Angekeimte Kerne setzen

Foto: © BIO AUSTRIA
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Preisträger BIO AUSTRIA Fuchs 2013 – Fam. Zach – 1. Platz

Eine gute Idee überzeugte die Jury. Familie Zach aus Schwarzau in der Steiermark gewann den ersten Preis beim BIO AUSTRIA-Fuchs.

Da tut ein Gerät schon die längste Zeit seine Dienste – genauer gesagt bereits seit 10 Jahren – aber, dass die Konstruktion preisverdächtig wäre, darauf ist Familie Zach aus Schwarzau erst heuer gekommen. Getraut, eingeschickt und gewonnen. Entstanden ist die Erfindung aus einer Not heraus:
Auf schweren Böden ist die Keimfähigkeit von Kürbiskernen nicht immer zufriedenstellend. Werden die Kerne direkt gesät, kommt es oft zu Ausfällen. Die Ursachen dafür können vielfältig sein: Trockenperiode während der Keimphase, Spätfröste, Schädlinge, schlechtes Saatgut usw.
Das selbstgebaute Kürbissetzgerät bietet die Möglichkeit, stark angekeimte Kürbiskerne zu setzen. Diese werden in feuchten Sägespänen vorgetrieben. Man setzt die Keimlinge, wenn sie 2 – 4 cm lang sind.

Säen und Hacken

Auf ein altes Hackgerät wurde ein Saatgerät angebaut. Eine Person, der „Einwerfer“, kann darauf, bequem und schattig sitzend, die angekeimten Kürbiskerne über den Saatteller in das Einwurfrohr befördern. Nachdem die angekeimten Kürbiskerne im Boden abgelegt wurden, schließt der „Saatfurchenschließer“ die Furche. Gleichzeitig mit dem Setzvorgang wird auch das Unkraut mit dem Hackgerät entfernt.

Vorteile

Die Vorteile liegen auf der Hand, besser im Boden: Es werden nur Kerne gesetzt, die bereits keimen und so ist ein 100 %iger Aufgang der Pflanzen garantiert. Die angekeimten Kürbiskerne können später gesetzt werden. Damit wird den Spätfrösten ausgewichen.
Während des Setzvorganges wird das Unkraut zusätzlich noch mit einem Hackgerät beseitigt.

Mag. Barbara Hauszer, Bio Ernte Steiermark