Wenn das Futter knapp wird: Diese Möglichkeiten haben Bio-Betriebe jetzt

Veröffentlicht am 27. Juli 2026
© LK OÖ, Rudlstorfer

Die anhaltende Trockenheit macht sich auf vielen Bio-Betrieben deutlich bemerkbar. Während manche Regionen noch auf ausreichende Futtervorräte zurückgreifen können, fehlen andernorts bereits jetzt die Erträge für den kommenden Winter. Viele Betriebe stellen sich deshalb dieselben Fragen: Reicht das Grundfutter? Wo kann ich noch Futter erzeugen? Welche Maßnahmen lohnen sich jetzt noch? Und wo bekomme ich Bio-Grundfutter, wenn die eigenen Reserven nicht ausreichen?

Patentlösungen gibt es leider keine. Je nach Betrieb, Region und Witterungsverlauf sind unterschiedliche Maßnahmen sinnvoll. Fest steht aber: Wer die Situation jetzt realistisch einschätzt und frühzeitig handelt, verschafft sich deutlich mehr Handlungsspielraum als jene, die erst im Herbst auf Futtermittelsuche gehen müssen.

Damit Sie schnell die passenden Informationen finden, haben wir die wichtigsten Beiträge und Unterstützungsangebote der BIO AUSTRIA Landesverbände hier für Sie zusammengefasst:

Zusätzliches Grundfutter vom Acker holen

Wenn Ackerflächen verfügbar sind, können Futterzwischenfrüchte einen wichtigen Beitrag zur Grundfutterversorgung leisten. Mit der passenden Mischung und einem rechtzeitigen Anbau lässt sich oft noch wertvolles Futter für den Herbst oder Winter gewinnen. Welche Kulturen geeignet sind, worauf bei der Artenwahl zu achten ist und welche Bestände sich besonders gut eignen, erfahren Sie in unserem Fachartikel.

Weiterlesen: Futterzwischenfrüchte – Weichen stellen, Grundfutter absichern

Trockenheitsschäden im Grünland jetzt richtig beurteilen

Nicht jede lückige Wiese muss sofort umgebrochen werden – oft reicht eine gezielte Nachsaat, um den Bestand wieder zu stabilisieren. Entscheidend ist jedoch, die Schäden richtig einzuschätzen und den passenden Zeitpunkt für die Nachsaat zu wählen. Der Herbst bietet dafür häufig gute Bedingungen.

Unser Beitrag zeigt, wie Sie den Zustand Ihrer Flächen beurteilen, wann eine Nachsaat sinnvoll ist und welche Mischungen sich für Bio-Grünland eignen.

Weiterlesen: Grünlandnachsaaten nach Trockenheit

Bio-Ackerflächen als kurzfristige Futterquelle nutzen

Gerade in Jahren mit knappen Futterreserven kann die Zusammenarbeit zwischen Marktfrucht- und Veredelungsbetrieben einen wichtigen Beitrag leisten. Manche Kulturen oder Zwischenfrüchte eignen sich als kurzfristige Grundfutterquelle und können dort eingesetzt werden, wo sie dringend benötigt werden.

BIO AUSTRIA ruft deshalb dazu auf, vorhandene Möglichkeiten gemeinsam zu nutzen und den Austausch zwischen Betrieben zu fördern.

Weiterlesen: Bio-Acker als kurzfristige Grundfutterquelle – Aufruf zur Solidarität zwischen Marktfrucht- und Veredelungsbetrieben

Bio-Grundfutter gesucht oder anzubieten?

Nicht alle Regionen sind gleich stark von der Trockenheit betroffen. Während manche Betriebe dringend Grundfutter suchen, verfügen andere noch über Reserven oder können Futterflächen zur Verfügung stellen. Genau hier setzt die BIO AUSTRIAFuttervermittlung an.

Wenn Sie Bio-Heu, Silage oder anderes Grundfutter suchen oder anbieten können, melden Sie sich bei BIO AUSTRIA. Jede erfolgreiche Vermittlung hilft mit, Tiere weiterhin mit hochwertigem Bio-Futter zu versorgen und betroffene Betriebe zu entlasten.

Weiterlesen: Futterknappheit – Bio-Grundfutter dringend gesucht

Schwerpunkt Steiermark: Gemeinsam Lösungen finden

Besonders angespannt ist die Situation derzeit auch in Teilen der Steiermark. Aufgrund der massiven Dürreschäden werden dort dringend Bio-Grundfutter und Betriebe gesucht, die Futter zur Verfügung stellen können.

Wenn Sie in der Steiermark Futter benötigen oder Bio-Grundfutter anbieten können, finden Sie alle Informationen und Ansprechpartner im folgenden Beitrag.

Weiterlesen: Massive Dürreschäden in der Steiermark – wir suchen Bio-Grundfutter!

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, die Futterversorgung zu planen

Auch wenn sich noch nicht genau abschätzen lässt, wie sich die Vegetation in den kommenden Wochen entwickelt, lohnt sich jetzt ein genauer Blick auf die betriebseigenen Futterreserven. Wo kann noch zusätzliches Grundfutter erzeugt werden? Welche Flächen eignen sich für Zwischenfrüchte oder Nachsaaten? Und wo kann rechtzeitig Unterstützung organisiert werden?

Je früher diese Fragen beantwortet werden, desto größer sind die Möglichkeiten, auf Engpässe zu reagieren. Mit den oben angeführten Fachartikeln und Angeboten möchte BIO AUSTRIA Sie dabei unterstützen, die für Ihren Betrieb passenden Maßnahmen zu finden.