Biodiversität
aktualisiert 27. März 2026
Zusendung der Biodiversitätsrechner und Fruchtfolgeleistungen
Automatische Zusendung der Biodiversitäts- und Fruchtfolgeleistungen abgeschlossen.
Für jene Betriebe, die den Biodiversitätsrechner bzw. Fruchtfolgerechner bereits ausgefüllt oder dem e-AMA-Datenimport zugestimmt haben, wurden automatisch vorausgefüllte Berichte zugesendet. Bitte überprüfen Sie den erhaltenen Bericht auf die Aktualität der Daten. Sind diese korrekt, kann der Bericht unverändert für die Bio-Kontrolle verwendet werden. Wenn nicht, dann müssen die Daten entsprechend korrigiert werden. Die Berater:innen von BIO AUSTRIA unterstützen Sie dabei gerne.
Der Verlust an Artenvielfalt schreitet voran und die Landwirtschaft als Mitverursacher ist in den letzten Jahren stark in den Fokus gerückt. Auch wenn es im Selbstverständnis der Biobäuerinnen und Biobauern liegt, auf die natürlichen Ressourcen zu achten und die biologische Betriebsweise vergleichsweise gut aufgestellt ist, bleibt die Auseinandersetzung mit diesem Thema weiterhin wesentlich.

Mit dem Beschluss der Delegiertenversammlung Ende Herbst 2024 wurden die Förderung der Biodiversität und einer vielfältigen Fruchtfolge in den Produktionsrichtlinien von BIO AUSTRIA verankert.
Richtlinien Biodiversität und Fruchtfolge
Ab welcher Betriebsgröße sind diese Richtlinien verpflichtend?
Die Einhaltung der Biodiversitätsrichtlinie ist ab 2 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche einzuhalten. Die Fruchtfolgerichtlinie ist nur für Betriebe ab fünf Hektar Ackerland relevant.
Bienenhalter ohne Flächen brauchen den Biodiversitäts- und Fruchfolgerechner NICHT ausfüllen.

Richtlinie Biodiversität
- Jeder BIO AUSTRIA Betrieb leistet durch den Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel, durch eine vielfältige Fruchtfolge und eine gezielte Humuswirtschaft einen hohen Beitrag zum Schutz der Biodiversität.
- Diese Grundleistungen werden mit einer Punkteanzahl von 100 bewertet.
- Darüber hinaus erbringt jeder BIO AUSTRIA Betrieb zusätzliche Biodiversitätsleistungen. Der Betrieb kann dabei selbst entscheiden, welche Maßnahmen aus den BIO AUSTRIA Katalogen „Biodiversität fördern“ am besten zu seinem Betrieb passen.
- Mithilfe des Biodiversitäts-Rechners oder eines analogen Fragebogens erhebt der BIO AUSTRIA Betrieb seine Biodiversitätsleistungen und ermittelt den erreichten Punktewert. Die Erhebung ist jährlich zu aktualisieren.
- Jeder BIO AUSTRIA Betrieb erbringt in Summe jährlich Biodiversitätsleistungen im Wert von 200 Punkten.
Richtlinie Fruchtfolge
- BIO AUSTRIA Betriebe mit mehr als fünf Hektar Ackerland bewerten ihre Fruchtfolgen jährlich mit Hilfe des Fruchtfolgerechners oder mit einem analogen Fragebogen und erreichen mindestens 30 Punkte.
- Betriebe mit einem Feldgemüse- und / oder Kräuteranteil von mehr als 20 % an der Ackerfläche mindestens 25 Punkte.

Für folgende Kriterien werden Punkte vergeben:
- Anzahl der Kulturen in der Hauptfruchtfolge
- Leguminosenanteil
- Bodenbedeckung im Winter
- Kurzzeitbegrünungen
- Anteil an Hackfrüchten
- Biodiversitätsfläche laut BIO AUSTRIA Maßnahmenkatalog „Biodiversität am Acker fördern“
- Mischkulturen und Untersaaten
- Verzicht auf konventionelle organische Handelsdünger
Zeitplan für die Richtlinien Biodiversität- und Fruchfolge
- ab 2026
Anforderung 100 % der Mindestpunkte
Abmahnung (S1), wenn die Rechner nicht ausgefüllt sind - 2029
Evaluierung von Art und Umfang der Kontrolle
Aktualisierung der Erhebung der Biodiversitäts- und Fruchtfolgeleistungen
Nach der erstmaligen Erhebung der Biodiversitäts- und Fruchtfolgeleistungen müssen die Daten in den Rechnern laufend aktuell gehalten werden. BIO AUSTRIA erstellt dazu Berichte auf Basis der verfügbaren Daten und sendet sie an die Betriebe.

Quelle: BIO AUSTRIA Fachzeitung, Ausgabe 6/2024; Grafik: Formdenker
Die Zustimmung zum E-AMA-Import der MFA-Daten erleichtert die Aktualisierung der Berichte. Der aktualisierte Bericht ist bei einer Kontrolle vorzulegen.
eAMA–Daten für die Rechner freischalten
Nächster Stichtag voraussichtlich 26.10.2026.
Mit nur einem Klick lässt sich viel Arbeit sparen: Die Flächendaten aus dem Mehrfachantrag können automatisch in den Biodiversitäts- und Fruchtfolgerechner übernommen werden – ganz ohne mühsame händische Eingabe.
Dieses praktische Service steht dafür zur Verfügung. Voraussetzung ist die Zustimmung zur Datenfreigabe für den BIO AUSTRIA Verein zur Förderung des biologischen Landbaus im eAMA-Portal (Häkchen setzen).
Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung finden Sie hier:
Häufig gestellte Fragen zu den Richtlinien und Rechnern
Biodiversitätsrechner / Fruchtfolgerechner
Für BIO AUSTRIA Betriebe

Mit Hilfe des Biodiversitäts- und Fruchfolgerechners (Online-Tool) oder der Fragebögen werden die vielfältigen Biodiversitäts- und Fruchtfolgeleistungen, die BIO AUSTRIA Betriebe erbringen, erfasst und in Form von Punkten sichtbar gemacht.
Fragen rund um die Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität beziehungsweise zur Fruchtfolge und zum Ausfüllen des Rechners beantworten gerne Ihre BeraterInnen in den Bundesländern.
Die Ansprechpersonen finden Sie hier.
Formulare: Erhebung der Biodiversitäts- und Fruchtfolgeleistungen
Erklärvideo Biodiversitätsrechner
(zum Vergrößern starten Sie bitte das Video und klicken Sie anschließend auf das Youtube-Logo)
Sollten Sie das Video nicht sehen, können Sie es hier direkt aufrufen:
Service
Podcast
Biodiversität – Schmetterling Logo
Für BIO AUSTRIA Mitgliedsbetriebe wurden für die Biodiversität Schmetterlinge als Logo in unterschiedlichen Farbvariationen (weiß, gelb, grün und schwarz) erstellt, wobei jedoch vorzugsweise die Farbe Weiß verwendet werden sollte.
Biodiversitätsplaketten für BIO AUSTRIA Betriebe
Biodiversität im Grünland fördern

Grünland gehört zu den artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas. Der Lebensraum kann nur durch regelmäßige Nutzung, wie die Mahd, erhalten werden. Die regelmäßige Nutzung ist nicht nur zur Offenhaltung der Fläche notwendig, sondern trägt zudem zu einer vielfältigen Flora und Fauna bei. Die Art und Intensität der Bewirtschaftung hat dabei aber einen starken Einfluss ob diese Vielfalt erhalten bleibt oder bedroht wird.
Servicebereich
- Maßnahmenkatalog „Biodiversität im Grünland fördern“
- Biodiversität – Schmetterling Logo (nur für BIO AUSTRIA Mitgliedsbetriebe)
- Beiträge
- Broschüre „Grünland schafft Luft zum Leben“
- Merkblatt „Nachhaltige Grünlandbewirtschaftung durch abgestuften Wiesenbau“
- Weiterbildung „Lehrgang zum/zur NaturschutzpraktikerIn“
- Fachfilm: Mehr Biodiversität durch abgestuften Wiesenbau
- Fachfilm: Biodiversitätsleistungen von Streuobst
- Beitrag: ÖPUL 2023: Biodiversitätsauflagen im Grünland

Biodiversität am Acker fördern
Kein anderer Lebensraum wurde so stark vom Menschen geprägt und hat gleichzeitig in jüngster Zeit so große Verluste in der Artenvielfalt hinnehmen müssen wie unsere Äcker. Früher zierten zahlreiche Blüten die Äcker. Viele Insekten und andere Tiere konnten davon profitieren. Auch die Landwirtschaft gewinnt mit mehr an Vielfalt. Es werden Nützlinge gefördert, Schädlinge von den Kulturen abgelenkt, die Bestäubung gesichert, die Bodenfruchtbarkeit erhöht und das Bodenleben unterstützt.
Servicebereich
- Maßnahmenkatalog „Biodiversität am Acker fördern“
- Biodiversität – Schmetterling Logo (nur für BIO AUSTRIA Mitgliedsbetriebe)
- Broschüre „Blühmischungen für Bienen und Menschen“
- Beiträge
- Kurzfilm: Von Blüten am Acker
- Videos zur Anlage und Pflege eines Blühstreifens und zu den verschiedenen Saatgutmischungen
- Merkblatt „Blütenvielfalt am Acker“
- Liste Angebot Blühstreifenmischungen 2022 (Preise nicht mehr aktuell)
- Links zu Blühmischungen
- Weiterbildung „Lehrgang zum/zur NaturschutzpraktikerIn“
- Beitrag: GLÖZ 8 und ÖPUL

Landschaftselemente
Landschaftselemente bieten aufgrund ihrer Strukturierung und ihrer meist extensiven Nutzung Lebensräume für viele Tiere und Pflanzen, die in den Kulturflächen nicht oder nicht das ganze Jahr überleben können. Sie tragen somit maßgeblich zur Biodiversität bei.
Servicebereich
- Maßnahmenkatalog „Landschaftselemente“
- Biodiversität – Schmetterling Logo (nur für BIO AUSTRIA Mitgliedsbetriebe)
- Broschüre „Gestaltung und Pflege von Waldrändern“
- Merkblatt „Hecken planen, pflanzen, pflegen“
- Beratungsblatt insektenfreundliche Gehölze

Nisthilfen
Die ursprünglichen Lebensräume unserer Vögel, Insekten und Fledermäuse sind oft nicht mehr vorhanden und damit fehlen auch Nistmöglichkeiten. Diesem Mangel kann man mit künstlichen Nisthilfen oder -höhlen abhelfen.
Servicebereich
- Maßnahmenkatalog „Nisthilfen“
- Biodiversität – Schmetterling Logo (nur für BIO AUSTRIA Mitgliedsbetriebe)
- Weiterführende Information zu Nisthilfen und Fledermausquartieren:
www.birdlife.at, www.fledermausschutz.at
Biodiversität im Obstbau fördern

Der Obstbau bietet aufgrund der Zusammensetzung aus den mehrjährigen Obstkulturen in den Baum- bzw. Strauchreihen und dem Grünland in den Fahrgassen bereits einen vielfältigen Lebensraum für verschiedenste Tierarten. Um hier ein Gleichgewicht zwischen Nützlingen und Schädlingen zu erreichen, gibt es zahlreiche Möglichkeiten das positive Artenspektrum zu fördern.
Servicebereich
- Maßnahmenkatalog „Obstbau fördern“
- Biodiversität – Schmetterling Logo (nur für BIO AUSTRIA Mitgliedsbetriebe)
- Fachfilm: Biodiversitätsleistungen von Streuobst
- Fachfilm Biodiversität im Obstbau
- Anleitung zum Anlegen von Blühstreifen
- Merkblatt mehrjährige Blühstreifen zur natürlichen Schädlingsregulierung
- Links zu Blühmischungen
- Flyer Nützlingshotels
Biodiversität im Weinbau fördern

Weingärten bieten großes Potenzial für einen artenreichen Lebensraum.
Es gilt im Wesentlichen die Monokultur zu durchbrechen wie zum Beispiel durch artenreich begrünte Böden, Hecken, Felsen, Wasserflächen oder Trockensteinmauern.
Servicebereich
- Maßnahmenkatalog „Weinbau fördern“
- Biodiversität – Schmetterling Logo (nur für BIO AUSTRIA Mitgliedsbetriebe)
- Fachfilm Vielfalt statt Einfalt: Biodiversitätsmaßnahmen im Weinbau
- Beiträge
Biodiversität im Gemüsebau fördern

Im Gemüsebau können durch die Anlage von naturnahen Flächen und ausgesuchten Begleitpflanzen vorbeugend Nützlinge in die Flächen angelockt werden. Gezielte Biodiversitätsmaßnahmen können wesentlich dazu beitragen, Massenvermehrungen von Schädlingen zu verhindern und sind somit ein wichtiger Teil des biologischen Pflanzenschutzes.
Servicebereich
- Maßnahmenkatalog „Gemüsebau fördern“
- Biodiversität – Schmetterling Logo (nur für BIO AUSTRIA Mitgliedsbetriebe)
- Fachfilm Biodiversität steigern: Maßnahmen für den Gemüsebau
Biodiversität in der Agrarlandschaft und rund um den Hof
- Beiträge
- Broschüre „Biodiversität in der Agrarlandschaft“
- Gesamter BIO AUSTRIA Maßnahmenkatalog Biodiversität fördern – demnächst online
Anbieter Blühmischungen
- Regionales Wildpflanzensaatgut:
www.rewisa.at - Anbieter von Bio bzw. konventionellen Blühmischungen: RWA/Die Saat:
www.diesaat.at - Saatbau Linz:
www.saatbau.com - Kärntner Saatbau (inkl. Gumpensteiner Mischungen):
www.saatbau.at - Hesa:
www.hesa.cp.at - Humus Bewegung:
www.humusbewegung.at - Ihr Partner für biologisch erzeugtes Saatgut
www.camena-samen.de

Ansprechpersonen
Bundesverband
-
DI Eva Marthe
BIO AUSTRIA, Landwirtschaft
Qualitätsmanagement Landwirtschaft, Biodiversität, Bienen -
Salzburg
-
-
Ing. Bernhard Altenburger, akad. BT
BIO AUSTRIA Salzburg, Landwirtschaft
Konsumentenprojekte, Beratung, IT -
Burgenland
-
Franz Traudtner
BIO AUSTRIA Burgenland, Obmann, Landwirtschaft
Beratung Ackerbau, Betriebliche Standortbestimmung, Bildungs- und Beratungskoordination -
Ing. Wolfgang Binder-Laki, BSc
BIO AUSTRIA Burgenland, Landwirtschaft
Beratung Ackerbau, Weiterbildung -
Kärnten
-
Stefan Kopeinig
BIO AUSTRIA Kärnten, Landwirtschaft
Allroundberatung, Nischen, Direktvermarktung
Tirol
Niederösterreich und Wien
Acker
-
Dr. Robert Schneider
BIO AUSTRIA NÖ und Wien, Landwirtschaft
Beratung Ackerbau, Leitung Beratung -
Herbert Breuer
BIO AUSTRIA NÖ und Wien, Landwirtschaft
Beratung Ackerbau, Sonderkulturen, Soja, Regionalbetreuung Weinviertel -
Grünland
-
DI Doris Wimmer
BIO AUSTRIA NÖ und Wien, Landwirtschaft
Regionalbetreuung Waldviertel, Beratung Grünland -
DI Agnes Scheucher
BIO AUSTRIA NÖ und Wien, Landwirtschaft
Regionalbetreuung Mostviertel, Beratung Grünland, Geflügel
Oberösterreich
-
Petra Doblmair
LK-Bio-Beraterin OÖ, Landwirtschaft
Beratung Schweine, Geflügel, Ackerbau
Steiermark
-
-
Ing. Martin Gosch
Bio Zentrum Steiermark, Landwirtschaft
Beratung, Grünland, Rinder, Schafe, Ziegen; Süd-, West-, Ost-Steiermark -
-
-
DI Heinz Köstenbauer
Bio Ernte Steiermark, Leitung Bildung und Beratung
Beratung für Ackerbau und Schweinehaltung, Geschäftsführerstellvertreter
Ackerbau
-
DI Wolfgang Kober
Bio Ernte Steiermark, Bildung und Beratung
Beratung Geflügel, Ackerbau
Weinbau
-
DI (FH) Sabrina Dreisiebner-Lanz, MSc
Bio Zentrum Steiermark, Landwirtschaft
Beratung Weinbau und Oenologin