Bio Austria: Chancen von ÖPUL und Bio-Aktionsprogramm als Impulsgeber für Bio nutzen

© Bio Ernte Steiermark

10. November 2021

Fortschreibung der Erfolgsgeschichte Bio in Österreich gewährleisten – Ziel von 30 Prozent Biofläche bis 2030 wenig ambitioniert

Auf der am Dienstag abgehaltenen Bio-Enquete des Landwirtschaftsministeriums (BMLRT) wurde offiziell der „Startschuss“ für das nächste Bio-Aktionsprogramm gegeben. Bio Austria begrüßt, dass die Ausarbeitung dieses für die Bio-Landwirtschaft in Österreich wesentlichen Instruments nun auf den Weg gebracht wird. Das Bio-Aktionsprogramm soll wichtige Impulse in unterschiedlichen Bereichen, etwa in Bildung und Beratung, Forschung, bei der öffentlichen Beschaffung oder auch im Bereich der Bio-Zertifizierung in der Gastronomie setzen. 

Die wichtigsten agrarpolitischen Rahmenbedingungen für die Entwicklung der Bio-Landwirtschaft werden freilich schon früher, in Form der derzeit anstehenden Ausgestaltung des neuen Agrarumweltprogramms (ÖPUL) gesetzt. „Es gilt, die Chancen sowohl des ÖPUL als auch des Bio-Aktionsprogramms als Impulsgeber für die weitere Entwicklung der Bio-Landwirtschaft und eine entsprechende Wertschöpfungssteigerung für bäuerliche Betriebe zu nutzen“, betont Bio Austria Obfrau Gertraud Grabmann. 

ÖPUL: Nachbesserungen bei Bio-Maßnahme notwendig

Um dies zu gewährleisten brauche es bei den Plänen für das neue ÖPUL Nachbesserungen in Bezug auf die Ausstattung der Bio-Maßnahme, welche vom Verband gefordert und letztlich in Verhandlungen mit dem Ministerium durchgesetzt werden konnte. „Die hohen Basisleistungen der Biobäuerinnen und Biobauern vollumfänglich abzugelten ist ein wesentliche Voraussetzung, um die Fortschreibung der Erfolgsgeschichte ‚Bio in Österreich‘ in die Tat umzusetzen“, stellt Grabmann fest. 

Dies sei auch im Interesse einer konsequenten Umsetzung des im Rahmen der Bio-Enquete zitierten Leistungsprinzips im ÖPUL. „Wenn Bio-Betriebe für die Bio-Basismaßnahme künftig deutlich mehr Auflagen einhalten müssen, dafür aber die Prämie niedriger als bisher ausfallen soll, dann würde dies dem Leistungsprinzip widersprechen“, so die Bio Austria Obfrau.

Die genannte vom Ministerium genannte Zielsetzung von 30 Prozent Bio-Flächenanteil bis zum Jahr 2030 ist aus Sicht des Verbandes kein ambitioniertes Signal – ist doch bereits heute schon ein Wert von 26,5 Prozent der Fläche erreicht.

(Weiter)Bildungsbereich wesentlich in Bio-Landwirtschaft

Neben der Frage der Ausgestaltung der agrarpolitischen Rahmenbedingungen wurde bei der Bio-Enquete die wesentlichen Bereiche Bildung, Beratung und Forschung in der Bio-Landwirtschaft behandelt. Bio Austria setzt seit vielen Jahren Maßstäbe in der Weiterbildung von Biobäuerinnen und Bauern. Auch heuer finden – COVID-bedingt teilweise als Online- bzw. Hybrid-Veranstaltungen – zahlreiche Lehrgänge und andere

Weiterbildungsveranstaltungen statt. Demnächst etwa die Gemüsetage am 29. und 30. November sowie die Kartoffeltage von 13 bis 14. Dezember. Darüber hinaus steht vom 25. bis 27.1.2022 mit den Bio Austria Bauerntagen die größte Bio-Weiterbildungsveranstaltung im Bio-Bereich am Programm.

Über Bio Austria:

Bio Austria ist das Netzwerk der österreichischen Biobäuerinnen und Biobauern. Als größter Bio-Verband in Europa repräsentiert Bio Austria die österreichische Bio-Landwirtschaft und vertritt die Interessen der Biobäuerinnen und Biobauern – mit 13.500 Mitgliedern und mehr als 430 Partnerunternehmen in der Wirtschaft. Nähere Informationen unter www.bio-austria.at

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