vielfalt an handgefertigten Produkten wird seit der Hofübernahme 2012 bio-zertifiziert von Monika und Mario Thauerböck durch die generationsübergreifende Zusammenarbeit mit Marios Eltern hergestellt – die Produktpalette reicht von Whisky, Tschin, Edelbränden, Likören, Speck, Fleisch vom Murbodner Rind, Wildmasthendel bis zum Whiskyschwein, alten Dinkel- und Roggensorten und entsprechenden Verarbeitunsgprodukten.
Mit einer Betriebsgröße von 16 ha und der Spezialisierung auf Direktvermarktung war es bereits bei der Betriebsübernahme ein Anliegen von Monika und Mario, den Bio-Hof wieder im Vollerwerb zu führen. So ist das Sortiment zwar in der Vielfalt gewachsen, aber nicht in der Menge. Hühner und Schweine wurden wieder auf den Hof geholt, ein Bio-Hofladen und das „Schnapsrast“-Pavillon errichtet, die Destillation umstrukturiert und auf ein neues Standbein gestellt. So haben Monika und Mario den Hof zu ihrem Arbeits- und Lebensplatz weiterentwickelt.
„Uns ist ein hoher Grad der Selbstversorgung ein Anliegen, weil wir dann wissen, was wir essen und was drinnen ist. Unsere Kinder sollen sehen, woher unser Essen kommt und wie Lebensmittel entstehen“, betont Monika, „aber natürlich haben wir nicht den Anspruch, alles selbst herzustellen. Öl, Milchprodukte, verschiedene Gewürze beispielsweise kaufen wir zu, uns ist hier aber sehr wichtig, woher es kommt.“

Regionale Kooperation

Für Familie Thauerböck heißt regional einkaufen nicht nur, dass die Verkaufsstelle in der Nähe ist und dadurch regionale Arbeitsplätze unterstützt werden, sondern dass auch – soweit es möglich ist – Produkte der Biobauern und Bio-Verarbeiter aus der Region gekauft werden. „Es geht um die Stärkung unserer ländlichen Region – leben und leben lassen. Denn wir freuen uns auch, wenn Konsumenten unsere Produkte schätzen und bei uns einkaufen und so machen wir es auch“, betont Mario. Vermarktet werden die Produkte im eigenen Hofladen, im eigenen Onlineshop und bei ausgewählten Läden in der Region.

Regionale Aushängeschilder Eine Besonderheit, welche die Produktion in der Region widerspiegelt, ist der „Mühlviertel Riegel“. Die Zutaten stammen von fünf Biobauern. Die Produzenten sind auch am Etikett angeführt, das bedeutet Transparenz und Rückverfolgbarkeit bis zu den Wurzeln.Am Betrieb Thauerböck wird dafür die alte Dinkelsorte Ebners Rotkorn angebaut. Sonnenblumenkerne, -öl und Walnüsse kommen von Helene und Rudolf Astleithner in Au an der Donau. Qualitätshonig der Familie Ratzenböck aus Gramastetten gibt dem Müsliriegel die natürliche Süße. Familie Friesenecker aus Windhaag bei Freistadt liefert den Leinsamen, Kürbiskerne Familie Peterseil aus Naarn.
Der Kaltenberger Whisky, hergestellt aus der alten Kultursorte des gleichnamigen Roggens ist für Mario ein Botschafter der Vielfalt. Gelagert wird er im Eichenholzfass, hergestellt von einem österreichischen Fassbinder, einem kleinen Familienbetrieb aus dem Weinviertel. Auch der Verschluss ist von einem Drechsler aus der Nachbargemeinde gefertigt und das Eichenholzetikett wird mit Tusche händisch beschriftet. Kein anderer Whisky aus Schottland oder Irland ist Vorbild, sondern es sind die Rohstoffe aus der Region, die sich in diesem Getränk entfalten. Dies trifft auch für den Tschin zu, ein Produkt groß im Trend.
Altes neu belebt
Das Pechöl wurde früher als natürliches Heilmittel bei Verletzungen und Zerrungen verwendet und war im Mühlviertel in fast jedem Haushalt zu finden. Das Pechölbrennen wurde 2013 in das österreichische Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen. Am Thauerböckhof wird diese alte regionale Handwerkskunst erhalten, ebenso die Deckstrohproduktion. Für Monika und Mario gehört das Handwerk wie die Produktion von Lebensmitteln zur Region. „Altes Wissen darf nicht verloren gehen“, ist Mario überzeugt.

Beim Thauerböckhof führen der Johannesweg – ein beliebter Pilgerweg –, das Mühlviertler Reitwegenetz und der Radweg Tour de Alm vorbei. Eine intakte Landwirtschaft ist daher auch die Grundlage für den sich entwickelnden Tourismus im Mühlviertel. „Wenn die Produkte und die Arbeit der Landwirte wertgeschätzt werden, werden auch in Zukunft Höfe und Flächen mit Freude bewirtschaftet werden“, erklären Monika und Mario. Sie beide vermitteln diese Freude jedenfalls.

Bio-Brennerei & Bio-Hof Thauerböck, Kaltenberg, OÖ

9 ha Acker- und Grünland, 7 ha Wald
11 Murbodner Rinder
10 Kaltenberger Whiskyschweine
200 Wildmasthendl

www.thauerboeck.com