Bio Austria begrüßt Umsetzung der EU-Richtlinie gegen unlautere Handelspraktiken 

17. November 2021

Wichtige Maßnahme zur Stärkung von Bäuerinnen und Bauern in der Wertschöpfungskette

(Wien / OTS) – BIO AUSTRIA begrüßt die heute im Ministerrat beschlossene Umsetzung der EU-Richtlinie gegen unlautere Handelspraktiken. Die entsprechenden Änderungen des Wettbewerbs- und Nahversorgungsgesetzes treten ab Anfang 2022 in Kraft. Damit wird auf nationaler Ebene ein gesetzliches Vorgehen gegen unfaire Geschäftspraktiken von Händlern bzw. Käufern gegenüber Produzenten ermöglicht. „Die Umsetzung der Richtlinie ist ein wichtiger Schritt, um die Position der Bäuerinnen und Bauern in der Wertschöpfungskette zu stärken“, betont BIO AUSTRIA Obfrau Gertraud Grabmann.

Die Regeln sollen Landwirte vor unfairen Handelspraktiken, wie etwa einseitigen Vertragsänderungen, kurzfristigen Stornierungen oder verspäteten Zahlungen schützen. Auch die Weigerung, einen schriftlichen Liefervertrag abzuschließen, ist künftig gesetzeswidrig. Ebenso begrüßt wird von BIO AUSTRIA die heute ebenfalls eingebrachte Stammsaisonnier-Regelung. Diese wird ermöglichen, dass saisonale Fachkräfte unter bestimmten Voraussetzungen außerhalb von Kontingenten Beschäftigungsbewilligungen erhalten. Dies wird für zahlreiche landwirtschaftliche Betriebe, vor allem in Bereichen mit hohem Anteil an Handarbeit eine Erleichterung darstellen. 

Über BIO AUSTRIA:
Bio Austria ist das Netzwerk der österreichischen Biobäuerinnen und Biobauern. Als größter Bio-Verband in Europa repräsentiert BIO AUSTRIA die österreichische Bio-Landwirtschaft und vertritt die Interessen der Biobäuerinnen und Biobauern – mit mehr als 13.500 Mitgliedern und über 430 Partnerunternehmen in der Wirtschaft. Nähere Informationen unter www.bio-austria.at

Kontakt

  • Markus Leithner MSc.

    BIO AUSTRIA, Presse
    Pressesprecher (PR)
    • markus.leithner@bio-austria.at
    Profil anzeigen