Bio Austria OÖ Produkts des Monats – Bio-Bergkäse vom Loisnhof & Bio-Heumilch in der Mehrweg-Glasflasche

Biohof Achleitner

  • Innovativ & erfolgreich
  • aus regionalen Bio-Zutaten
  • von Bio Austria Mitgliedsbetrieben in OÖ

Die Anfänge des idyllisch gelegenen Erbhofes in Sarleinsbach reichen bis ins Jahr 1720 zurück. Den Bio-Weg haben bereits Christians Eltern – Max und Elisabeth – eingeschlagen. Christian Stöbich und seine Partnerin Sandra Wögerbauer übernahmen 2018 den Bio Austria Hof und bewirtschaften nun auf 30 ha eine Bio-Heumilchwirtschaft mit rund 40 Milchkühen. Auf den Bio-Ackerflächen des Loisnhofes werden Braugerste für eine nahegelegene Brauerei und Schlägler Roggen für eine Bäckerei kultiviert.

©Biohof Achleitner

Ein Hof mit langer Tradition und lebendiger Zukunft

2015 reifte die Idee, den Hof neu zu beleben: „Wir wollten den Hof als Milchviehbetrieb weiterführen und hier Mühlviertler Bergkäse in Handarbeit erzeugen. Im Sommer 2017 eröffneten wir schließlich die Bergkäserei Loisnhof“, erzählt Christian Stöbich. Wenige Monate später konnten die ersten Käselaibe vermarktet werden.

©Biohof Achleitner

 „Heute kümmern wir uns täglich mit großer Begeisterung um unseren Käse und unsere Tiere. Im Sommer grasen die Kühe auf den saftigen Mühlviertler Weiden, im Winter erhalten sie Heu und Getreideschrot. Auf Silage verzichten wir ebenso wie auf Vollautomatik beim Melken. Stattdessen melken wir noch zweimal täglich selbst und kennen jede Kuh beim Namen.“, beschreibt der überzeugte Biobauer die hohe Wertschätzung für die Tiere. Auch ein paar Schweine leben auf dem Hof, die die Käsemolke verwerten.

Nach der Ausbildung zum landwirtschaftlichen Facharbeiter in der Bioschule Schlägl war für den Hofübernehmer schnell klar, seinen Schwerpunkt auf das traditionelle Käsehandwerk zu legen. „Ich absolvierte die Ausbildung zum Käsereimeister und vertiefte mich in die Haltung von Nutztieren und die Besonderheiten der biologischen Wirtschaftsweise.“  Nach seinem Studium an der BOKU unterrichtet Christian Stöbich nun auch im Rahmen der Facharbeiterausbildung in der Bio-Akademie sowie in der Bioschule Schlägl. Er ist Mitautor des Lehrbuchs „Landwirtschaft bio(logisch)“.

©Biohof Achleitner

Mühlviertler Käsegenuss – von zart bis würzig

Sandra und Christian erzeugen aus ihrer Bio-Heumilch in Handarbeit den bis zu 12 Monate gereiften, kräftig-würzigen Loisnhof-Bergkäse und einen feinen Schnittkäse mit zwei Monaten Reifezeit und cremig-zartem Geschmack. „In unserer Bergkäserei reifen 200 Laibe gleichzeitig auf Holzbrettern in einer speziellen Reifekammer. Dabei verliert der Käse bis zu 30% an Masse, wodurch sich der charakteristische Geschmack und das besondere Aroma entwickeln. Zu Beginn der Reifungszeit werden die Käselaibe täglich von Hand gewendet, später dann alle drei Tage.“ Kurze Transportwege zu ausgewählten Partnern in der Region sorgen für einen umweltschonenden Vertrieb.

Seit Oktober gibt es nun dank einer Kooperation mit dem Biohof Achleitner auch Bio-Heumilch in Pfandflaschen vom Loisnhof.

W: www.loisnhof.at

Bio-Heumilch für die Biokiste

Die Biokiste vom Biohof Achleitner bringt die Produkte vieler Bio-Lieferanten in einer grünen Mehrwegkiste direkt vor die Haustür der KonsumentInnen. Ein solches Vermarktungsmodell funktioniert nur mit einem verlässlichen Netzwerk aus Partnerbetrieben. Auf der Suche nach einem regionalen Partner, der schonend pasteurisierte Bio-Heumilch in der Mehrweg-Glasflasche zur Verfügung stellen kann, ist die Familie Achleitner nun mit dem Bio Austria Betrieb „Loisnhof“ aus Sarleinsbach fündig geworden.

Partnerschaft Loisnhof und Biohof Achleitner

Im Rahmen der Ausbildung zum landwirtschaftlichen Facharbeiter an der Bio-Akademie in Schlägl lernte Andreas Achleitner den ausgebildeten Molkerei- und Käsemeister Christan Stöbich kennen und fragte ihn, ob er nicht Trinkmilch abfüllen wolle. Sich neben der Käserei eine neue Vermarktungsschiene zu eröffnen, daran haben Christian Stöbich und Partnerin Sandra Wögerbauer ursprünglich nicht gedacht:

Wir hatten uns auf Käse konzentriert, darum habe ich die Anfrage nach Flaschenmilch zuerst weitergeleitet. Ich fand es aber richtig schade, dass niemand das Projekt starten wollte. Es ist sicher ein großer Schritt, aber ich sehe das als Chance für uns Landwirte, wenn wir unser Produkt selbst vermarkten können und uns ein Stück Unabhängigkeit vom Markt schaffen. Wir haben das vom Käse gekannt: wir können den Preis selber festlegen und Kunden oder Partnern ist es das dann wert oder nicht.“

Letztlich gab der wertschätzende und faire Kontakt auf Augenhöhe den nötigen Ruck für diesen Schritt und die Investition in eine Milchabfüllanlage. „Man wird als Mensch und als Familie wahrgenommen und nicht einfach als irgendwer, der liefert“, beschreibt Christian Stöbich die Zusammenarbeit mit der Familie Achleitner.

Der Biohof Achleitner steht mit Überzeugung hinter dem regionalen Produkt: „Wir können nun auf direktem Weg vom kleinbäuerlichen Produzenten unseren Kunden und Kundinnen ein so hochwertiges und ursprüngliches Lebensmittel bereitstellen.“, freut sich Ilse Achleitner ganz besonders über den Erfolg.

Nachhaltig mal zwei
Mit nur rund 6% Anteil an der gesamten Milch in Österreich zählt Heumilch in Bio-Qualität definitiv zu einer Lebensmittelrarität. Mit Berichten über den Loisnhof, Erklärvideos zum richtigen Umgang mit der nicht homogenisierten Milch wurde der Start der neuen Partnerschaft kommunikativ begleitet. Bei den Kundinnen und Kunden soll so Wertschätzung für kleinbäuerliche Betriebe und handwerklich hergestellte Bio-Produkte geschaffen werden.

Nachhaltig wird bei diesem gemeinsamen Projekt nicht nur die Verpackungslösung in der Mehrweg-Glasflasche sein, sondern auch die gemeinsame Partnerschaft, sind sich der Loisnhof und der Biohof Achleitner sicher.

©Biohof Achleitner

Bio Austria OÖ Produkt des Monats – Kräuternudeln vom Hedwigs Gartl


Im Mühlviertler Kurort Bad Zell in der Region „Naturpark Mühlviertel“ und „Mühlviertler Alm“ liegt der Biobetrieb von Hilda und Josef Gruber. Ihr 6800 m² großes Grundstück betreiben sie seit 1995 in biologischer Wirtschaftsweise, und haben sich ganz auf den Anbau und die Verarbeitung von Kräutern, Gemüsen und Früchten spezialisiert.

Aus unzähligen Kräutern – am Biozertifikat befinden sich rund 100 Kräuter und
Gewürze von Ackerstiefmütterchen bis Zinnkraut –  sowie aus einer Vielfalt an Früchten und Beeren (z.B. Brombeeren, Jostabeere, weiße Ribisel, Mispel, Kornelkirschen, Hagebutten) und verschiedensten Gemüsen entsteht eine unglaubliche Vielfalt an Bio-Spezialitäten: köstliche Fruchtaufstriche, Kräutergelees, Pestos, Chutneys, Kräutersirupe, Kräuteröle, trinkfertige Kräuterlimonaden, Kräuterkissen und so manch andere Schmankerl.

© Hedwigs Gartl

Erlebnis-Kräutergarten am Bio Austria Schaubauernhof

Angeboten werden auch Führungen durch den Schau- und Lehrgarten für Lehr- und Ausbildungszwecke mit Kräuterstern, Küchenkräuter-Hausgarten, Insektenhotel, einem Bienenschaustock und mit Tipps für die gesunde Küche (Anmeldung erforderlich). Die Besichtigung des Kräutergartens ist jederzeit möglich, wenn es die Witterung erlaubt.

Hilda Gruber führt seit fast 18 Jahren einen Bioladen mit den selbst erzeugten Spezialitäten, sowie Schmankerln von Biobauern aus der Umgebung, fair gehandelten Produkten, Kunsthandwerk und Geschenksideen. Hier können auch die Bio-Sirupe „s’Kräuterl“ und die spritzigen Kräuter-Limonaden „Zischerl“ verkostet werden. Als zusätzliches Produkt lässt Hilda Gruber in Lohntätigkeit Teigwaren mit frischen Kräutern aus dem Hedwigs Gartl herstellen.

Kräuternudeln ergänzen Sortiment

Der Bio Austria Partner Dominik Reichart/Bad Zeller Eierhof bietet für Direktvermarkter auch Lohnproduktion von Teigwaren an und ist auch für „Spezialkreationen“ zu haben.

 „Ich wollte einfach noch ein zusätzliches Produkt aus meinen Kräutern, da wir auch verschiedenste Pestos herstellen, bin ich auf die Idee mit den Kräuternudeln gekommen. Bio-Weizengrieß, Bad Zeller Quellwasser und frische Bio-Gartenkräuter sind die einfachen Zutaten, ohne Eier, für ein besonders Geschmackserlebnis. Die Bandnudeln werden auch gerne zu meinem Geschenksangebot genommen, da sie eine schöne hellgrüne Farbe haben.“, erzählt Hilda Gruber, die vor allem auch bei den vielen Sorten der Produkte im Glas, ihre ganze Kreativität einsetzt.

Als langjährige Teilnehmerin bei verschiedensten Veranstaltungen, Märkten und Messen von Bio Austria konnten so schon viele Bio-Liebhaber die Hedwigs Gartl-Produkte kennenlernen und genießen.

W www.hedwigsgartl.at

© Hedwigs Gartl

Bio Austria OÖ Produkts des Monats – Prosciutto und Guanciale

Am Biohof Thomabauer wurde die Direktvermarktung von Schweinefleisch (Frischfleisch, Mischpakete und ein breites Wurstangebot) im Vorjahr um ein Premiumsegment erweitert: mit „Naked Pig“ gelang es dem Hofübernehmer Simon Humer neue Kundenschichten und vor allem auch die Spitzengastronomie anzusprechen.  

© Biohof Thomabauer

„Seit dem Frühjahr 2020 haben wir uns intensiver mit der Reifung von Schweinefleisch und Rohschinken beschäftigt. Nachdem wir den optimalen Reifeprozess für unsere Produkte erreicht haben, können wir jetzt unsere Premiumlinie vermarkten.“, beschreibt Simon Humer die ständige Weiterentwicklung am Hof, auch der Vermarktungswege: „Man kann die Produkte nun einfach bestellen, sie werden mittels Kühlversand innerhalb von 24h verschickt.“
Angeboten wird das gereifte Schweinefleisch als „dry aged Schweinerückensteak“ (Clubsteak, Porterhouse,…) – mindestens drei Wochen am Knochen gereift und nach Kundenwunsch zugeschnitten –  oder als „wet aged Schweineschnitzel“, die 12 Tage in Payer Aging Boxen gereift außergewöhnlich zart sind. Zubereitet werden die Schweinerückensteaks ähnlich wie Rindersteaks: vortemperieren, scharf anbraten, nachziehen lassen.

Lang gereifte Rohschinkenspezialitäten

Ein besonderes Highlight bei den neuen Produkten sind Rohschinkenspezialitäten, die in Österreich kaum von Bio-Direktvermarktern angeboten werden. Guanciale ist ein aus der Schweinebacke hergestellter luftgetrockneter und ungeräucherter Speck (ursprünglich aus dem Latium), Simon lässt seinen „Original Speck für die beste Sauce Carbonara“ 90 Tage reifen. „Durch die lange und schonende Trocknung unserer Rohschinken stellen wir den Geschmack und den Genuss in den Vordergrund.“, erklärt Simon Humer sein Konzept. „Wir adaptierten einen Kühlraum günstig mit einem Entfeuchtungsgerät. Wichtig sind eine konstante Luftfeuchtigkeit, eine Temperatur unter 10 Grad und viel Zeit!“ Für den Hofprosciutto reifen die speziell ausgewählten Stücke 120 Tage, um das typische Rohschinken-Aroma zu erreichen. Heuer kommt noch ein mindestens 12 Monate am Knochen gereifter Rohschinken dazu. Das breite Wurstangebot (konsequent ohne Pökelsalz hergestellt) wird mit einer Haussalami ebenso um eine Rohwurstspezialität erweitert.

© Biohof Thomabauer

Dem gelernten Koch gelang es, durch die Direktvermarktung den Hof wieder in den Haupterwerb zu führen, er kann zudem die Tiere zur Gänze verwerten und bietet auf Anfrage Fertiggerichte an. Vor drei Jahren wurde in neue Verarbeitungsräume und einen großzügigen Hofladen investiert, mittlerweile werden jede Woche 2-3 Schweine geschlachtet und verarbeitet. Viele Stammkunden aus der Umgebung schätzen das umfassende Produktangebot und vor allem auch die Transparenz bei Tierhaltung und Verarbeitung am Biohof Thomabauer.


W www.biohof-thomabauer.at und www.naked-pig.at

Bio Austria Produkt des Monats April- Dinkelmüsli

Am Biohof Krammer-Pinter in Lasberg wird seit knapp 10 Jahren biologisch gewirtschaftet und eine kleine Lämmeraufzucht betrieben. Auf einer Fläche von insgesamt 17,91 ha gedeihen diverse Ackerfrüchte wie Fenchel, Kümmel, Dinkel, Sommergerste für die Hofstettner Brauerei, Süßlupine, Öllein, Hanf, Hafer, Weizen und Roggen. „Wichtig ist uns, dass wir in erster Linie alte Sorten anbauen, die für unser Klima geeignet und an den Standort angepasst sind. Sie sind aber auch für uns Menschen besonders bekömmlich, weil sie noch urtümlich sind.“, beschreibt Betriebsleiterin Monika Pinter die Betriebsphilosophie. Ein großer Teil der Produkte wird am Hof verarbeitet und veredelt und mittlerweile ist eine umfassende Produktpalette entstanden.

©Krammerladen: Fodomedia

Müslis für verschiedene Anlässe

„Unser Leitprodukt ist das Müsli aus den eigenen Dinkel- und Haferflocken, verfeinert mit diversen Zutaten. Wir haben einige Müslis, die wir immer im Sortiment haben, diese werden ergänzt durch saisonale Müslimischungen, die besonderen Anklang finden.“, erzählt Monika Pinter ihren Produktkreationen. Neben dem beliebten Dinkelmüsli mit Apfel, Hanf und Cranberries oder Himbeeren entstanden Müslimischungen wie „Zwetschkenkrampus“ (mit Dörrzwetschken), „Grüße vom Nikolaus“ (mit weißer Schokolade), „Muttertagsmüsli“ (mit Rosenblüten), „Osterhasenmüsli“ (mit getrockneten Karotten- und Schokoladenstückchen)  und „Kirschentraum“ – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Mittlerweile gibt es auch eine glutenfreie Variante aus Buchweizen und mit Aroniabeeren. Als „Geburtstags- und Danke-Müsli“ wird es gerne als kleines Geschenk oder Mitbringsel gekauft.

Saisonale Verpackungen

„Die Idee, Müslis zu machen kam vor einigen Jahren, als wir unserem kleinen Direktvermarktungskundenkreis ein Weihnachtsmüsli geschenkt haben. Die KundInnen waren so begeistert und wollten das Müsli auch unterm Jahr bei mir kaufen – und so hat es sich fest in unserem Sortiment verankert.“ Die Flocken werden gemeinsam mit Honig und Sonnenblumenöl schonend knusprig gebacken, teilweise mit Zimt und Vanille verfeinert und je nach Rezeptur und Saison mit verschiedenen Zutaten ergänzt. Alle Müslis werden in Handarbeit direkt am Hof produziert und in Pfandgläser abgefüllt.

Ein weiteres besonderes Produkt vom Biohof Krammer-Pinter ist der Süßlupinenschrot, der nicht nur von Vegetariern gerne als Ersatz für Faschiertes verwendet wird und eine wunderbare vegane Eiweißquelle darstellt.

Die Müslis und weitere Produkte vom Biohof Krammer-Pinter, wie Süßlupinen, Mehle, Grieße, Dinkelnudeln, Öle, Fenchel, Kümmel und ausgelöste Walnüsse findet man in diversen regionalen Geschäften und es wird auch österreichweit versendet. Im attraktiven neuen Hofladen, dem „Krammerladen“, werden neben den vielseitigen Produkten des Biohofs auch Produkte der zahlreichen Partner aus der Bioregion Mühlviertel, Naturkosmetik und vieles mehr verkauft.

www.biohof-krammer-pinter.at und www.krammerladen.at

©Krammerladen: Fodomedia

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  • DI Claudia Grasser-Elias

    Bio Austria OÖ, Marketing
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    • claudia.grasser@bio-austria.at
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