Lebendige Felder

©Meixner

Michael Meixner hat eine Vision: Lebendige Felder verteilt über ganz Österreich von Vorarlberg bis ins Burgenland.
Vor fünf Jahren hat Michael den Betrieb von seinem Vater übernommen, seit 2017 werden knapp 77 Hektar rund um Zurndorf im nördlichen Burgenland biologisch bewirtschaftet.

Artenvielfalt war ihm schon immer wichtig, aktuelle Berichte über den fortschreitenden Artenschwund brachten ihn auf die Idee, gemeinsam mit einem Freund das Projekt „Lebendige Felder“ zu starten. Es wurde eine auf „Crowdfunding” basierte Plattform geschaffen, auf der Bauern eine Ackerfläche zur Verfügung stellen können. Seit April dieses Jahres läuft eine Pilotphase, am eigenen Betrieb hat Meixner bereits 1,5 ha stillgelegt, für kommendes Frühjahr haben sich zehn Betriebe mit einer Fläche von 50 ha angemeldet.
Auf den Flächen wird zunächst eine insektenblühende Mischung angebaut und im Idealfall mehrere Jahre unbearbeitet auf der gleichen Stelle belassen. Es werden lediglich Pflegeschnitte durchgeführt. Für die Fläche kann auch eine Biodiversitätsflächenförderung im Rahmen des ÖPUL in Anspruch genommen werden. Michael Meixner ist es jedoch wichtig, Vielfalt auf intensiver genutzte Agrarflächen zu bringen. „Da braucht es eine zusätzliche Finanzierung. Diese erfolgt über Kunden- und Firmenpatenschaften. Der Pate bekommt ein Zertifikat mit QR-Code, mit dem er über online-Kartendienste wie Google Maps seine Fläche finden kann“, betont Michael.

Durch die Stilllegung der Felder wird auch ein ackerbaulicher Mehrwert erzielt. Nach der Ruhephase kommen diese Felder stabiler und ertragreicher wieder in den Kulturkreislauf zurück. Ebenso sollen Schäden durch Wild eingedämmt werden. Die Jägerschaft in Zurndorf und regionale Naturschutzorgane sind jedenfalls von den positiven Auswirkungen dieses Projektes überzeugt und sollen noch stärker miteingebunden werden.

Weitere Informationen: www.lebendigefelder.at