Schweine: Die Gesundheit mit Homöopathie unterstützen

In der Bio-Tierhaltung ist die Gesundheit in erster Linie durch vorbeugende Maßnahmen sicherzustellen. Phytotherapeutische und homöopathische Behandlungen sind dafür gut geeignet. Nachfolgend einige unterstützende Behandlungsmöglichkeiten rund um die Geburt:

Die Homöopathie regt den Organismus zur Selbstheilung an. Sie wird helfen, wo Umfeld, Haltung und Fütterung gut aufeinander abgestimmt sind. Man sollte sie deshalb nicht als Ersatz einer üblichen Versorgung sehen, sondern als Ergänzung. Nachfolgend sind einige in der Praxis bewährte Mittel aufgeführt.

+ Vor und während der Geburt: 1 bis 3 Tage vor errechnetem Termin bis zum Geburtsbeginn einmal täglich als Einzelmittel oder in Kombination.
 Caulophyllum D30 (Frauenwurz): Alternative zu „Wehenspritze“ (Oxytocin); Wehen regulierend, Beschleunigung des Geburtsvorganges
 Pulsatilla D6 (Küchenschelle): Wirkt regulierend, erweitert den weichen Geburtsweg, fördert die Wehen, passt vor allem bei jungen unsicheren Erstgebärenden.

+ Während und nach der Geburt einzeln oder in Kombination:
 Sabina D6 (Sadebaum): Förderung des Geburtsverlaufes, Nachgeburtsverhalten bei blutigem Ausfluss.
 Secale cornutum D6 (Mutterkorn): Gute Wirkung auf Gebärmutter; dunkler Ausfluss.

+ Verabreichung:
 In einem viertel Liter Wasser in Trinkqualität 3 bis 5 Globuli auflösen (Mittel in Kombination: beide Mittel im Wasser mischen); Flasche nicht schütteln, sondern schwenken.
 Mit Spritze 5 ml ins Maul oder mit einer Sprühflasche direkt auf die Rüsselscheibe spritzen (einmal gut getroffen reicht).
 Täglich frisch anrühren.
 Gabe bis zur Ausheilung; bei Besserung ist eine Nachbehandlung nicht notwendig.

Bei der Anwendung von Pflanzen ist zu beachten, dass sie von Bio-Qualität sind. Falls in Bio-Qualität nicht erhältlich, können sie aus Wildsammlung stammen oder in Arzneibuchqualität in der Apotheke/Drogerie gekauft werden.
– Bockshornklee-Samen: Appetitanregend und milchbildungsfördernd; nicht während der Trächtigkeit einsetzen, da die Inhaltsstoffe Kontraktionen in der Gebärmutter auslösen können; die Bockshornkleesamen (10 g/Tier/Tag) mindestens 3 Stunden mit kaltem Wasser ansetzen, danach verfüttern.
– Anis und/oder Fenchel: Milchbildungsfördernd, appetitanregend, verdauungsfördernd, brunstfördernd;
5-10 g frisch zerstoßene Anisfrüchte oder Fenchelfrüchte pro Tier und Tag verfüttern oder als Tee zubereiten; Anis und Fenchel können auch gemischt gegeben werden, 5-10 g von der Mischung pro Tier und Tag.
– Himbeer-Blätter-Tee: Macht den Muttermund weich, fördert eine schnellere/leichtere Geburt, ist Wehen fördernd; Himbeerblättertee (2 EL/Tier) wird einige Tage vor der Geburt geben; auch nach der Geburt kann er zur Unterstützung des Zyklus und der Verdauung gegeben werden.
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